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	<title>L’esprit d’escalier &#187; Parallelwelten</title>
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		<title>Am 1. Mai hat die Post geschlossen</title>
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		<pubDate>Thu, 01 May 2008 19:38:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alles fing damit an, dass der NPD-Politiker Thomas Wulff ein Paket zur Post bringen wollte. Offenbar hat niemand seiner zahlreichen Begleiter ihn darauf hingewiesen, dass der 1. Mai ein Feiertag und das Postamt somit geschlossen ist. Man fragt sich, warum er sich zu diesem Zweck auf den über 100 Kilometer langen Weg aus dem mecklenburgischen [...]]]></description>
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<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/thomas-wulff-paket.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignright size-full wp-image-1456" title="Thomas Wulff auf der Suche nach einem Postamt" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/thomas-wulff-paket-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="225" /></a><span class="initial">A</span>lles fing damit an, dass der NPD-Politiker Thomas Wulff ein Paket zur Post bringen wollte. Offenbar hat niemand seiner zahlreichen Begleiter ihn darauf hingewiesen, dass der 1. Mai ein Feiertag und das Postamt somit geschlossen ist. Man fragt sich, warum er sich zu diesem Zweck auf den über 100 Kilometer langen Weg aus dem mecklenburgischen Ludwigslust nach Hamburg begab. Aber gut, das ist seine Privatangelegenheit. Vielleicht wollte er den Gang zur Post mit einem Besuch bei Freunden in Hamburg verbinden.  Vielen Freunden begegnete er dort dem Anschein nach aber nicht. Im Gegenteil. Eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Hamburgern schien vorab über die Ankunft von Herrn Wulff informiert gewesen zu sein, da sie ihn mit Sprechchören empfing. Niemand aber klärte ihn und seine Reisegefährten darüber auf, dass die Postämter heute geschlossen waren. Stattdessen skandierte man Sätze wie: „Ihr habt den Krieg verlor&#8217;n!&#8221; Dies ist nun wirklich alles andere als hilfreich für einen Menschen, der auf der Suche nach einem Postamt ist. Man hätte ihn wenigstens darauf hinweisen können, dass es Packstationen gibt, an denen man zu jeder Tages- und Nachtzeit und auch an Feiertagen seine Pakete aufgeben kann. So aber irrte Wulff zusammen mit  seinen Kameraden stundenlang mit seinem Paket unter dem Arm durch Hamburgs Norden.  Die Menge schien ob des Missverständnisses von Wulff höchst erbost. Warum eigentlich? Das kann doch jedem einmal passieren. Angesichts dieser lautstark geäußerten Wut echauffierten sich auch Wulffs Begleiter zunehmend und begannen, Transparente zu entfalten. Langsam drängte sich der Verdacht auf, dass es hier um mehr als nur um das Verschicken eines Pakets ging. Auf den Transparenten nun fanden sich Aussagen wie: „International ist nur das Kapital &#8211; Freie Nationalisten Mecklenburg Süd-West&#8221;. Aha. Ein weiteres Transparent war beschriftet mit: „Deutsche Intifada&#8221;. Passend dazu trug ein anderer Reisegefährte eine Palästina-Flagge. Auch die mittlerweile obligatorische Flagge des Iran ließ man im Maiwind flattern. Ahmadinedschad, der große Freund des jüdischen Volkes, konnte selbst nicht kommen, um für die Tilgung Israels von der Landkarte zu plädieren. Er bereitet womöglich gerade eine Rede zum bevorstehenden 60. Jahrestag der Gründung Israels vor oder inspiziert die Bahnlinie, auf welcher der Mahdi dereinst nach Teheran reisen soll. Die US-amerikanische Flagge reckte man verkehrt herum empor. Also wirklich, die NPD-Anhänger werden immer einfallsreicher und subtiler. Auch die Kameradschaft Northeim hatte ein eigenes Transparent dabei mit einem Bertolt Brecht zugeschriebenen Ausspruch: „Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!&#8221;  Der NPD-Kreisverband Kiel-Plön war ebenfalls mit einem Transparent vertreten. Dieses trug die Aufschrift: „Widerstand läßt sich nicht verbieten!&#8221; Was sind da schon die Transparente der Gegner: „Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!