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	<title>L’esprit d’escalier &#187; Skulptur</title>
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		<title>Philemon und Baucis</title>
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		<pubDate>Sun, 21 Oct 2007 15:13:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Mythologie]]></category>
		<category><![CDATA[Nekropolis]]></category>
		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese aufrecht stehende Reliefgrabplatte befindet sich auf dem Friedhof Hamburg Ohlsdorf. Sie wurde im Jahr 1938 aus Kalkstein gefertigt. Es handelt sich hierbei um eine Darstellung der durch den römischen Dichter Ovid überlieferten Sage „Philemon und Baucis&#8221;. Darin wird berichtet, dass Jupiter1 und sein Sohn Hermes2 einst in Menschengestalt auf die Erde herabkamen und das [...]]]></description>
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<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/philemon-baucis-gross.jpg" rel="lightbox[223]"><img class="alignleft size-full wp-image-1518" title="Darstellung von Philemon und Baucis auf einer Grabplatte in Hamburg Ohlsdorf" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/philemon-baucis-mini.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" width="200" height="306" /></a><span class="initial">D</span>iese aufrecht stehende Reliefgrabplatte befindet sich auf dem Friedhof Hamburg Ohlsdorf. Sie wurde im Jahr 1938 aus Kalkstein gefertigt. Es handelt sich hierbei um eine Darstellung der durch den römischen Dichter Ovid überlieferten Sage „Philemon und Baucis&#8221;.</p>
<p>Darin wird berichtet, dass Jupiter<sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/10/21/philemon-und-baucis/#footnote_0_223" id="identifier_0_223" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="griech. Zeus">1</a></sup> und sein Sohn Hermes<sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/10/21/philemon-und-baucis/#footnote_1_223" id="identifier_1_223" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="griech. Merkur">2</a></sup> einst in Menschengestalt auf die Erde herabkamen und das auf der gegenüberliegenden Seite der Ägais gelegene Phrygien besuchten<sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/10/21/philemon-und-baucis/#footnote_2_223" id="identifier_2_223" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="das heutige Anatolien">3</a></sup>: <em>„Jupiter kam hierher, wie ein Sterblicher, und mit dem Vater / Sein stabtragender Sohn Merkurius, ohne Gefieder.&#8221;</em><sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/10/21/philemon-und-baucis/#footnote_3_223" id="identifier_3_223" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ovid: Verwandlungen. &Uuml;bersetzt von Johann Heinrich Vo&szlig;.">4</a></sup></p>
<p>Dort wollten sie die Gastfreundschaft der Bevölkerung auf die Probe stellen, da Jupiter auch Schützer des Gastrechts war und daher auch Jupiter hospitalis (bzw. Zeus Xenios) hieß. Als arme und müde Wanderer verkleidet klopften sie an die Türen jeder kleinen Hütte und jedes großen Hauses, fanden jedoch nirgendwo Einlass: <em>„Tausend Wohungen nahn sie, um Obdach bittend und Ruhe; / Tausend Wohnungen sperret das Schloß&#8221;</em><sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/10/21/philemon-und-baucis/#footnote_4_223" id="identifier_4_223" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ebd.">5</a></sup><em><br />
</em></p>
<p>Schließlich kamen sie zu einer Hütte, die alle vorherigen an Armseligkeit übertraf und deren Dach lediglich aus Blattwerk bestand. Auf ihr Klopfen hin wurde die Tür jedoch weit geöffnet, und eine fröhliche Stimme bat die beiden Wandersleute herein: <em>„Ein Häuschen empfängt sie, / Zwar sehr klein, mit Halmen gedeckt und Rohre des Sumpfes&#8221;</em><sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/10/21/philemon-und-baucis/#footnote_5_223" id="identifier_5_223" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ebd.">6</a></sup></p>
<p>Zwar mussten sie sich bücken, um die niedrige Tür passieren zu können, doch einmal im Inneren angelangt, fanden sie einen behaglichen und sauberen Raum vor. Ein freundlich dreinblickendes altes Ehepaar hieß die beiden Wanderer willkommen und begann in aller Betriebsamkeit damit, es ihren Gästen so bequem wie möglich zu machen. So stellte der Alte eine Bank an die Feuerstelle und forderte seine Gäste auf, es sich darauf bequem zu machen und die müden Glieder auszustrecken. Zuvor hatte die alte Frau noch eine weiche Decke über die Bank gebreitet. Sie stellte sich den Fremden als Baucis und ihren Mann als Philemon vor: <em>„Aber die redliche Baucis, und gleich an Alter Philemon, / Beide verlebeten dort die blühende Jugend, und beide / Alterten dort allmählich. Die Armut offen bekennend / Machten sie leicht und erträglich mit nicht unwilliger Seele. / Gleichviel, ob du den Herrn dort aufsuchst, oder den Diener: / Zween sind das sämtliche Haus; und dieselbigen tun und befehlen. / Als nun das himmlische Paar sich genaht der ärmlichen Wohnung, / Und die Scheitel gebückt, zur niedrigen Pforte hineinging, / Heißt sie der freundliche Greis ausruhn auf gestelletem Sessel, / Den mit grobem Gewebe die emsige Baucis bedeckte. / Darauf, dem Herde genaht, zerwühlt sie die lauliche Asche, / Weckt das gestrige Feuer, mit Laub und trockener Rinde / Nährend, und bläst aus dem Rauche mit keuchendem Atem die Flammen. / Kleingespaltenes Holz und gedörretes Reis von dem Boden / Trägt sie herab, und zerknickt&#8217;s, und legt es dem Kesselchen unter.&#8221;</em><sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/10/21/philemon-und-baucis/#footnote_6_223" id="identifier_6_223" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ebd.">7</a></sup></p>
