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Tag Archives: Paste-Up

Stencil von Piratoz in Hamburg (Rotherbaum)

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2011

Stencil von PIRATOZ (Bundesstraße, Hamburg, Oktober 2011)

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2011

Stencil von PIRATOZ (Bundesstraße, Hamburg, Oktober 2011)

Auf den ersten Blick einem Stencil von »Xoooox« nicht unähnlich, handelt es sich hier jedoch bei näherem Hinsehen um ein weit weniger detailreiches und ein wesentlich unsauberer gearbeitetes Stencil. Die auf dem Bauch liegende Schönheit hat auf ihrem rechten Unterarm »PIRATOZ« tätowiert. Der Name »PIRATOZ« ist bei diesem Street-Artisten Programm, fällt er doch sonst eher durch die monothematische Verbreitung von Piratensymbolik auf (siehe weitere Abbildungen unten). In einer Hafenstadt wie Hamburg bietet sich das an sich ja an. Eingedenk allerdings der Tatsache, dass diese Assoziation zuvor schon einer nicht geringen Zahl Anderer in den Sinn gekommen ist, lässt sich eine gewisse Übersättigung des Stadtbilds mit Freibeutersymbolik nicht leugnen.

Ob es sich nun um den allgegenwärtigen Jolly Roger vom FC St. Pauli handelt, der sich aufgrund massiven Merchandisings zu einem regelrechten Mainstream-Symbol gewandelt hat, so dass seine Träger ihre Absicht, eine nonkonformistische, alternative oder gar rebellische Haltung zur Schau zu tragen selbst ad absurdum führen.

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2010

Standardmotiv von PIRATOZ (Illegalerie #7 Shanghaiallee – Paste-Up, HafenCity – Juni 2010)

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2010

Paste-Up von PIRATOZ, Stresemannstraße, Juni 2010

Oder ob es sich um die gekreuzten Säbel der Sansibar auf Sylt handelt, die gefühlt jeder Zweite auf das Heck seines Autos zu kleben sich bemüßigt zu fühlen scheint. Dann gibt es noch die Brauer der Hamburger ColaRebell, die – wie sollte es anders sein – zwei sich kreuzende stilisierte Säbel im Logo hat. Seeräuberromantik und diffuses Rebellengefühl, das soll damit wohl heraufbeschworen werden und ist doch längst Teil einer bedeutungslosen Folklore.

Die Verwendung gekreuzter Schwerter und Knochen, von Dreizack, Augenklappe, Kopftuch, Holzbein und Totenkopf als Insignien wilder, unangepasster Freibeuter scheint der Hoffnung Ausdruck zu verleihen, dass sie irgendwie auf die eigene bürgerliche, angepasste Identität abfärben mögen.

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2010

Piratenpapagei mit Kopftuch, Holzbein und Säbel auf Kachel

Die Dame oben scheint eine wohltuende Abwechslung in der Masse bedeutungsleerer Hülsen von Seemannssymbolik zu sein. Aber wahrscheinlich handelt es sich doch nur um eine Seemannsbraut, womit PIRATOZ dann seinem Lieblingssujet treu geblieben wäre.

 

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Paste-Ups von Quasikunst und Funk25

www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2010© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2010Auf der Höhe des berüchtigten Blitzers in der Stresemannstraße, der den stadteinwärts rollenden Verkehr ins Visier nimmt, findet man diese zwei Paste-Ups an der Seitenwand des Hauses mit der Nummer 78.

Das linke Exemplar stammt von »quasikunst« und stellt eine Frau dar, deren Beine kurioserweise in Elefantenfüße münden, was auf nebenstehender Abbildung nur noch teilweise zu erkennen ist, da zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits ir­gend­je­mand der Auffassung war, Teile des Posters abreißen zu müssen. Auf früheren Aufnahmen, die sich online vereinzelt finden lassen, sind die Elefantenfüße aber gut zu erkennen. Der zierliche Oberkörper und die plumpen Beine stehen in irritierendem Kontrast zueinander.

Das rechte Poster ist mit »*//funk25« signiert und zeigt mit minimalistischen Mitteln ein ausdrucksvolles Frauenportät.

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