&#8221; Dort hielt man u.a. auch die Flagge der Sowjetunion empor, die ja nun nicht gerade Sinnbild für eine pluralistische und demokratische Gesellschaft ist.  Die Angelegenheit wurde zunehmend unerquicklich, so dass den NPD-Anhängern der Weg mit Wasserwerfern frei gespritzt wurde, damit sie ihren Weg in Richtung Stadtpark fortsetzen konnten. Dabei verloren sie viele kleine Zettelchen, auf denen die freundliche Einladung: „komm &amp; mach mit bei den autonomen nationalisten!&#8221; zu lesen war, inklusive Deppenapostroph bei „<span style="text-decoration: underline;">Info&#8217;s</span> unter http://www&#8230;&#8221;. Also wirklich, diese <span style="text-decoration: underline;">Nazi&#8217;s</span> aber auch! Später dann waren die NPD-Anhänger mehrere Stunden in der Straße „Alte Wöhr&#8221; eingekesselt.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/international-ist-nur-das-kapital.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-full wp-image-1888" title="„International ist nur das Kapital&quot; meinen die „Freien Nationalisten Mecklenburg Süd-West&quot;" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/international-ist-nur-das-kapital-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="100" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/deutsche-intifada.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-full wp-image-1891" title="„Deutsche Intifada&quot;: Anbiederung der Nazis an die Palästinenser und deren Kampf gegen Israel" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/deutsche-intifada-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="100" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/npd-wartet-auf-marschbefehl.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-full wp-image-1894" title="NPD wartet auf Marschbefehl (Rübenkamp, Ecke Jahnbrücke)" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/npd-wartet-auf-marschbefehl-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="100" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/wasserwerfer.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-full wp-image-1897" title="Wasserwerfer im Einsatz (Rübenkamp, Ecke Lauensteinstraße)" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/wasserwerfer-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="100" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/christian-worch.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-full wp-image-1900" title="Auch Christian Worch (braune Jacke, kurze Beine) scheint nicht zu wissen, wo sich ein Postamt für Wulffs Paket befindet." src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/christian-worch-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="100" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/good-night.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-full wp-image-1903" title="„Good night left side&quot;: Die wenig originelle Retourkutsche der Nazis in Bezugnahme auf das „Good night white pride&quot; der Linken" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/good-night-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="100" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/polizei-im-laufschritt.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-full wp-image-1906" title="Polizei im Laufschritt (Saarlandstraße)" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/polizei-im-laufschritt-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="100" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/widerstand-laesst-sich-nicht-verbieten.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-full wp-image-1908" title="„Widerstand lässt sich nicht verbieten!&quot; meint der NPD-Kreisverband Kiel-Plön" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/widerstand-laesst-sich-nicht-verbieten-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="100" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/iraner-in-hamburg.