<p>Während sie einen Kessel mit Wasser über das Feuer hängte, erzählte sie, dass sie mit ihrem Mann seit ihrer Hochzeit in dieser Hütte gelebt habe und sie immer glücklich gewesen seien. Sie seien zwar arm, doch dennoch zufrieden. Gerade als das Wasser zu kochen begann, kam der Alte mit einem Kohlkopf aus dem Garten herein. Zusammen mit einem Stück Schweinefleisch wurde der Kohl nun gekocht: <em>„Auch was der Mann an Gemüs&#8217; im gewässerten Garten gesammelt, / Blättert sie ab. Doch jener mit zweigehörnter Gaffel / Hebt den beräucherten Rücken des Schweins von der rußigen Latte, / Wo er ihn lange gespart, und schneidet ein Stück von der Schulter, / Weniges nur nur, und zähmet den Schnitt in der brausenden Wallung. / Beide verkürzen indes die Zwischenstund&#8217; in Gesprächen, / Daß den Verzug nicht fühlen die Fremdlinge. Nahe dem Herde / Hing die buchene Wann&#8217; am Pflock mit gebogenem Handgriff. / Diese, mit laulichem Wasser gefüllt, empfänget die Glieder / Bähend. Es steht in der Mitte, von fedrigen Kolben des Teichschilfs / Weich ein Lager gestopft, das Gestell und die Füße von Weiden. / Dieses umhüllen sie nun mit Teppichen, die sie gewöhnlich / Nur am festlichen Tag&#8217; ausbreiteten; aber auch diese / Waren schlecht und veraltet, der weidenen Flechte nicht unwert. / Hierauf ruhn die Götter.&#8221;</em><sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/10/21/philemon-und-baucis/#footnote_7_223" id="identifier_7_223" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ebd.">8</a></sup><em> </em></p>
<p>Währenddessen deckte Baucis mit ihren zitternden alten Händen den Tisch: <em>„</em><em>Geschürzt dann stellet und zitternd / Baucis den Tisch; doch einer der drei Tischfüße war ungleich; / Bald macht gleich ihn die Scherbe: da untergefügt sie den Höcker / Heilete, jetzo reibt den geebneten grünende Minze.&#8221;</em><sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/10/21/philemon-und-baucis/#footnote_8_223" id="identifier_8_223" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ebd.">9</a></sup> Sie brachte Oliven, in Essig eingelegte Kornelkirschen, Radieschen und Käse sowie einige Eier auf den Tisch. Auch Nachtisch wurde bereitgehalten: <em>„Aufgetischt wird dann die gesprenkelte Beere der Pallas. / Auch des Herbstes Kornelle, bewahrt in gekläreter Lake; / Rettich, Endivien auch, und Milch zu Käse gerundet; / Eier zugleich, vorsichtig in warmer Asche gewendet: / Alles auf irdnem Geschirr. Der aus Ton geformte Mischkrug / Prangt nun bunt auf der Tafel, und buchene Becher, mit Zierat / Voll geschnitzt, und die Höhlung mit gelblichem Wachse gefirnißt. / Wenige Frist, da sendet der Herd die dampfenden Speisen. / Wieder enthebt man jetzo die nicht hochaltrigen Weine; / Daß sie, entfernt ein kleines, den Raum nicht engen dem Nachtisch. / Hier ist Nuß, hier Feige, gemischt mit runzligen Datteln, / Pflaumen im kleineren Korb&#8217;, im größeren duftende Äpfel, / Und großbeerige Trauben, von Purpurreben gesammelt; / Mitten die weißliche Scheibe des Honiges; aber vor allem / Ladet der heitere Blick, und ein Herz, nicht träge noch kargend.&#8221;</em><sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/10/21/philemon-und-baucis/#footnote_9_223" id="identifier_9_223" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ebd.">10</a></sup></p>
<p>Philemon stellte zwei wacklige Bänke an den Tisch. Kohl und Fleisch waren indes gar und wurden ebenfalls aufgetischt. Nachdem alles bereit war, forderten Philemon und Baucis ihre Gäste auf, es sich schmecken zu lassen. Philemon brachte ihnen überdies noch Becher aus Buchenholz und einen Tonkrug mit Wein, der eher Ähnlichkeit mit Essig hatte und zudem mit Wasser verdünnt war. Doch Philemon war offensichtlich stolz und glücklich, seinen Gästen etwas Derartiges vorsetzen zu können. Er achtete darauf, sofort wenn ein Becher leer wurde, nachzuschenken. In seiner geschäftigen Gastfreundlichkeit fiel dem alten Ehepaar zunächst nicht auf, dass der Weinkrug sich nie leerte. Egal wieviel Philemon nachschenkte, der Krug blieb randvoll. Als sie dessen dann doch gewahr wurden, wechselten sie schreckerfüllte Blicke, senkten sodann aber ihre Augen und beteten leise. Sie hatten erkannt, dass es sich bei ihren Gästen nicht um gewöhnliche Menschen handelte: <em>Beide nun sehn, daß, wie oft sie erschöpfeten, immer der Mischkrug / Wieder von selbst sich füllt, und der Wein freiwillig heranwächst. / Staunend vor Angst und bestürzt, und rückwärts hebend die Hände, / Flehen sie, Baucis zugleich, im Gebet, und der bange Philemon&#8221;.</em><sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/10/21/philemon-und-baucis/#footnote_10_223" id="identifier_10_223" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ebd.">11</a></sup> <span id="more-223"></span>Mit bebenden Stimmen und am ganzen Leib zitternd baten sie ihre Gäste um Vergebung für das karge Mahl, das sie ihnen serviert hatten. Sie seien im Besitz einer alten Gans, die ihnen als Beschützerin ihres bescheidenen Häuschens diene. Diese würden sie aber sogleich zubereiten, wenn die Gäste solange warten würden. Doch es sollte ihnen partout nicht gelingen, die Gans zu fangen, so sehr sie sich, zur großen Belustigung von Jupiter und Merkur (die natürlich auch hier, wie schon beim Weinkrug ihre Hände im Spiel hatten), auch mühten. Schließlich gaben sie völlig entkräftet auf: <em>„Daß sie mit Gnad&#8217; anschauen das ungerüstete Gastmahl. / Jetzo die einzige Gans, die bei der Nacht ihr winziges Häuschen / Hütete, trachten die Eigner den himmlischen Gästen zu opfern. / Jene, mit flatterndem Lauf vor den langsam folgenden Alten, / Müdet sie lang&#8217; umtäuschend, und fliehet zuletzt, wie um Rettung, / Zu den Unsterblichen selbst; und den Tod verbieten die Herrscher.&#8221;</em><sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/10/21/philemon-und-baucis/#footnote_11_223" id="identifier_11_223" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ebd.">12</a></sup><em><br />
</em></p>
<p>Nun hielten die Götter den Zeitpunkt für gekommen, sich den alten Leuten zu offenbaren. Sie seien die Gastgeber von Göttern gewesen, ließen sie die Alten wissen. Dafür sollten sie belohnt werden. Das ungastliche Land, in dem der arme Fremde verschmäht werde, solle bestraft werden, nicht jedoch sie: <em>„Wir sind Götter und tragen den unrechtschaffenen Nachbarn, / Sagten sie, würdigen Lohn. Doch euch vergönnen wir, teillos / Solcher Strafe zu sein. Verlasst nur eure Wohnung / Folget unserem Schritt, und hinauf zu den Höhen des Berges / Gehet zugleich! &#8211; Sie gehorchen, und beid&#8217; auf Stäbe gestützet, / Streben sie weit hinauf mit mühsamen Tritten die Anhöh&#8217;n. / Jetzo dem Gipfel so fern,<br />
