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Category Archives: Skulptur

Trauernde Frau (Arthur Bock)

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007Dieses Grabmal wurde 1912 von Arthur Bock1 aus Muschelkalk geschaffen. Es befindet sich auf dem Friedhof Hamburg Ohlsdorf auf der Grabstelle Claussen. Die Skulptur hat die Ausmaße von 2 x 2,2 Metern. Das gesamte Grabmal misst 1,9 x 4,4 Metern. Flankiert wird die Grabwand von zwei Granitblöcken. Das Zentrum der Darstellung bildet eine sitzende Frauenfigur mit gesenktem Haupt und ausgebreiteten Armen. Die nach oben gerichteten Handflächen verleihen der Trauernden einen gottergebenen oder fatalistischen Ausdruck. Sie empfängt in Trauer das ihr zugedachte Schicksal.

Literatur:

  • Leisner, Barbara; Heiko K.L. Schulze u. Ellen Thormann. Der Hamburger Hauptfriedhof Ohlsdorf. Geschichte und Grabmäler. Band 1 und 2. Hamburg, 1990.
  1. *1875 Leipzig – †1957 Hamburg []

… dass sie ruhen von ihrer Arbeit (Ludolf Albrecht)

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007Diese Skulptur wurde von Ludolf Albrecht1 in den Jahren 1912 und 1913 aus Granit geschaffen und befindet sich auf dem Hambuger Friedhof Ohlsdorf auf der Grabstätte Zenning/Deussen. Die Grabinschrift lautet: „Ja, der Geist spricht, dass sie ruhen von ihrer Arbeit.” Dies ist ein Zitat aus der Offenbarung des Johannes, wo es in Kapitel 14, Vers 13 heißt: „Und ich hörte eine Stimme vom Himmel zu mir sagen: Schreibe: Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an. Ja, spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihrer Mühsal; denn ihre Werke folgen ihnen nach.”2
Das Zentrum der Skulptur wird von einer überdimensionierte Frau gebildet, die wohl „Mutter Erde” darstellen soll. Links und rechts von ihr lehnt sich je ein erschöpft anmutendes Menschenpaar, bestehend aus je einer Frau und einem Mann an sie.

Literatur:

  • Leisner, Barbara; Heiko K.L. Schulze u. Ellen Thormann. Der Hamburger Hauptfriedhof Ohlsdorf. Geschichte und Grabmäler. Band 1 und 2. Hamburg, 1990.
  1. Ludolf Albrecht spielte im übrigen keine rühmliche Rolle während der NS-Diktatur. Siehe dazu den Artikel über Friedrich Wield und die Hamburgische Sezession. []
  2. Bibeltext in der revidierten Fassung von 1984. []

ORIENTierungshilfe – Otto Harrassowitz

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007Verglichen mit den Grabstätten von Campe und Meyer fällt die Harrassowitzsche geradezu bescheiden aus. Die vom Leipziger Bildhauer Adolf Lehnert geschaffene marmorne Kinderfigur befindet sich auf dem Leipziger Südfriedhof1. Nur etwa anderthalb Meter hoch2, steht sie etwas abseits der größeren Wege. Die auf der Vorderseite des Sockels befindliche Inschrift ist stark verwittert, doch bei näherem Hinsehen ist noch Folgendes zu entziffern: „Gisela Harrassowitz *28.VIII.1919 – †11.IV.1925″. Angesichts der Tatsache, dass diese Gisela nur sechs Jahre alt wurde, liegt es nahe, dass es sich bei der Skulptur um ein (betendes) Mädchen handelt. Die anderen Seiten des Sockels sind nicht mit Inschriften versehen, weshalb bei der Behauptung, dass es sich hierbei auch um die Grabstätte von Otto Harrassowitz handele, auf die Publikation „Der Leipziger Südfriedhof – Geschichte / Grabstätten / Grabdenkmäler”3 vertraut werden muss. Dort wird das Grab auf Seite 153 unter Verwendung eines Fotos oben abgebildeter Skulptur besprochen und ohne die Äußerung irgendeines Zweifels als die Grabstätte von Otto Harrassowitz bezeichnet. Bedauerlicherweise wird aber mit keinem einzigen Wort auf die so jung gestorbene Gisela Harrassowitz eingegangen, deren Name als einziger auf dem Grabmal verzeichnet ist. Wenn es sich hierbei um die Tochter von Otto Harrassowitz handeln sollte, hätte sie ihren Vater nur um fünf Jahre überlebt und er seine Tochter nur ein Jahr lang erlebt. Dass es sich um seine Tochter handelt, ist indes sehr unwahrscheinlich, da er dann im biblischen Alter von 74 Jahren Vater geworden wäre. Womöglich handelt es sich also um eine Enkelin, doch dies ist rein spekulativ. Abgesehen vom Nachnamen Harrassowitz findet sich also keinerlei Hinweis darauf, dass Otto Harrassowitz dort begraben liege.
Im Vertrauen auf die Richtigkeit der Angabe in o.g. Publikation wird hier also davon ausgegangen, dass es sich um die letzte Ruhestätte auch des Verlegers Harrassowitz handelt.
© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007Dieser Otto (Wilhelm) Harrassowitz (*18. Dezember 1845 in Guayara, Venezuela – †24. Juni 1920 im südlich von Leipzig gelegenen Gaschwitz) nun kam im Alter von zehn Jahren aus Venezuela, wo sein Vater ein Handelsunternehmen aufgebaut hatte, nach Leipzig, um dort im Alter von neunzehn Jahren eine Buchhandelslehre aufzunehmen.
Die von ihm später gegründete Antiquariats- und Verlagsbuchhandlung erlangte unter ihm welweite Bekanntheit. Er gestaltete den Verlag zu einem Spezialantiquariat für Orientalistik, Bibliotheks- und Sprachwissenschaften, das fast 500 Antiquariatskataloge veröffentlichte. Die weitaus größte Zahl seiner Kataloge war dem Orient gewidmet. Harrassowitz wurde in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts der bedeutendste orientalistische Buchhändler des europäischen Kontinents. Weitere Kataloge, die in ihrer Qualität wissenschaftlichen Wert besaßen, waren der klassischen Philologie, der Altertumskunde, der Germanistik, Anglistik, Romanistik, Theologie, Kunst sowie den Americana gewidmet. Zudem gedieh der Exportbuchhandel mit den Vereinigten Staaten. So standen vierzig amerikanische Bibliotheken auf der wöchentlichen Versandliste.