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-full wp-image-1911" title="Hamburger Iraner demonstrieren auch gegen die Verwendung der iranischen Flagge durch Nazis" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/iraner-in-hamburg-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="100" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/polizei-ford-scorpio.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-full wp-image-1914" title="Ford Scorpio der Hamburger Polizei" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/polizei-ford-scorpio-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="100" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/polizei-ford-scorpio-2.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-full wp-image-1918" title="Ford Scorpio der Hamburger Polizei" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/polizei-ford-scorpio-2-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="100" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/polizei-ford-scorpio-3.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-full wp-image-1921" title="Ford Scorpio der Hamburger Polizei" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/polizei-ford-scorpio-3-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="67" height="100" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/ford-scorpio-der-hamburger-polizei.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-full wp-image-1924" title="Was vom Scorpio übrig blieb ..." src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/ford-scorpio-der-hamburger-polizei-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="100" /></a><a title="Brennende Privatfahrzeuge 1" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/abtransport-des-augebrannten-polizeiautos.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-full wp-image-1928" title="Abtransport des augebrannten Polizeiautos" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/abtransport-des-augebrannten-polizeiautos-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="100" /><img class="alignnone size-full wp-image-200246" title="Brennende Privatfahrzeuge in der Saarlandstraße" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/11/brennende-privatfahrzeuge-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="100" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/11/brennende-privatfahrzeuge-3.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-full wp-image-200251" title="Brennende Privatfahrzeuge in der Saarlandstraße" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/11/brennende-privatfahrzeuge-3-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="100" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/brennende-privatfahrzeuge-2.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-full wp-image-1934" title="Brennende Privatfahrzeuge in der Saarlandstraße" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/brennende-privatfahrzeuge-2-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="100" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/rmk-waffen-ss.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-full wp-image-1943" title="CD-ROM mit der Beschriftung: „RMK Waffen SS&quot;" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/rmk-waffen-ss-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="100" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/ausgebrannte-privatfahrzeuge.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-full wp-image-1946" title="Ausgebrannte Privatfahrzeuge in der Saarlandstraße" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/ausgebrannte-privatfahrzeuge-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="100" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/ausgebrannte-privatfahrzeuge-2.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-full wp-image-1949" title="Ausgebrannte Privatfahrzeuge in der Saarlandstraße" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/ausgebrannte-privatfahrzeuge-2-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="100" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/feuerwehr-loscht-was-noch-zu-loschen-ist.