wie der Pfeil von der Senne geschnellet, / Abreicht, wenden sie bange den Blick; und in sumpfender Sintflut / Sehen sie alles versenkt; ihr eigenes Häuschen war übrig. </em>((ebd.))<em><br />
</em></p>
<p>Sie waren nunmehr von einem großen See umgeben. Obwohl die Nachbarn nie gut zu Philemon und Baucis gewesen waren, weinten die beiden doch um sie, da sie von den Göttern von der Erde getilgt worden waren. Doch ihre Tränen trockneten angesichts des nun folgenden Wunders. Ihre kleine, niedrige Hütte verwandelte sich plötzlich in einen Tempel aus weißestem Marmor, versehen mit herrschaftlichen Säulen und einem goldenen Dach: <em>„Während sie noch anstaunten, der Nachbarn Schicksal bejammernd; / Sieh! die veraltete Hütte, zu klein auch zweien Bewohnern, / Wandelt zum Tempel sich um: für die Gaffeln ragt ein Gesäul auf:</em> /<em> Rötlich schimmert das Stroh, und wie Gold erscheinet der Giebel, / Bunt getrieben die Pfort&#8217;, und gedeckt der Boden mit Marmor.&#8221;</em><sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/10/21/philemon-und-baucis/#footnote_12_223" id="identifier_12_223" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ebd.">13</a></sup><em><br />
</em></p>
<p>Daraufhin stellte ihnen Jupiter darüber hinaus noch einen Wunsch frei. Die alten Leute tauschten sich kurz flüsternd aus. Dann äußerte Philemon ihrer beider Wunsch. Sie wünschten, die Priester dieses Tempels zu sein und ihn zu hüten. Da sie so lange zusammen gelebt hätten, sei es ihr Wunsch, dass keiner von beiden je allein sein müsse und das Grab des anderen sehen müsse. Man möge ihnen daher vergönnen, gemeinsam zu sterben. Die Götter gewährten diesen Wunsch. Noch lange lebten sie in diesem Tempel und ehrten darin die Götter<em>: Jetzt mit ruhigem Antlitz begann Saturnius also: / Sagt uns, redlicher Greis, und du des redlichen Mannes / Würdige, was ihr begehrt! &#8211; Mit Baucis redet Philemon / Weniges, öffnet den Himmlischen drauf den gemeinsamen Ratschluß: / Euere Priester zu sein, und euch zu pflegen des Tempels, / Werd&#8217; uns vergönnt! Und weil wir in Eintracht immer gelebet, / Laßt die selbige Stund&#8217; uns beid&#8217; hinnehmen; und niemals / Schau&#8217; ich die Gruft der Gattin hinfort, noch bestatte mich jene! / Gleich war Wunsch und Erfolg. Sie pflegeten beide des Tempels, / Ganz ihr Leben hindurch.</em><sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/10/21/philemon-und-baucis/#footnote_13_223" id="identifier_13_223" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ebd.">14</a></sup><em><br />
</em></p>
<p>Es ist nicht überliefert, ob die beiden ihre armselige Hütte, die doch so gemütlich und freundlich war, je vermissten. Eines Tages nun standen sie vor der marmornen und goldenen Pracht und begannen, sich über ihr früheres Leben auszutauschen, das so hart und doch so glücklich gewesen war. Beide waren inzwischen überaus alt geworden. Während sie ihre Erinnerungen austauschten, brachten beide mit einem Mal Blätter hervor und Rinde wuchs um sie herum. Die Zeit reichte gerade noch dazu aus, einander zuzurufen: „Lebe wohl, geliebter Gefährte&#8221;. In dem Moment als die Worte verklungen waren, wurde beide zu Bäumen &#8211; Baucis zu einer Linde und Philemon zu einer Eiche. Doch sie waren nach wie vor zusammen, da sie aus ein und demselben Stamm wuchsen. Von nah und fern kamen die Menschen fortan, um dieses Wunders gewärtig zu werden: <em>Da, gelöst von Jahren und Alter, / Einst vor den heiligen Stufen vereint sie standen und sprachen / Über das Schicksal des Orts, sah Baucis in Laub den Philemon, / Sah der alte Philemon in Laub aufgrünen die Baucis. / Und wie nun beider Gesicht der laubige Wipfel emporwuchs: / Leb&#8217;, o Trautester, wohl! und o Trauteste! riefen sie wechselnd, / Weil sie noch konnten, zugleich; und zugleich umhüllte das Antlitz / Beiden Gebüsch. Noch zeigt der tyanischen Fluren Bewohner / Dort das heilige Paar als nachbarlich grünende Bäume. / Wahrheit liebende Greise (warum auch sollten sie täuschen?) / Haben mir solches erzählt. Auch sah ich die hangenden Kränze / Selbst an den Ästen umher; und hängend den meinigen sagt ich: / Fromme sind Himmlischen wert, und Ehrende werden geehret.&#8221;</em><sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/10/21/philemon-und-baucis/#footnote_14_223" id="identifier_14_223" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="ebd.">15</a></sup><em><br />
</em></p>
<p>Die in der Sage beinhaltete Vorstellung, über den Tod hinaus in Liebe verbunden zu bleiben, eignet sich wunderbar als Trostmotiv für alle Liebenden, die ihre Trennung durch den Tod fürchten. Die Idee, dass Tote in Bäumen fortleben, ist ein weiterer Trostaspekt. Die Grabplatte repräsentiert ein recht seltenes Grabsteinmotiv, womit sie den Friedhof bereichert und mitnichten nur Angehörige der darunter Begrabenen inspiriert. Begraben ist dort tatsächlich ein Ehepaar, dem leider nicht der gleichzeitige Tod vergönnt war, wie Philemon und Baucis. Sie starb 1938 (geb. 1861), ihr Mann folgte 1942 (geb. 1853). Der Künstler ist unbekannt, die Arbeit dürfte aus den Dreißiger Jahren stammen.</p>
<p><em>Literatur:</em></p>
<ul>
<li><em>Ovid: Verwandlungen. Übersetzt von Johann Heinrich Voß.</em></li>
<li><em></em><em>Leisner, Barbara; Heiko K.L. Schulze u. Ellen Thormann. Der Hamburger Hauptfriedhof Ohlsdorf. Geschichte und Grabmäler. Band 1 und 2. Hamburg, 1990.</em></li>
</ul>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_223" class="footnote">griech. Zeus</li><li id="footnote_1_223" class="footnote">griech. Merkur</li><li id="footnote_2_223" class="footnote">das heutige Anatolien</li><li id="footnote_3_223" class="footnote">Ovid: Verwandlungen. Übersetzt von Johann Heinrich Voß.</li><li id="footnote_4_223" class="footnote">ebd.</li><li id="footnote_5_223" class="footnote">ebd.</li><li id="footnote_6_223" class="footnote">ebd.</li><li id="footnote_7_223" class="footnote">ebd.</li><li id="footnote_8_223" class="footnote">ebd.</li><li id="footnote_9_223" class="footnote">ebd.</li><li id="footnote_10_223" class="footnote">ebd.</li><li id="footnote_11_223" class="footnote">ebd.</li><li id="footnote_12_223" class="footnote">ebd.</li><li id="footnote_13_223" class="footnote">ebd.</li><li id="footnote_14_223" class="footnote">ebd.</li></ol>
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</ul>