  1. Abteilung XVII []
  2. einschließlich Podest []
  3. von Katrin Löffler, Iris Schöpa und Heidrun Sprinz. Herausgegeben im Auftrag des Leipziger Geschichtsvereins e.V. Leipzig, 2., veränderte Auflage 2004. []

Drei Lebensalter der Frau (Arthur Bock)

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007Dieses wandartige Grabmal befindet sich auf dem Hamburger Friedhof Ohlsdorf auf der Grabstelle des Gynäkologen Dr. Richard Mond. Die Skulpturen schuf der Bildhauer Arthur Bock1 1920 oder 1926 aus Muschelkalk. Hier wurde das Motiv der Lebensalter in die drei Tageszeiten Morgen, Mittag und Abend umgesetzt, die als Begriffe unter den Skulpturen eingemeißelt sind.
Zur Rechten präsentiert sich lasziv dahingegossen das junge Mädchen („Morgen”), halb entblößt. Es hat einen Myrrhekranz im Haar sowie einen weiteren auf dem Schoß und wirkt verspielt und unbeschwert.
In der Mitte ist die verantwortungsvolle Mutter („Mittag”) zu sehen, wie sie einem Säugling die Brust gibt und wie sich ein Knabe mit dem Rücken an sie schmiegt.
Zur Linken schließlich sieht man die alte Frau („Abend”) , vom Alter gezeichnet, halb verschleiert, nicht, wie es den Anschein hat, abgewandt, sondern einem Enkel zugewandt, der halb von Buschwerk verdeckt ist. Die Züge der Greisin umspielen Altersgüte und Gram, Zuneigung aber auch Anstrengung. Sie ist in ihrer Haltung längst nicht so fließend, wie das Mädchen von einst. Sie wirkt hager und knochig, und das Aufstützen bereitet ihr sichtlich mehr Mühe.
Abgerundet wird die Skulptur durch die Tatsache, dass ihre Ausrichtung mit dem Lauf der Sonne korrespondiere2. Das Mädchen sehe nach Osten und die Greisin nach Westen. Über der Mutter steht die Sonne im Zenit.

Literatur:

  • Leisner, Barbara; Heiko K.L. Schulze u. Ellen Thormann. Der Hamburger Hauptfriedhof Ohlsdorf. Geschichte und Grabmäler. Band 1 und 2. Hamburg, 1990.
  • Behrens, Christine: Der Bildhauer Arthur Bock (1875-1957) in Hamburg. In: OHLSDORF – Zeitschrift für Trauerkultur. Ausgabe: Nr. 99, IV, 2007 10.11.2007
  1. *1875 Leipzig – †1957 Hamburg []
  2. Behrens, Christine: Der Bildhauer Arthur Bock (1875-1957) in Hamburg. In: OHLSDORF – Zeitschrift für Trauerkultur. Ausgabe: Nr. 99, IV, 2007 10.11.2007 []

Vier Lebensalter des Mannes (Richard Kuöhl)

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007

Dieses Grabmal befindet sich auf dem Friedhof Hamburg Ohlsdorf. Die Skulpturen schuf der Bildhauer bzw. Architekturplastiker Richard Kuöhl im Jahr 1935.