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-full wp-image-1952" title="Die Feuerwehr löscht, was noch zu löschen ist." src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/feuerwehr-loscht-was-noch-zu-loschen-ist-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="100" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/ausgebrannter-kleinbus.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-full wp-image-1956" title="Ausgebrannter Kleinbus" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/ausgebrannter-kleinbus-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="150" height="100" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/barmbek-sagt.jpg" rel="lightbox[977]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1959" title="Barmbek sagt ..." src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/barmbek-sagt-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="67" height="100" /></a></p>
<p>Irgendwann ging völlig überflüssigerweise ein Polizeiauto in Flammen auf, später dann sechs Privatfahrzeuge. Neben diesen Fahrzeugen lagen CDs mit Titeln wie „RMK Waffen SS&#8221;. Ein Fahrzeug aus Hessen hatte rein zufällig die „1488” als Bestandteil des Kennzeichens. Natürlich stand die „14” nicht für die „Fourteen Words” des US-amerikanischen Neonazis David Lane, die da besagen: „We must secure the existence of our people and a future for White children.&#8221; Ebenso wenig stand die „88” im Kennzeichen für den achten Buchstaben im Alphabet, sodass „HH” also „Heil Hitler” gemeint ist. Das zusätzliche „N&#8221; im Kennzeichen sollte höchstwahrscheinlich auch nicht für „national&#8221; stehen. Das ist den hessischen Touristen bisher womöglich noch gar nicht aufgefallen. Möglicherweise war diese Kombination ja tatsächlich der blanke Zufall, und die Fahrzeugbesitzer sonnten sich gerade im Stadtpark, ohne etwas mit der Demonstration zu tun zu haben. Vielleicht aber auch nicht. Ungeachtet dessen ist solcher Vandalismus natürlich nicht gerechtfertigt und trägt alles andere als dazu bei, etwas in den Köpfen von Rechtsradikalen zu verändern.  Nachdem die NPD nach vielen Stunden noch immer kein Postamt gefunden hatte, wo man Wulffs Paket hätte aufgeben können, beschimpfte man kurz vor der Heimfahrt den Hamburger Senat als „schwule Regierung&#8221;, als ob er für die Öffnungszeiten von Postämtern zuständig sei. Hätte die NPD Wulffs Paket doch einfach morgen in Ludwigslust zur Post gebracht. All das hätte vermieden werden können!</p>

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		<pubDate>Mon, 31 Mar 2008 21:37:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie viele andere Zeitungen, wirft auch die „junge Welt&#8221; ihre marxistisch orientierte1 Postille auf der Leipziger Buchmesse kostenlos unters Volk. Damit verbindet sich wohl die vage Hoffnung, den einen oder anderen Leser hinzugewinnen zu können. Da man aus Erfahrung weiß, dass dieses Blatt bisweilen mit unfreiwilliger Komik und selbstparodistischen Zügen aufwartet, greift man zu, um [...]]]></description>
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<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/kuba-verraten-gross.jpg" rel="lightbox[945]"><img class="alignright size-full wp-image-1462" title="»Kuba verraten«: Artikel aus der ‚jungen Welt' vom 14.03.2008" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/kuba-verraten-klein.jpg" alt="" width="215" height="314" /></a><span class="initial">W</span>ie viele andere Zeitungen, wirft auch die „junge Welt&#8221; ihre marxistisch orientierte<sup>1</sup> Postille auf der Leipziger Buchmesse kostenlos unters Volk. Damit verbindet sich wohl die vage Hoffnung, den einen oder anderen Leser hinzugewinnen zu können.</p>
<p>Da man aus Erfahrung weiß, dass dieses Blatt bisweilen mit unfreiwilliger Komik und  selbstparodistischen Zügen aufwartet, greift man zu, um in einer ruhigen Minute, wenn es einen mal wieder nach Realsatire gelüstet, darin schmökern zu können. Ist es dann soweit, tut sich eine Parallelwelt auf, bei der man zwischen Lachen und Entsetzen schwankt. Ein Beispiel, bei dem diese beiden Gefühlsregungen heftig miteinander konkurrieren, wurde hier bereits 2006 anhand einer in der „jungen Welt&#8221; abgedruckten <a title="Link zum Artikel über die Traueranzeige für Slobodan Milosevič" href="http://espritdescalier.de/blog/2006/10/04/a-propos-parallelwelten/" target="_blank">Traueranzeige für Slobodan Milosevič</a> dokumentiert. Darin würdigte man den als Kriegsverbrecher angeklagten Milosevič als „heldenhaften Verteidiger Jugoslawiens und des Völkerrechts&#8221; sowie als „Internationalisten, Antiimperialisten und Sozialisten&#8221;.<sup>2</sup></p>