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		<title>Des Treibens müde</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Aug 2007 18:31:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese aufrecht stehende Grabplatte befindet sich auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg. Das darauf dargestellte Motiv des müden Wanderer bzw. Pilgers lässt an Goethes „Wandrers Nachtlied&#8221; denken: Der du von dem Himmel bist / Alles Leid und Schmerzen stillest, / Den, der doppelt elend ist, / Doppelt mit Erquickung füllest, / Ach! ich bin des [...]]]></description>
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<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/wanderer-hamburg-ohlsdorf-gross.jpg" rel="lightbox[3]"><img class="alignleft size-full wp-image-1537" title="Skulptur eines Wanderers auf dem Friedhof Hamburg Ohlsdorf" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/wanderer-hamburg-ohlsdorf-mini.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" width="200" height="196" /></a><span class="initial">D</span>iese aufrecht stehende Grabplatte befindet sich auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg. Das darauf dargestellte Motiv des müden Wanderer bzw. Pilgers lässt an Goethes „Wandrers Nachtlied&#8221; denken:</p>
<p>Der du von dem Himmel bist / Alles Leid und Schmerzen stillest, / Den, der doppelt elend ist, / Doppelt mit Erquickung füllest, / Ach! ich bin des Treibens müde! / Was soll all der Schmerz und Lust? / Süßer Friede! / Komm, ach komm in meine Brust!<sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/08/27/3/#footnote_0_3" id="identifier_0_3" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Johann Wolfgang Goethe, Wandrers Nachtlied. In: Deutsche Gedichte. Herausgegeben von Hans-Joachim Simm. Frankfurt a.M. und Leipzig 2001, S. 342.">1</a></sup></p>
<p>Auch ein weiteres Nachtlied eines Wanderers von Goethe kommt einem in den Sinn &#8211; nämlich „Ein gleiches&#8221;, womit ein gleiches bzw. weiteres Nachtlied gemeint ist:</p>
<p>Über allen Gipfeln / ist Ruh&#8217;, / In allen Wipfeln / Spürest Du / Kaum einen Hauch; / Die Vögelein schweigen im Walde. / Warte nur! Balde / Ruhest du auch.<sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/08/27/3/#footnote_1_3" id="identifier_1_3" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Johann Wolfgang Goethe, Ein gleiches. Ebd.">2</a></sup></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_3" class="footnote">Johann Wolfgang Goethe, Wandrers Nachtlied. In: Deutsche Gedichte. Herausgegeben von Hans-Joachim Simm. Frankfurt a.M. und Leipzig 2001, S. 342.</li><li id="footnote_1_3" class="footnote">Johann Wolfgang Goethe, Ein gleiches. Ebd.</li></ol>
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		<title>Bedecke deinen Himmel, Zeus &#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Aug 2007 17:16:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mythologie]]></category>
		<category><![CDATA[Nekropolis]]></category>
		<category><![CDATA[Paris]]></category>
		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses eindrucksvolle Grabmal mit der Darstellung des gefesselten Prometheus befindet sich auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise in der 96. Division. Gewidmet ist es Paul Boucherot (*1869, †1943), einem Eisenbahningenieur und Erfinder, der in den Rang eines Commandeur de la Legion d&#8217;Honneur erhoben wurde, wie die Grabinschrift wissen lässt. Anders als im Mythos, wo der [...]]]></description>
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<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/prometheus-friedhof-pere-lachaise-gross.jpg" rel="lightbox[20]"><img class="alignleft size-full wp-image-1599" title="Prometheus auf dem Friedhof Père Lachaise in Paris (Prométhée au cimetière du Père Lachaise à Paris)" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/prometheus-friedhof-pere-lachaise-mini.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" width="200" height="274" /></a><span class="initial">D</span>ieses eindrucksvolle Grabmal mit der Darstellung des gefesselten Prometheus befindet sich auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise in der 96. Division. Gewidmet ist es Paul Boucherot (*1869, †1943), einem Eisenbahningenieur und Erfinder, der in den Rang eines Commandeur de la Legion d&#8217;Honneur erhoben wurde, wie die Grabinschrift wissen lässt. Anders als im Mythos, wo der Adler Ethon Prometheus täglich heimsucht, um von dessen sich immer wieder erneuernder Leber zu fressen, scheint es sich hier eher um einen Geier zu handeln, was der Qual jedoch sicher keinen Abbruch tut.</p>
<p>Warum Boucherot ein Grabmal mit dieser Darstellung gesetzt wurde, ist unklar. Vielleicht nimmt es Bezug auf seine wissenschaftliche oder gar religionsfeindliche Weltanschauung, die bei einem Ingenieur ja nicht abwegig ist. Das Grab mutet jedoch etwas hybrisch an, da Boucherot der Menschheit nicht etwas so Grundlegendes geschenkt hat, wie Prometheus, der ihr das Feuer brachte. Boucherot sind einige Erfindungen im Bereich der Elektrotechnik zu verdanken, die aber allesamt nicht den Eindruck erwecken, außergewöhnlich bahnbrechend bzw. grundlegend gewesen zu sein. Möglicherweise verbergen sich in der Wahl der Prometheus-Darstellung auch Zweifel und Selbstkritik des Wissenschaftlers an seinen Erkenntnissen. Nun hat Boucherot aber auch keineswegs die <em>theory of everything</em> bzw. die <em>Weltformel</em> gefunden, wie Möbius in Dürrenmatts <em>Die Physiker</em>, weshalb ethische Zweifel am Nutzen seiner Erfindungen abwegig erscheinen. Prometheus trägt aber aufgrund seiner Zuwendung zum Menschen und seiner Opposition gegen die Götter die Verantwortung dafür, dass Zeus Pandora aus Lehm schaffen und von Hermes auf die Erde bringen ließ, um die Menschheit für den Feuerdiebstahl des Prometheus zu strafen. Prometheus&#8217; Bruder Epimetheus nahm Pandora &#8211; allen Warnungen zum Trotz &#8211; zur Frau. Bald jedoch öffnete Pandora die Büchse und entließ somit alle Übel in die Welt, nur <em>elpis</em> (Hoffnung) blieb auf dem Boden der Büchse zurück. So wurde die Welt ein trostloser Ort, bis Pandora die Büchse erneut öffnete und damit auch die Hoffnung in die Welt entließ.<br />
Es ist durchaus vorstellbar, dass Prometheus, der für die Menschen eigentlich Gutes wollte, Schuldgefühle hatte, weil er auch die Übel über sie gebracht hatte. Doch auch hier ist eine Parallele zwischen Prometheus und Boucherot nicht erkennbar. Schließlich sollte man daher nicht die Möglichkeit ausschließen, dass Boucherot einfach ein Freund der Mythologie war und die Prometheus-Sage womöglich die Sage war, die er am meisten mochte.</p>
<p>Ungeachtet allen oben angestellten Spekulationen über die beabsichtigte Aussage der Skulptur, kann festgehalten werden, dass es sich dabei um eine der eindrucksvollsten figürlichen Darstellungen handelt, die sich auf Père Lachaise befinden. Es ist fast verwunderlich, dass Boucherots Grabstätte nicht in der von der Stadt Paris herausgegebenen und kostenlos zur Verfügung gestellten Broschüre mit Friedhofsplan vorkommt. Darin sind immerhin etwa 150 der „meistgefragten Grabstätten&#8221; (Sépultures parmi les plus demandées) verzeichnet. Doch lag bei dieser Zusammenstellung der Schwerpunkt wohl eher auf der Berühmtheit der jeweiligen Verstorbenen als auf dem künstlerischen Wert oder die Originalität der Grabmäler. So sind einige Gräber sehr berühmter Personen alles andere als spektakulär oder künstlerisch wertvoll. Manch weniger Bekannte ist hingegen, wie obiges Beispiel beweist, mit einem absolut bemerkenswerten Grabstein ausgestattet.</p>

