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Parallelwelten VI

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Aus: KGS – Körper Geist & Seele, Hamburg, Oktober 2005, S.8

Wenn man das dauerhafte Glück und die Freiheit von Leiden im Zustand des Tiefschlafs erlebt, jedoch schon zahlreiche Menschen in der Umgebung von Premananda erwacht sind, warum soll man dann das Risiko eingehen und möglicherweise 50 Euro für den Intensivtag in den Sand setzen? Da empfiehlt sich doch der erholsame und vor allem kostenlose Tiefschlaf zu Hause.

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Aus: KGS – Körper Geist & Seele, Hamburg, Oktober 2005, S.21

Sananda selbst ist anwesend? Ist Sananda der Minischnauzer? Ach nein, Sananda ist Jesus! Soso, und der Erzengel Michael und Metatron haben „Magnified Healing III Phase“ empfangen. Wer aber ist Metatron? Jedenfalls kein Engel im herkömmlichen Sinn, sondern dem Vernehmen nach die sichtbare Manifestation Gottes. Also hat Gott „Magnified Healing III Phase“ empfangen. Von wem empfängt Gott? Und hatte Gott vorher nur Version II von MH? Grenzt es nicht an Blasphemie, Gott nur als Mittelsmann darzustellen. Ist nicht vielmehr Er es, von Dem alles seinen Anfang nimmt?

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Aus: KGS Körper Geist & Seele, Hamburg, Oktober 2005, S.10

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Aus: KGS Körper Geist & Seele, Hamburg, Oktober 2005, S.55

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Aus: KGS – Körper Geist & Seele, Hamburg, Dezember 2006, S.47

… oder äh also – Frau? Ja? Öhem … Starwars Pop Fernsehen – Schwimmbad Jens.

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Wer im Glashaus ZAPPt

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007In seiner gestrigen Sendung berichtete ZAPP – das Medienmagazin des NDR-Fernsehens – über die Studie „Journalismus in Deutschland II“, die unter Leitung von Prof. Dr. Siegfried Weischenberg am Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft der Universität Hamburg erstellt und in Buchform1 veröffentlicht wurde. Zu den darin zusammengetragenen Erkenntnissen gehöre z.B., dass der deutsche Journalismus an Rechercheschwäche leide und die Recherchezeit dramatisch abgenommen habe. Die Autorin des Beitrags schloss, sichtlich beeindruckt von dieser Erkenntnis, mit der vagen Ermahnung, dass dies besser werden müsse. Bereits zuvor in dieser Sendung hatte Zapp unter der neckisch-ironischen Überschrift „Recherche der Woche“ erschrocken festgestellt, dass zum Thema „Schwarze Kassen bei Siemens“ doch tatsächlich mehrere deutsche Tageszeitungen gar nicht selbst recherchiert, sondern frech bei Klaus Ott, Redakteur der „Süddeutschen Zeitung“, abgeschrieben hätten. So stellte ZAPP das „Handelsblatt“, den „Tagesspiegel“, die „taz“ sowie die „Neue Zürcher Zeitung“ an den Pranger.

So weit, so gut. Nach der Mahnung also, dass sich dies bessern müsse, war ZAPP aber noch nicht am Ende angelangt. Nun kündigte die Ableserin einen Beitrag über Betrug mit Immoblilienfonds an, in dem sich „unsere Kollegen von Report Mainz […] Zeitschriften, die sich ausschließlich mit Geldthemen beschäftigten, unter die Lupe genommen“2 hätten. Namentlich handelte es sich hierbei um den Kollegen Daniel Hechler. Also zur Klarstellung: ZAPP kritisiert, dass zuviel abgeschrieben werde und bringt unmittelbar im Anschluss daran selbst einen Beitrag, der samt und sonders nicht auf dem eigenen Mist gewachsen ist, sondern auf dem des SWR. Wer das für selten dämlich hält, ist sicher nicht allein. Abgesehen davon wurde dieser Beitrag am 12.06.2006 erstausgestrahlt, vor nahezu einem halben Jahr. ZAPP hat also weder selbst recherchiert noch war der Beitrag taufrisch. Meint ZAPP das damit, wenn es über seinen Redaktionsleiter Kuno Haberbusch verbreitet: „keiner ist vor seiner Recherche sicher“? Hat Herr Haberbusch da etwa seine Kontakte in die süddeutsche Heimat spielen lassen und bei alten Kollegen im Schrank mit den fertigen Beiträgen „recherchiert“?