Werden, sein, vergehen … (Arthur Bock)

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007

Diese Skulptur schuf Arthur Bock1 wahrscheinlich im Jahr 1915 aus Marmor. Sie befindet sich auf dem Friedhof Hamburg Ohlsdorf auf der Grabstätte des Fabrikbesitzers Dr. Max Albrecht.

Literatur:

  • Leisner, Barbara; Heiko K.L. Schulze u. Ellen Thormann. Der Hamburger Hauptfriedhof Ohlsdorf. Geschichte und Grabmäler. Band 1 und 2. Hamburg, 1990.
  1. *1875 Leipzig – †1957 Hamburg []

Ihr müsst alle diese Straße wandeln …

Grabmal von Caedar Scharff »Charon mit Mädchen«Dieses portalartige Grabmal befindet sich auf dem Friefhof Hamburg Ohlsdorf. Die Plastik und die Skulpturen wurden 1903 vom Bildhauer Caedar Scharff geschaffen. Vorgelagert sind dem Grabmal zu beiden Seiten Skulpturen aus Granit. Diese stellen Sphinxen dar, die im Sinne ägyptischer und griechischer Vorstellung das Grab bewachen sollen. Die Plastik aus Bronze verkörpert Charon, der eine junge, gerade verstorbene Schöne am Handgelenk fasst und sie in seinen Nachen zieht, um sie über den Acheron (Styx) zum Eingang des Hades zu bringen.

Literatur:

  • Leisner, Barbara; Heiko K.L. Schulze u. Ellen Thormann. Der Hamburger Hauptfriedhof Ohlsdorf. Geschichte und Grabmäler. Band 1 und 2. Hamburg, 1990.

Am Schopfe zieht uns Tyche …

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007
Skulptur einer Schicksalsgöttin und zweier Menschen aus Muschelkalk von Hugo Lederer aus dem Jahr 1905.
Titel: »Das Schicksal«
Standort: Hamburger Hauptfriedhof Ohlsdorf
Diese Jugendstilskulptur stand ursprünglich „in einem eigenen kleinen Pavillon im Garten der Familie Eduard Lippert am Harvestehuder Weg 107. Nach Ohlsdorf kam sie 1956.” 1 Der einstige Standort befand sich also in der Hamburger Innenstadt zwischen Außenalster und Rothenbaumchaussee, unweit des Klostersterns.

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  1. Leisner, Barbara; Heiko K.L. Schulze u. Ellen Thormann. Der Hamburger Hauptfriedhof Ohlsdorf. Geschichte und Grabmäler. Band 2. Hamburg, 1990, S.9. []

Schweriner Schloss, Schlosspark, Theater und Museum

Schlossgarten mit 12 Sandsteinfiguren (8 Gottheiten, 4 Jahreszeiten) aus der Werkstatt des Bildhauers Balthasar Permoser, die ursprünglich (1720) für den Park einer Villa in Hamburg hergestellt wurden, seit 1752 aber durch den Wechsel in den Schweriner Schlossgarten einer größeren Öffentlichkeit zugänglich sind. Es handelt sich bei den gegenwärtig aufgestellten Skulpturen wohl um Kopien, die in den 1960er Jahren die Originale ersetzten. Der aus dem oberbayrischen Traunstein stammende Permoser ist einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer des Barock. Von 1689 an war er Hofbildhauer unter August dem Starken. Seine Skuplturen schmücken u.a. auch den Dresdner Zwinger.

Theater, Museum, Pickelhaube vom Dienst Großherzog von Mecklenburg-Schwerin Friedrich Franz II. (1823-1883) hoch zu bronzenem Ross und Siegessäule vom Französisch-Preußischen Krieg 1870/71. Die Säule wurde aus erbeuteten französischen Geschützen gegossen und erinnert an die gefallenen Mecklenburger Soldaten.

HERR ALBRECHT TRUG VOLL MUTH DEN ERSTEN HERZOGSHUT,
HAT IN DEM SCHLOSSE RESIDIERT
GERECHT UND STARK ZUGLEICH HERRSCHT MAGNUS FRIEDENREICH,
HAT LAND UND SCHLOSS GUT RENOVIERT.

DAS IST HERR GUNZELIN, DER GRAVE VON ZWERIN, DER GRUENDETE DAS ERSTE SCHLOSS,
DEM CHRISTENGOTT EIN HAUS, HERR HEINRICH FUEHRT ES AUS, DER WAR DES GRAVEN GUNZEL SPROSS.

HIER STAND ZUR WENDENZEIT EINE BURG KAMPFBEREIT, DIE BARG DEN KOENIG MISTIZLAV
HELD NICLOT LOBESAN WAR DIESES HAUSES AHN, BEFESTIGTE DIE STAMMBURG BRAV.

DER ELTERN SEGEN BAUET DEN KINDERN HAEUSER

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