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</ul>

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		<title>In den Startlöchern des Lebens &#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jun 2007 22:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>

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		<description><![CDATA[Ähnlich wie bei der 1913 errichteten Hamburger Hochschule für Bildende Künste, ist auch der 1927/28 erbauten Mädchenschule Uferstraße (heute Berufliche Schule Uferstraße) von Künstlerhand eine Art Motto beigegeben. Nur geschah dies hier nicht in Form von Glaskunst, sondern durch die Schaffung einer Skulptur. Anders als etwa beim Hansa-Kolleg, von dem an anderer Stelle noch die [...]]]></description>
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<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/friedrich-wield-hockende-uferstrasse-hamburg-gross.jpg" rel="lightbox[50]"><img class="alignleft size-full wp-image-1603" title="Hockende (Friedrich Wield)" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/friedrich-wield-hockende-uferstrasse-hamburg-mini.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" width="160" height="201" /></a><span class="initial">Ä</span>hnlich wie bei der 1913 errichteten Hamburger Hochschule für Bildende Künste, ist auch der 1927/28 erbauten Mädchenschule Uferstraße (heute Berufliche Schule Uferstraße) von Künstlerhand eine Art Motto beigegeben. Nur geschah dies hier nicht in Form von Glaskunst, sondern durch die Schaffung einer Skulptur. Anders als etwa beim Hansa-Kolleg, von dem an anderer Stelle noch die Rede sein wird, handelt es sich hier nicht um die bloße Verkörperung dessen, was im Gebäude vor sich geht. Beim Hansa-Kolleg versinnbildlicht dies die Skulptur einer Lesenden recht direkt und nicht überdurchschnittlich originell. Bei der früheren Mädchenschule Uferstraße ist der Sinn der Institution etwas abstrakter in Kunst umgesetzt worden. Dem Betrachter wird daher etwas mehr Interpretationsfähigkeit abverlangt. Vieles scheint für die Deutung zu sprechen, dass sich die Dame nicht etwa bückt, um das nicht vorhandene Schuhwerk zu schnüren, sondern um sich in eine Startposition zu begeben, aus der heraus es ihr am besten gelingen wird, zu starten. In der Leichtatlethik hat sich die Ansicht durchgesetzt, dass der Tiefstart unter Zuhilfenahme von Startblöcken bei den Sprintdisziplinen bzw. den Kurzstrecken den optimalen Abstoß gewährt. In der Mädchenschule erhielt man demnach den optimalen Start ins Frauenleben. Dies ist eine etwas zielorientiertere Darstellung als beim Hansa-Kolleg, wo es weniger um das Danach als mehr um das Jetzt zu gehen scheint. Aus heutiger Sicht könnte man annehmen, dass in der Beruflichen Schule der optimale Start ins Berufsleben geboten wird. Die Startform suggeriert dem Betrachter, dass hier eine Kurzstrecken- bzw. Sprintausbildung geboten wird, worüber hier jedoch aus mangelnder Kenntnis der gegenwärtigen Ausbildungsdauer kein Urteil gefällt werden kann.<br />
<a title="Hockende (Friedrich Wield)" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/startloecher-front-fit-in.JPG" rel="lightbox[50]"><img class="alignleft" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/startloecher-front-fit-in.thumbnail.JPG" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" /></a><a title="Hockende (Friedrich Wield)" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/startloecher-seite-1a.JPG" rel="lightbox[50]"><img class="alignright" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/startloecher-seite-1a.thumbnail.JPG" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" /></a>Geschaffen wurde diese aus Muschelkalk bestehende<sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/06/22/in-den-startloechern-des-lebens/#footnote_0_50" id="identifier_0_50" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Sieker, Hugo (Hrsg.): Bildhauer Wield 1880-1940. Hamburg, 1975, S.89. Auf der Abbildung auf Tafel 12 ist die Figur grau. Es scheint daher unsicher, ob es sich bei der heutigen Figur noch um das Original handelt. Die heutige Figur ist wei&szlig;. M&ouml;glicherweise wurde sie wei&szlig; get&uuml;ncht. Vielleicht handelt es sich aber auch um eine Nachbildung.">1</a></sup> „Starterin&#8221; im Übrigen von dem Bildhauer Friedrich Wield (*15. März 1880 Hamburg &#8211; †10. Juni 1940 Hamburg), dem ersten Vorsitzenden der 1919 gegründeten Hamburgischen Sezession.</p>
<p>Diese bestand aus 52 Mitgliedern, unter denen sich neben Malern auch Architekten und Bildhauer befanden. Anders als beispielsweise die 1905 in Dresden gegründete „Brücke&#8221; oder der 1911 in München gegründete „Blaue Reiter&#8221;, hatte die Hamburgische Sezession keine feste Programmatik. Aufgrund der späten Gründung der Hamburgischen Sezession im Vergleich zu ähnlichen Vereinigungen in Deutschland (Münchner Sezession 1892, Wiener Secession 1897, Berliner Secession 1898), war sie nicht mehr von der Kriegsbegeisterung mancher Expressionisten geprägt. Ihre Mitglieder waren bereits von ihr geheilt, sofern sie je von ihr befallen gewesen waren. Nichtsdestotrotz sind viele Werke bis hinein in die zwanziger Jahre noch vom Expressionismus geprägt. Ab der Mitte der zwanziger Jahre hatten die meisten Mitglieder jedoch den nachexpressionistischen Kunststil der Neuen Sachlichkeit für sich entdeckt. Dass auch Architekten Aufnahme in der Hamburgischen Sezession fanden, rückt diese, von ihrem programmatischen Ansatz her, in die Nähe des zeitgleich in Weimar gegründeten „Bauhauses&#8221;, war jedoch weniger systematisch als dieses.<br />
<a title="Schule Uferstraße"><br />
</a></p>
<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/schule-uferstrase-totale-1.JPG" rel="lightbox[50]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-55" title="Schule Uferstraße" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/schule-uferstrase-totale-1.thumbnail.JPG" alt="" width="128" height="93" /></a></p>
<p>Der künstlerische und auch politische Nonkonformismus der Sezessionskünstler, der sich zu Beginn der dreißiger Jahre mitunter in unverholener Kritik an Repräsentanten der Nationalsozialisten äußerte, führte dazu, dass die Frühjahrsausstellung der Hamburgischen Sezession im Jahr 1933 die erste Ausstellung in Deutschland war, die auf Veranlassung der Nazis polizeilich geschlossen wurde (am 30. März). Als Begründung wurde von der Polizeibehörde angeführt, dass:</p>
<blockquote><p>[...] die Ausstellungsobjekte in ihrer überwältigenden Mehrzahl zur Förderung des Kulturbolschewismus geeignet sind.<sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/06/22/in-den-startloechern-des-lebens/#footnote_1_50" id="identifier_1_50" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="zitiert nach: Weimar, Friederike: Die Hamburgische Sezession 1919-1933. Fischerhude, 2003, S. 58.">2</a></sup></p></blockquote>
<p><span id="more-50"></span>Bereits vor der Machtergreifung hatte die NS-Propaganda in ihren Blättern gegen die Sezession gehetzt. Man beschimpfte sie als „verjudete Börse der Unkunst&#8221; sowie als „artfremd&#8221; bzw. „entartet&#8221;. Als die Nazis im Mai 1933 von der Hamburgischen Sezession den Ausschluss ihrer sechs jüdischen Mitglieder verlangten, kam es zu einem bemerkenswerten Akt der Solidarität: Um den jüdischen Mitgliedern den demütigenden Ausschluss zu ersparen, löste sich die Hamburgische Sezession selbst auf, und ihre Mitglieder vertranken gemeinsam das Vereinsvermögen &#8211; anders als durch Betäubung war es wahrscheinlich auch kaum möglich, die Dumpfheit der Nazis zu ertragen. Viele der Künstler erhielten Berufsverbot, ihre Ateliers und Arbeiten wurden zu allem Überfluss z.T. Opfer der späteren Luftangriffe der Alliierten.</p>