Von alten Kollegen kann da wohl eher nicht die Rede sein, handelt es sich doch durchaus noch um gegenwärtige Kollegen. Schließlich ist Kuno Haberbusch Vorstandsmitglied im Netzwerk Recherche e.V., dessen Vorsitzender ein gewisser Thomas Leif ist. Dieser wiederum ist hauptberuflich beim Südwestrundfunk (SWR) als Chefreporter beim Landessender Mainz tätig, der hinwieder das Fernsehmagazin Report Mainz produziert. In diesem Magazin arbeitet nun Gottlob Schober, der – welch Zufall – Vorstandsmitglied des Netzwerks Recherche ist und somit das erste Scharnier auf dem Weg des Hechler-Beitrags zur Sendung ZAPP. Dann doch wohl eher Netzwerk als Recherche?

Zu der ebenfalls in der gestrigen ZAPP-Sendung vermeldeten Tatsache, dass das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ ganz oben auf der Liste der meistzitierten Medien in Deutschland stehe (nach SZ und vor FAZ nämlich auf Platz zwei), hat ZAPP durchaus selbst beigetragen. Als die Sendung nämlich noch am Sonntagabend ausgestrahlt wurde, schien sie oft nichts weiter als eine Vorabausgabe des „Spiegel“ in Fernsehform zu sein. Wenn nicht dazugesagt wurde: „Wie das Nachrichtenmagazin ‚Der Spiegel‘ in seiner morgigen Ausgabe berichtet“, dann konnte man den größten Teil der Sendung aber doch am nächsten Tag im „Spiegel“ wiederfinden. Von viel eigener Recherche war da mitnichten etwas zu spüren. Dass „Der Spiegel“ sich bei „Zapp“ bedient hätte (Gedankenspiele sind ja erlaubt, selbst wenn sie noch so abwegig scheinen), ist wohl ausgeschlossen, da „Der Spiegel“ bereits am Samstag vorab ausgeliefert wird bzw. als Online-Version zur Verfügung steht, Zapp seine Recherchefrüchte aber eben erst am Sonntagabend unters Volk brachte.

Bei ZAPP sollte man aufpassen, dass man sich nicht auf dem Otto Brenner Preis 2006 ausruht, der dem Magazin unter der Überschrift: „Kritischer Journalismus – Gründliche Recherche statt bestellter Wahrheiten“ für den Beitrag „Verdeckt, versteckt, verboten – Schleichwerbung in PR und in den Medien“ am 8. November in Berlin verliehen wurde. Übrigens landete ZAPP auf dem dritten Platz hinter dem „Tagesspiegel“, den ZAPP des Abschreibens bei der „Süddeutschen Zeitung“ bezichtigte.

Damit sich der Bogen zum Kreis schließt, sei abschließend noch folgende Pikanterie vermerkt: In der für die Verleihung des Otto-Brenner-Preises zuständigen Jury sitzt ein alter Bekannter des Chefredakteurs der ausgezeichneten Sendung ZAPP: Thomas Leif. Es ist ein Wesensmerkmal von Netzwerken, dass man sich darin auch ab und an gegenseitig Honig ums Maul schmiert, um so künstliche, scheinbar unabhängige Publicity zu generieren, mit deren Hilfe man sein berufliches Fortkommen auf dubiose Weise befördert. Für wen Herr Leif gestimmt hat, ist aber natürlich geheim. Man könnte die Glaubwürdigkeit einer solchen Preisverleihung im übrigen enorm erhöhen und womöglichen Nepotismus-Vorwürfen den Wind aus den Segeln nehmen, indem man einfach in speziellen Einzelkonstellationen ein Jurymitglied, das in bekanntermaßen enger Beziehung zu einem Preisträgeraspiranten steht, in diesem Fall durch ein von jedem Verdacht freies Vereinsmitglied ausnahmsweise ersetzt.

© Stefan Fix, 2006

  1. Titel: „Die Souffleure der Mediengesellschaft. Report über die Journalisten in Deutschland“, erschienen bei UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz. []
  2. Zapp-Sendung vom 29.11.2006 []
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KDVR jetzt auch Atommacht - Aus: „Die Rote Fahne” (11/2006, S.8)

Es stellt sich die Frage, warum sich das Satiremagazin „Eulenspiegel“ jedes Jahr aufs Neue die Mühe macht, eine satirische Version von „Neues Deutschland“ auf den Markt zu bringen, gibt es doch die realexistierende „Die Rote Fahne“, die öfter erscheint und pro Nummer auch noch günstiger ist. Auch hier erweist sich, wie so oft, dass Realsatire immer noch die beste Satire ist …

Grußbotschaft - Aus: „Die Rote Fahne” (11/2006, S.6)

Aus: „Die Rote Fahne” (11/2006, S.8)