<p>In der diesjährigen Gratisausgabe nun fällt einem zunächst  die zwölfseitige Beilage „marxismus&#8221; entgegen, schließlich jährt sich  Marx&#8217; Todestag 2008 zum 125. Mal, sein Geburtstag gar zum 190. Mal. So, nun hält man die Rumpfausgabe in den Händen und beginnt nach alter Gewohnheit, von hinten zu blättern.</p>
<p>Zunächst liest man da, dass Bernd Stange, der einstige Trainer der DDR-Fußballnationalmannschaft<sup>3</sup>, gerade 60 Jahre alt geworden sei und dass es ihn nunmehr nach Belorussland verschlagen habe. Ganz richtig, die DSFler der „jungen Welt&#8221; sagen nicht „Weißrussland&#8221;, sondern in alter DDR-Manier „Belorussland&#8221;, was natürlich der Originalbezeichnung näher kommt und somit korrekter ist. Inkonsequent ist es allemal. Konsequenterweise müsste man sagen „Bielarus&#8221;<sup>4</sup> oder eben „Weißrussland&#8221;. Aber solche Überlegungen spielen im Sprachgebrauch der „jungen Welt&#8221; wohl eher eine untergeordnete Rolle. Wichtiger scheint die Identifikation mit der Sprache des untergegangenen Idealstaates DDR zu sein.</p>
<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/lti-lqi-gross.jpg" rel="lightbox[945]"><img class="alignleft size-full wp-image-1466" title="»LTI aktuell«: Artikel aus der »jungen Welt« vom 14.03.2008" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/lti-lqi-klein.jpg" alt="" width="187" height="314" /></a>In gewisser, etwas eindimensionaler Weise ist der „jungen Welt&#8221; Sprache nämlich gar nicht einerlei. Ganz genau schaut man bei den bürgerlichen Medien hin. So findet sich auf Seite 13 der Ausgabe vom 14. März 2008 ein Artikelchen mit der Überschrift „LTI aktuell&#8221;. Darin weist man  anhand entsprechender Beispiele darauf hin, dass der Programmdirektor des Deutschlandfunks, Günter Müchler, in einem <a title="Link zum Interview ,Pate für Poesie' Deutschlandfunk präsentiert Schülerwettbewerb " href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/753418/" target="_blank">Interview</a> in nur drei Minuten vier Mal Lingua Tertii Imperii verwendet habe (siehe screen capture). In der Tat verwendet Müchler da ein etwas merkwürdiges und durchaus nach LTI klingendes Vokabular.<sup>5</sup> Insbesondere die Tatsache, dass Müchler über Lyrik spricht, lässt es seltsam erscheinen, dass Begriffe wie „reingeschossen&#8221;, „eingeschlagen&#8221; und „Offensive&#8221; fallen. Gut, da hat die „junge Welt&#8221; offenbar einen Vogel „abgeschossen&#8221; (LTI?!).<br />
Den Sprachliebhabern von der „jungen Welt&#8221; ist ja aber wohl hoffentlich nicht entgangen, dass Victor Klemperer nach 1945 nicht aufgehört hat zu schreiben. Deswegen wird man bei der „jungen Welt&#8221; sicher auch schon von der sogenannten „LQI&#8221; gehört oder gelesen haben. Hinsichtlich dieser Lingua Quartii Imperii notiert Klemperer:</p>
<blockquote><p>„Ich muß allmählich anfangen, systematisch auf die Sprache des <em>vierten Reiches</em> zu achten. Sie scheint mir manchmal weniger von der des <em>dritten</em> unterschieden als etwa das Dresdener Sächsische vom Leipziger<sup>6</sup>. Wenn etwa Marschall Stalin der Grösste der derzeit Lebenden ist, der genialste Stratege usw. Oder wenn Stalin in einer Rede aus dem Anfang des Krieges von Hitler, natürlich mit allergrößtem Recht, als von dem »Kannibalen Hitler« spricht. Jedenfalls will ich unser Nachrichtenblatt und die <em>Deutsche Volkszeitung</em>, die mir jetzt zugestellt wird, genau sub specie LQI studieren.&#8221;<sup>7</sup></p>
<p>„Jeden Tag beobachte ich von neuem die Fortdauer von LTI in LQI.&#8221;<sup>8</sup></p>
<p>„LTI = LQI!!&#8221;<sup>9</sup></p>