<p>Friedrich Wield schied 1940 durch Freitod aus dem Leben, weil er an der völligen Einschränkung seiner schöpferischen Freiheit durch das NS-Regime zugrunde gegangen war. Alma del Banco nahm sich 1943 im Alter von 81 Jahren mittels einer Überdosis Morphium das Leben, nachdem sie einen Deportationsbescheid für Theresienstadt erhalten hatte. Bereits in den Jahren zuvor war sie von den Nazis systematisch gedemütigt worden. So hatte sie Ausstellungsverbot erhalten, war künstlerisch isoliert worden, hatte die Entfernung mehrerer ihrer Arbeiten aus der Hamburger Kunsthalle ertragen und schließlich auch den Judenstern tragen müssen. Anita Rée nahm sich bereits 1933 im Alter von 48 Jahren das Leben und kam somit der Verfolgung durch die Nazis wegen ihrer jüdischen Abstammung zuvor. Viele Mitglieder emigrierten entweder in die Schweiz, nach England oder in die USA, andere, wie Wield, gingen in die Innere Emigration, an der sie z.T. zerbrachen. Manch männliches Mitglied wurde von der Wehrmacht eingezogen und an der Ostfront verheizt, so geschehen mit dem Maler und Werbegrafiker Fred Hendriok.</p>
<p>Wieder andere wie beispielsweise Ludolf Albrecht biederten sich den Nazis an und denunzierten Kollegen. So habe Albrecht sich in einem Denunziationsschreiben gegen Befürworter der nationalen und internationalen Avantgarde sowie gegen alle Juden ausgesprochen.<sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/06/22/in-den-startloechern-des-lebens/#footnote_2_50" id="identifier_2_50" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Weimar, Friederike: Die Hamburgische Sezession 1919-1933. Fischerhude, 2003, S. 66.">3</a></sup> Er habe „sich für eine vorrangige Förderung von kunstgewerblichen, an vermeintlich deutschen Traditionen orientierten Schöpfungen&#8221; ausgesprochen und sich offenbar „die Position eines kulturpolitischen Beraters des neuen Regimes&#8221; erhofft.<sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/06/22/in-den-startloechern-des-lebens/#footnote_3_50" id="identifier_3_50" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Ebd.">4</a></sup> Albrecht wurde aufgrund seiner Denunziationen während der NS-Zeit nach 1945 aus dem „Berufsverband bildender Künstler&#8221; (BBK) ausgeschlossen. Im Jahr 1951 gründete er die „Künstlergilde Pinneberg&#8221;, die noch heute besteht. Auf der <a title="Link zur Internetseite der Künstlergilde Pinneberg" href="http://www.kuenstlergilde-pinneberg.de/" target="_blank">Internetseite der „Künstlergilde Pinneberg&#8221;</a> wird übrigens mit keinem Wort auf die Rolle ihres Gründers und ersten Vorsitzenden Ludolf Albrecht während der NS-Zeit eingegangen. Somit bleibt auch seine Mitgliedschaft im „Kampfbund für deutsche Kultur&#8221; dort unerwähnt. Diese NSDAP-nahe Organisation wurde 1928 u.a. vom NS-Chef-Ideologen Alfred Rosenberg gegründet und geleitet. Weiterer Unterzeichner des Gründungsmemorandums war der Geflügelzüchter und Massenmörder Heinrich Himmler, der als „Reichsführer-SS&#8221; hauptverantwortlich für die Durchführung des Holocaust und damit für die Ermordung von sechseinhalb Millionen Menschen war. Schon der Gründungsaufruf machte mit seinem NS-Vokabular in aller Deutlichkeit klar, worum es diesem Kampfbund ging, nämlich um den Kampf gegen die „Verbastardisierung unseres Daseins&#8221;. Man wollte „opferbereite deutsche Männer und Frauen&#8221; an sich binden, um „artbewusste&#8221; Zeitungen und Zeitschriften sowie bisher angeblich unterdrückte Gelehrte und Künstler zu fördern. Im Presseorgan der Organisation „Mitteilungen des Kampfbundes für deutsche Kultur&#8221; wurden die Fronten geklärt, indem die Feinde einzeln namentlich aufgeführt wurden. Zu diesen Feinden zählten die üblichen Verdächtigen der Nazis, nämlich Erich Kästner, Kurt Tucholsky, Thomas Mann, Bertolt Brecht, Walter Mehring, das Berliner Institut für Sexualwissenschaft, weiterhin Paul Klee, Wassily Kandinsky, Kurt Schwitters, das Bauhaus, Emil Nolde, Karl Hofer, Beckmann, George Grosz. Außerdem die Bücher von Ernst Toller, Arnold Zweig, Jakob Wassermann, Lion Feuchtwanger, Arnolt Bronnen, Leonhard Frank, Emil Ludwig, Alfred Neumann, die zudem nicht die Bezeichnung „deutsch&#8221; führen durften. Eine Kulturoffensive des Bundes von 1930 richtete sich gegen Ernst Barlach und gegen die sogenannte „Hetzkunst&#8221; von Käthe Kollwitz. Erscheinungsformen der klassischen Moderne wie die Architektur des Bauhaus, der Expressionismus und die Abstraktion in der Malerei oder auch die Zwölftonmusik wurden pauschal als „Kulturbolschewismus&#8221; diffamiert und bekämpft. Künstler wie Rainer Maria Rilke, Hugo von Hofmannsthal oder Max Liebermann galten dem Kampfbund als „internationalistisch&#8221;. Als Vorbild diente dem deutschtümelnden und provinziellen Kampfbund vielmehr jemand wie der wiederentdeckte Romantiker Caspar David Friedrich. Expressionismus, proletkultische Kunstexperimente, Jazz sowie sozialkritische Kunst galtem Bund als gezielte Schwächung des Staates.</p>
<p>Eine gemeinsame Entschließung des Kampfbundes forderte „vor allem die Stärkung des deutschen Wehrwillens&#8221;. Hinsichtlich der Künste hieß es: „Wir rufen auf zum Widerstand gegen alle volksschädigenden Einflüsse auf dem Gebiet des Theaters &#8230; in Literatur und bildender Kunst &#8230; gegen eine wesensfremde Baukunst.&#8221; Unter dem Motto „Es ist nicht nötig, daß ich lebe, wohl aber, daß ich meine Pflicht tue!&#8221; veranstaltete der Kampfbund Pfingsten 1931 eine Jugend- und Kulturtagung in Potsdam, auf der Alfred Rosenberg einen Vortrag über „Blut und Ehre&#8221;, „Rasse und Persönlichkeit&#8221; hielt und Hermann Göring zum Thema „Wehrwille sichert die Kultur&#8221; sprach.</p>
<p>Dass man keineswegs zum Eintritt in den Kampfbund gezwungen war, zeigen die Beispiele anderer Künstler, die nicht Mitglied wurden. Es war also Überzeugung oder zumindest Opportunismus, der jemanden wie Ludolf Albrecht eintreten ließ. Die Überzeugungen des Kampfbundes waren jedenfalls kein Geheimnis. Noch heute stehen im öffentlichen Raum Hamburgs übrigens Skulpturen von Ludolf Albrecht, ein Umstand, der die Größe und Souveränität einer Demokratie zeigt. Das NS-Regime, zu dem Ludolf Albrechts Kampfbund gehörte, hat ja die Werke Andersdenkender keineswegs stehen lassen, sondern vielmehr einen wahnwitzigen Bildersturm gigantischen Ausmaßes betrieben.</p>
<p>Während es einem Ludolf Albrecht offenbar nach Kriegsende gelang, in der Kunstszene Fuß zu fassen, aus der er ja schließlich auch nie ausgeschlossen wurde, war dies vielen anderen nicht vergönnt. Wenn mit dem Leben davongekommen und nicht im Exil, gelang es den wenigsten, an die Zeit vor der Machtergreifung der Nazis anzuknüpfen in einem Kunstbetrieb, der nunmehr vom „Informel&#8221; geprägt war.</p>
<p>Sämtliche Versuche, die Hamburgische Sezession wiederzubeleben, scheiterten. Anders übrigens erging es der Münchner Secession. Sie kam den Nazis zwar nicht durch Selbstauflösung zuvor, sondern wurde von diesen 1938 im Zuge der sogenannten „Kultursäuberung&#8221; aufgelöst. Aber ihre Mitglieder fanden sich 1946 wieder zusammen, so dass die Münchner Secession bis heute weiter besteht.</p>
<p><em>Literatur:</em></p>
<ul>
<li><em>Sieker, Hugo (Hrsg.): Bildhauer Wield 1880-1940. Hamburg, 1975.</em></li>
<li><em>Weimar, Friederike: Die Hamburgische Sezession 1919-1933. Fischerhude, 2003.</em></li>
</ul>
<p><em>Die Fotos und ihre Veröffentlichung im Internet wurden genehmigt von Reinhard Kolkmann, dem stellvertretenden Schulleiter der Beruflichen Schule Uferstraße. Das Copyright liegt beim Betreiber dieser Seite.</em></p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_50" class="footnote">Sieker, Hugo (Hrsg.): Bildhauer Wield 1880-1940. Hamburg, 1975, S.89. Auf der Abbildung auf Tafel 12 ist die Figur grau. Es scheint daher unsicher, ob es sich bei der heutigen Figur noch um das Original handelt. Die heutige Figur ist weiß. Möglicherweise wurde sie weiß getüncht. Vielleicht handelt es sich aber auch um eine Nachbildung.</li><li id="footnote_1_50" class="footnote">zitiert nach: Weimar, Friederike: Die Hamburgische Sezession 1919-1933. Fischerhude, 2003, S. 58.</li><li id="footnote_2_50" class="footnote">Weimar, Friederike: Die Hamburgische Sezession 1919-1933. Fischerhude, 2003, S. 66.</li><li id="footnote_3_50" class="footnote">Ebd.</li></ol>