So wie die Sozialisten in der Traueranzeige für Milosevič Bertolt Brecht für ihre Zwecke vereinnahmen (siehe dort), so tun dies hier nun die Kommunisten mit Schillers Wallenstein in ihrem verbitterten Rückblick auf die Zeit nach dem Zusammenbruch ihres Traumstaates. Was eignet sich auch besser als die Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges, um die Zeit nach 1989 einigermaßen angemessen darzustellen? Bezeichnend ist die – immerhin kenntlich gemachte – Auslassung. Schaut man in den Prolog von Wallenstein, woher das Zitat stammt, findet sich an der Stelle der Auslassung u.a.: „Verödet sind die Städte, Magdeburg / Ist Schutt, […].“ Mal ehrlich, liebe „Die Rote Fahne“, erinnert dies nicht an die Zustände, die herrschten, als Euereins an der Macht war? Schillers Verse billig zurechtgestutzt und so hingebogen, dass sie passen. Eine Quellenangabe scheint auch zuviel verlangt. Oder wussten die Blattmacher selbst nicht, woher genau diese Zeilen stammen, weil dies auf dem Blatt vom Abreißkalender nicht dabei stand? Obwohl – Wallenstein war Schullektüre in der DDR …

Lesen Sie hier noch die Solidaritätsadresse an den Genossen Hong sowie spannende Ansichten über Israel und die Wahrheit über das MfS …

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Mubarak: „Nagib Mahfuz gehört zu den unsterblichen Symbolen … er hat die Früchte seiner Gaben für Ägypten geerntet.“ Der Präsident in öffentlichen Erklärungen an Usama Saraya, Chefredakteur von al-Ahram: „Ägypten wird nicht vergessen, was einer seiner hervorragendsten Söhne dem menschlichen Denken zum Geschenk gemacht hat.“1
al-Ahram über Nagib Mahfuz - الأهرام عن نجيب محفوظÄgypten hat allen Grund, auf diesen großartigen Literaten und wirklich autochtonen Nobelpreisträger stolz zu sein. Bedauerlich ist nur, dass ein nicht unbeträchtlicher Teil der ägyptischen Bevölkerung diesen Mann am liebsten vor seinem natürlichen Tod ins Jenseits befördert hätte. Es sei nur an das von einem Islamisten verübte Attentat auf Mahfuz im Jahr 1994 erinnert. Das gehört leider zu den Wahrheiten, die man im offiziellen Ägypten wohl nicht so gerne hört.

  1. Zitat von der Titelseite der internationalen Ausgabe der ägyptischen Tageszeitung al-Ahram vom 01.09.2006 []
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Parallelwelten III (Hamburg, 14.10.2006)

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© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007Das Haupt des Krakauer Königs ziert – im Gegensatz zu seinem Pendant aus damaszener Produktion – ein Kreuz. In vielen abendländischen Schachspielen hat auch der Läufer ein Kreuz eingearbeitet, der nicht umsonst im Englischen „bishop“ heißt. Im Arabischen und Türkischen wird der Läufer im Schach فيل „fīl“ genannt, was Elefant bedeutet. Im Russischen heißt der Läufer „слон“, was ebenfalls mit Elefant zu übersetzen ist. Im Französischen wiederum heißt er „fou“, was bekanntermaßen Narr, Wahnsinniger bzw. Irrer bedeutet.

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CDU-Wahlparty, CDU-Landesvorsitzender MVP Jürgen Seidel

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Schweriner Schloss, Schlosspark, Theater und Museum

Schlossgarten mit 12 Sandsteinfiguren (8 Gottheiten, 4 Jahreszeiten) aus der Werkstatt des Bildhauers Balthasar Permoser, die ursprünglich (1720) für den Park einer Villa in Hamburg hergestellt wurden, seit 1752 aber durch den Wechsel in den Schweriner Schlossgarten einer größeren Öffentlichkeit zugänglich sind. Es handelt sich bei den gegenwärtig aufgestellten Skulpturen wohl um Kopien, die in den 1960er Jahren die Originale ersetzten. Der aus dem oberbayrischen Traunstein stammende Permoser ist einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer des Barock. Von 1689 an war er Hofbildhauer unter August dem Starken. Seine Skuplturen schmücken u.a. auch den Dresdner Zwinger.

Theater, Museum, Pickelhaube vom Dienst Großherzog von Mecklenburg-Schwerin Friedrich Franz II. (1823-1883) hoch zu bronzenem Ross und Siegessäule vom Französisch-Preußischen Krieg 1870/71. Die Säule wurde aus erbeuteten französischen Geschützen gegossen und erinnert an die gefallenen Mecklenburger Soldaten.

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HAT IN DEM SCHLOSSE RESIDIERT
GERECHT UND STARK ZUGLEICH HERRSCHT MAGNUS FRIEDENREICH,
HAT LAND UND SCHLOSS GUT RENOVIERT.

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HIER STAND ZUR WENDENZEIT EINE BURG KAMPFBEREIT, DIE BARG DEN KOENIG MISTIZLAV
HELD NICLOT LOBESAN WAR DIESES HAUSES AHN, BEFESTIGTE DIE STAMMBURG BRAV.

DER ELTERN SEGEN BAUET DEN KINDERN HAEUSER

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Keine Orangen, aber viel Orange …

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© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2006

Kleiner Kontrapunkt:

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