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		<title>Bis in trunkne Wogen schönheitsselig sinkt der Weltentag</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jun 2007 22:33:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmale]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmal]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir verkünden euch: Der Sinn der Erde ist der Schönheit sich als Leib zu bünden Traum des Seins und Traumeslustgebärde selig in des Lichtes Flur zu gründen Schöpfungsliebesglanz und Morgenfülle blühen Klänge Maasse Formen Lieder Der Notwendigkeit Demant Gefieder Aus des Weltengrunds krystallner Stille zünden sich zu Gleichniss Glanz und Spiegel irdischer Gesichte Allgestalt und [...]]]></description>
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<blockquote><p>Wir verkünden euch:<br />
Der Sinn der Erde ist der Schönheit sich als Leib zu bünden<br />
Traum des Seins und Traumeslustgebärde selig in des Lichtes Flur zu gründen<br />
Schöpfungsliebesglanz und Morgenfülle blühen Klänge Maasse Formen Lieder<br />
Der Notwendigkeit Demant Gefieder<br />
Aus des Weltengrunds krystallner Stille<br />
zünden sich zu Gleichniss Glanz und Spiegel irdischer Gesichte Allgestalt<br />
und am Gram des Nichts der ewige Riegel<br />
ist der Schönheit heilige Gewalt</p>
<p>Wir entsenden euch:<br />
Der Sinn der Erde soll in euch sich neuer Klarheit zünden<br />
Hehrer Schönheit herrische Gebärde sollt ihr streng der dumpfen Welt verkünden<br />
Denn verheissen ward:<br />
Der Ewigkeiten erster Ring ist feierlich vollendet<br />
wenn dem fernsten Ding und allen Welten ward des Schönen Botschaft zugesendet<br />
Seid ihm Boten!<br />
Traumgeführt umflogen von der Lustgesichte Schwingenschlag<br />
Seid ihm Künder!<br />
Bis in trunkne Wogen schönheitsselig sinkt der Weltentag</p></blockquote>
<p><a title="Frauenskulptur am Gebäude der HFBK" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/frau-fit-in.JPG" rel="lightbox[56]"><img class="alignleft" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/frau-fit-in.thumbnail.JPG" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" /></a><a title="Männerskulptur am Gebäude der HFBK" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/mann-fit-in.JPG" rel="lightbox[56]"><img class="alignright" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/mann-fit-in.thumbnail.JPG" alt="Männerskulptur am Gebäude der HFBK" /></a>So steht es, nicht frei von Umschweife, in den Fenstern des Vestibüls der Hochschule für Bildende Künste Hamburg (HFBK) geschrieben. Der Text flankiert links und rechts die Darstellung einer Frau, die wiederum von der Darstellung zweier Männer umgeben ist. Geschaffen wurden die Fenster von dem österreichischen Graphiker und Maler sowie Mitarbeiter der Wiener Werkstätte Carl Otto Czeschka 1913.<br />
Im gleichen Jahr bezog die Hochschule das von Fritz Schumacher entworfene Gebäude. Nachdem die Schule im Krieg zerbombt worden war, wurde sie 1955 vorbildhaft wiederaufgebaut.<br />
Überlebt haben dabei offenbar die jugendstilhaften Darstellungen einer Frau und eines Mannes aus dem Jahr 1912, die im zur Straße hin gelegenen Innenhof einander gegenüber in die Fassade integriert wurden, so dass sie einander anzublicken scheinen. Darüber hinaus befindet sich die Plastik einer Frau im Vorderhof, die von drei Kindern umgeben ist &#8211; zwei Mädchen und einem Jungen. Während die Mädchen Schutz bei der Mutter zu suchen scheinen, ist es fast so, als ob der Junge sich schützend vor seine Mutter stellt.<br />
<a title="Skulptur einer Frau mit Kindern auf dem Gelände der HFBK" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/frau-kinder-fit-in.JPG" rel="lightbox[56]"><img class="alignleft" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/frau-kinder-fit-in.thumbnail.JPG" alt="Skulptur einer Frau mit Kindern auf dem Gelände der HFBK" /></a><a title="Skulptur Kind auf Pferd auf einem Eckpfosten auf dem Geländer der HFBK" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/kind-pferd-fit-in.JPG" rel="lightbox[56]"><img class="alignright" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/kind-pferd-fit-in.thumbnail.JPG" alt="Skulptur Kind auf Pferd auf einem Eckpfosten auf dem Geländer der HFBK" /></a>Desweiteren befindet sich auf einem Eckpfosten einer Seitenmauer eine Plastik, die aus allen vier Perspektiven das Gleiche darstellt, nämlich einen Knaben auf einem Pferd unter einem Dach aus Rosen. Doch damit nicht genug, die zum Eilbekkanal hin gelegene Fassade ist mit drei weiteren Plastiken bestückt. Diese sind ein märchenhaftes, auf allen Vieren kniendes Pferd mit gelockter Mähne und geblähten Nüstern sowie ein ebenfalls auf allen Vieren kniender Widder, der auch märchenhaft überzogen dargestellt ist. Schließlich befindet sich das Relief einer nackten, von Früchten umgebenen Frau an der Fassade.<br />
<a title="Gedenktafel für Professor Friedrich Adler" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/gedenktafel.JPG" rel="lightbox[56]"><img class="alignleft" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/gedenktafel.thumbnail.JPG" alt="Gedenktafel für Professor Friedrich Adler" /></a>Leider stößt man auch hier wieder auf eine Gedenktafel, auf der man an Naziverbrechen erinnert wird. Die Nazis haben in ihrem menschenverachtenden und völlig hirnlosen Rassenwahn eben auch diese Hochsschule nicht verschont. Das auf der Tafel vermerkte Zitat, das von dem nach Auschwitz verschleppten und dort umgebrachten Professor Friedrich Adler stammt, würde sich im Übrigen, ebenso wie oben zitiertes Gedicht auch hervorragend als Wahlspruch der Hochschule eignen:</p>
<blockquote><p>unser Leben wäre armselig, wenn uns nicht die Einbildungskraft, die Phantasie eingeboren wäre.</p></blockquote>
<p><span id="more-56"></span>Bedauerlicherweise haben ihn die armseligen Faschisten mit ihrem verkümmerten Geist daran gehindert, dieses reiche Leben weiter zu führen.<br />
<a title="Fahrrad in Beton" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/fahrrad.JPG" rel="lightbox[56]"><img class="alignleft" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/fahrrad.thumbnail.JPG" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" /></a>Auf dem Weg um das Gebäude durchquert man einen etwas vernachlässigten Hinterhof, in dem sich ein womöglich einstiges Kustwerk befindet, ein mit beiden Rädern einbetoniertes Fahrrad nämlich. Es wirkt so, als ob man nicht mehr so ganz von der Kreativität der Idee überzeugt gewesen sei und es deshalb in den Hinterhof verbannt hat, wo es nunmehr ein stiefmütterliches, oder vielmehr brennnesseliges Dasein fristet. Wahrscheinlich ist die Entsorgung zu teuer.<br />
<a title="Bauen - Wir bauen weil wir denken" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/bauen-denken.JPG" rel="lightbox[56]"><img class="alignleft" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/bauen-denken.thumbnail.JPG" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" /></a><a title="Bauen - Wir bauen weil wir denken" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/bauen-denken-2.JPG" rel="lightbox[56]"><img class="alignright" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/bauen-denken-2.thumbnail.JPG" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" /></a>Vollendet man nun den Rundgang um das Gebäude, stößt man auf das Schild: &#8220;Bauen &#8211; Wir bauen weil wir denken&#8221;. Betrachtet man sich daraufhin nüchtern das Gebäude, an dem sich diese Information befindet, kann man nur zugunsten derjenigen, die sie angebracht haben, hoffen, dass dieser Text blanke Ironie und als Mahnung gedacht ist.</p>
<p>Literatur:</p>
<ul>
<li>Lange, Ralf: Architekturführer Hamburg. Stuttgart, 1995.</li>
<li>Meyhöfer, Dirk: Hamburg &#8211; Der Architekturführer. Berlin, 2007.</li>
</ul>

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</ul>

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		<title>Wem die Stunde schlägt &#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Mar 2007 05:38:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>

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		<description><![CDATA[Skulptur an der Fassade des Fleischgroßmarktes Hamburg in der Sternstraße 106, Nähe Sternschanze (Fotomontage) Verwandte Artikel Werden, sein, vergehen &#8230; (Arthur Bock) Vier Lebensalter des Mannes (Richard Kuöhl) Trauernde Frau (Arthur Bock) Philemon und Baucis Nur an das eine dacht&#8217; ich nicht &#8230;]]></description>
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<p style="text-align: left;"><a title="Skulptur an der Fassade des Fleischgroßmarktes Hamburg (Collage)" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/schlachter-gross.jpg" rel="lightbox[72]"><img src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/schlachter-klein.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" /></a></p>
<p>Skulptur an der Fassade des Fleischgroßmarktes Hamburg in der Sternstraße 106, Nähe Sternschanze (Fotomontage)</p>

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		<title>Nur an das eine dacht&#8217; ich nicht &#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Mar 2007 01:37:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Nekropolis]]></category>
		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich dachte hin, ich dachte her, um Glück für dich zu werben, nur an das eine dacht&#8217; ich nicht, dass du mir könntest sterben. So lautet die Inschrift auf dem Grabstein von Karabet Tchilinghiryan (1869-1927) und Erna Tchilinghiryan, geb. Petersen (1887-1959). Die auf dem Friedhof Hamburg Ohlsdorf befindliche Marmorskulptur wurde 1927 von Richard Kuöhl geschaffen, [...]]]></description>
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<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/tchibo-gross.JPG" title="Skulptur auf dem Grab von Karabet Tchilinghiryan und Erna Tchilinghiryan, geb. Petersen" rel="lightbox[92]"><img src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/tchibo-klein.JPG" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" /></a></p>
<blockquote><p>Ich dachte hin, ich dachte her, um Glück für dich zu werben,<br />
nur an das eine dacht&#8217; ich nicht, dass du mir könntest sterben.</p></blockquote>
<p>So lautet die Inschrift auf dem Grabstein von Karabet Tchilinghiryan (1869-1927) und Erna Tchilinghiryan, geb. Petersen (1887-1959).<br />
Die auf dem Friedhof Hamburg Ohlsdorf befindliche Marmorskulptur wurde 1927 von Richard Kuöhl geschaffen, auf dessen Konto auch das „Ehrenmal für die Veteranen des 76. Hamburger Infanterieregiments&#8221; am Hamburger Stephansplatz geht.<br />
Der in der Familiengrabstätte ebenfalls begrabene Carl Tchilinghiryan &#8211; wohl ein Sohn von Karabet Tchilinghiryan &#8211; war offenbar Namenspatron der Firma Tchibo. Bei dem Begriff „Tchibo&#8221; handelt es sich um ein Akronym, das sich aus den jeweils ersten Silben des (armenischen) Nachnamens <strong>Tchi</strong>linghiryan und des Substantivs <strong>Bo</strong>hne zusammensetzt.</p>
<p><em>Literatur:</em></p>
<ul>
<li><em>Leisner, Barbara; Heiko K.L. Schulze u. Ellen Thormann. Der Hamburger Hauptfriedhof Ohlsdorf. Geschichte und Grabmäler. Band 1 und 2. Hamburg, 1990.</em></li>
</ul>

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</ul>

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		<title>Mahnmal Hamburger Straße</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Mar 2007 03:28:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denkmale]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Mahnmale]]></category>
		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>
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		<category><![CDATA[Mahnmal]]></category>

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		<description><![CDATA[Dort, wo einst ein viel hermachendes Karstadt-Warenhaus stand, steht nun der hässlichste Monumentaleinkaufskomplex, den sich ein menschliches Hirn ausdenken kann &#8211; eine unwirtliche, schier endlose Betonwüste. Das Denkmal steht zwischen der Polizeiwache und erwähntem EKZ. Wer von der U-Bahn-Station Mundsburg kommt, um im EKZ Einkäufe zu tätigen, passiert das Mahnmal. Wenn die Fußgängerampel gerade Rot [...]]]></description>
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<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/mahnmal-hamburger-strasse-gross.jpg" rel="lightbox[100]"><img class="alignleft size-full wp-image-1620" title="Mahnmal auf der Hamburger Straße in Hamburg" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/mahnmal-hamburger-strasse-mini.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" width="314" height="243" /></a><span class="initial">D</span>ort, wo einst ein viel hermachendes Karstadt-Warenhaus stand, steht nun der hässlichste Monumentaleinkaufskomplex, den sich ein menschliches Hirn ausdenken kann &#8211; eine unwirtliche, schier endlose Betonwüste. Das Denkmal steht zwischen der Polizeiwache und erwähntem EKZ. Wer von der U-Bahn-Station Mundsburg kommt, um im EKZ Einkäufe zu tätigen, passiert das Mahnmal. Wenn die Fußgängerampel gerade Rot zeigt, schweift manch gelangweilter Blick umher und bleibt mitunter am Mahnmal hängen. Wer sich die Zeit nimmt, genauer hinzusehen, wird sich der Beklemmung, die es vermittelt, kaum entziehen können. Die Skulptur wurde 1985 von der Hamburger Bildhauerin Hildegard Huza-Schneider im Auftrag der Stadt Hamburg geschaffen.</p>
<p class="MsoNormal"><span id="more-100"></span> Tafelinschrift:</p>
<p class="MsoNormal"><span style="text-transform: uppercase">In der Nacht zum 30. Juli 1943<br />
starben im Luftschutzbunker<br />
an der Hamburger Straße<br />
bei einem Bombenangriff<br />
370 Menschen.</span></p>
<p class="MsoNormal"><span style="text-transform: uppercase">Diese Toten mahnen.<br />
NIE WIEDER FASCHISMUS<br />
NIE WIEDER KRIEG</span></p>

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</ul>

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		<title>Mit Charon ins Reich der Schatten</title>
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		<pubDate>Sun, 11 Mar 2007 02:14:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Denkmale]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Mahnmale]]></category>
		<category><![CDATA[Mythologie]]></category>
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		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmal]]></category>
		<category><![CDATA[Mahnmal]]></category>

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		<description><![CDATA[„Mahnmal für die Opfer des Bombenkrieges&#8221; (Friedhof Hamburg Ohlsdorf) „[...] unter vier breiten, kreuzförmig angelegten Massengräbern liegen hier 36.918 Opfer des Hamburger Feuersturms, der Bombennächte vom Juli und August 1943. Die hölzernen Querbalken tragen die Namen der Stadtteile, aus denen die Toten zu dieser Ruhestätte transportiert wurden. Der quadratische Mittelbau sowie das Relief im Innern [...]]]></description>
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<p><a title="Charon auf dem Styx" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/styx-gross.JPG" rel="lightbox[103]"><img src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/styx-klein.JPG" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" /></a><br />
„Mahnmal für die Opfer des Bombenkrieges&#8221; (Friedhof Hamburg Ohlsdorf)</p>
<p class="MsoNormal">„[...] unter vier breiten, kreuzförmig angelegten Massengräbern liegen hier 36.918 Opfer des Hamburger Feuersturms, der Bombennächte vom Juli und August 1943. Die hölzernen Querbalken tragen die Namen der Stadtteile, aus denen die Toten zu dieser Ruhestätte transportiert wurden.</p>
<p class="MsoNormal">Der quadratische Mittelbau sowie das Relief im Innern wurden 1947 von Gerhardt Marcks entworfen und 1952 eingeweiht. Er bedient sich in einer monumentalen und beklemmend wirkenden Szene der griechischen Mythenwelt. Dargestellt ist der Totenfährmann Charon, der ein anmutiges Brautpaar, einen Mann, eine Mutter mit Kind und einen Greis über den Acheron setzt, den Strom, der die Oberwelt vom Reich der Schatten trennt. Er wirkt erstarrt und symbolisiert die Gleichgültigkeit des organisierten Massentodes. Die anderen Figuren wirken teilnahmslos und tragen, wie der Bildhauer erläutert, ‚das Menschliche unberührt hinüber&#8217;. Mit den Mitteln der Kunst wird versucht, die Würde angesichts der furchtbaren Heimsuchung für die Stadt Hamburg zu wahren.&#8221;<sup><a href="http://espritdescalier.de/blog/2007/03/10/mit-charon-ins-reich-der-schatten/#footnote_0_103" id="identifier_0_103" class="footnote-link footnote-identifier-link" title="Der Text entstammt der beim Mahnmal befindlichen Hinweistafel.">1</a></sup></p>
<p class="MsoNormal">Von Marcks stammt übrigens auch die bronzene Skulptur der Bremer Stadtmusikanten, wie sie seit 1953 links neben dem Bremer Rathaus steht. Aus den Bremer Stadtmusikanten stammt wiederum die Aussage: „etwas besseres als den Tod findest du überall&#8221;. Carl Zuckmayer hat diesen Satz in seinem Hauptmann von Köpenick aufgegriffen, um zu verdeutlichen, dass aus jeder noch so aussichtslosen Lage Kraft für einen Neuanfang geschöpft werden kann. Wenn das nicht auch auf das zerbombte Hamburg zutrifft &#8230;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_103" class="footnote">Der Text entstammt der beim Mahnmal befindlichen Hinweistafel.</li></ol>
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		<title>Geschützt: La Seine et L&#8217;Oise &#8211; René Letourneur</title>
		<link>http://espritdescalier.de/blog/2007/02/28/la-seine-et-loise-rene-letourneur/</link>
		<comments>http://espritdescalier.de/blog/2007/02/28/la-seine-et-loise-rene-letourneur/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 27 Feb 2007 22:43:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allegorie]]></category>
		<category><![CDATA[Paris]]></category>
		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>
		<category><![CDATA[Travertin]]></category>

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