<p>„LQI übernimmt LTI mit Haut und Haaren. Sogar Becher &#8211; höher geht&#8217;s nimmer &#8211; schreibt andauernd kämpferisch. Frau Kreisler erstaunt, als ich »charakterlich« beanstande. In einem Aufsatz, der die Humanität der jetzigen Straflager (Kommandohaft) rühmt, werden die Häftlinge zu »einsatzfreudigen« Menschen erzogen.&#8221;<sup>10</sup></p>
<p>„[...] und dieses Ganze concentriert sich immer mehr auf den einen Ulbricht, unterscheidet sich immer weniger von nazistischer Gesinnung u. Methode. Sag Arbeiterklasse statt Rasse, u. beide Bewegungen sind identisch. Tyrannei u. Enge nehmen täglich zu. Glaubenshetze, Jugendweihe, Kampf gegen »ideologische Coëxistenz« gegen »Fraktionismus«, gegen »kleinbürgerliche Überheblichkeit« &#8211; all das ist LQI.<sup>11</sup></p></blockquote>
<p>Wie wäre es, liebe „junge Welt&#8221;, wenn Du der Rubrik „LTI aktuell&#8221; noch eine weitere mit dem Titel „LQI aktuell&#8221; hinzufügtest? Deine eigenen Seiten dürften vorerst ausreichend Stoff dafür bieten.</p>
<p>Was Klemperers Verhältnis zum Kommunismus angeht, sei zudem abermals aus seinem Tagebuch zitiert:</p>
<blockquote><p>„Es ist mir an diesem Nachmittag klar geworden, daß der Kommunismus gleicherweise geeignet ist, primitive Völker aus dem Urschlamm zu ziehen und civilisierte in den Urschlamm zurückzutauchen. Im zweiten Fall geht er verlogener zu Werk und wirkt nicht nur verdummend sondern entsittlichend, indem er durchweg zur Heuchelei erzieht. Ich bin gerade durch meine Chinareise u. bei Anerkennung der gewaltigen Leistungen hier zum endgiltigen Antikommunisten geworden. <em>Das</em> kann nicht Marx&#8217; Idealzustand gewesen sein.&#8221;<sup>12</sup></p></blockquote>
<p>Doch zurück zum Fußballtrainer Bernd Stange. Nun erfährt man, dass Stange seinen Geburtstag bei einem Schnittchenbüffet in Minsk begehe, um dann im Sommer in Jena mit einem Grillfest nachzufeiern. Irgendwie erinnert diese Passage an Loriots Lottogewinner Lindemann: „Ich &#8230; heiße &#8230; Erwin &#8230; Lindemann, bin Rentner und 66 Jahre &#8230; mit meinem Lottogewinn von 500.000 D-Mark mache ich erst mal eine Reise nach Island &#8230; dann fahre ich mit meiner Tochter nach Rom und besuche eine Papstaudienz &#8230; und im Herbst eröffne ich dann in Wuppertal eine Herren-Boutique&#8221;.<sup>13</sup> &#8211; Schließlich liest man, dass es Stanges Ziel sei, sich mit der weißrussischen Nationalmannschaft für die WM 2010 in Südafrika zu qualifizieren.</p>
<p>Nun schweift der bereits amüsierte Blick weiter nach unten und bleibt an folgender erschreckenden Überschrift hängen: „Kuba verraten&#8221;. Ein Schauder ergreift sogleich den Leser, der sich alsdann bange fragt, wer in aller Welt Kuba verraten habe? Der erste Verdacht geht dahin, dass der gesamte einstige Ostblock &#8211; ausgenommen natürlich der „geliebte Führer&#8221; Kim Jong-il &#8211; gemeint sei. Doch dieser Verdacht zerschlägt sich sogleich, ist die Seite 16 der „jungen Welt&#8221; doch dem Sport vorbehalten. Also liest man weiter. Nach einem Qualifikationsspiel der kubanischen Olympiaauswahl, heißt es da, seien fünf kubanische Spieler nicht in ihr Quartier zurückgekehrt. Unter ihnen befänden sich sowohl der Torwart als auch der Kapitän.</p>
<p>Da hat die „junge Welt&#8221; ja ein glückliches Händchen bewiesen, dass sie diesen Kuba-Artikel direkt unter denjenigen über den ehemaligen Trainer der  DDR-Fußballnationalmannschaft platzierte. Damit erleichtert sie es dem Leser, sich zu erinnern, dass die Staatssicherheit der DDR sehr viel besser zu verhindern wusste, dass DDR-Athleten Fahnenflucht begingen. In der DDR wurden Republikflüchtige schon mal durch Erschießen zum Bleiben im lebenswerten Sozialismus überredet. Diese Karibik-Bewohner sind da offenbar etwas nachlässiger, so dass eben fünf Leute auf einmal durchs Netz gehen können. Gut, die Sache verkompliziert sich, wenn man sich mitten im Land des imperialistischen Feindes aufhält. Dafür hat Kuba aber durch seine Insellage wiederum einen Heimvorteil bei der Verhinderung von Republikflucht.</p>
<p>In den verklärten Augen der „jungen Welt&#8221; haben die kubanischen Sportler also Verrat an Kuba und höchstwahrscheinlich am Sozialismus insgesamt begangen. Per definitionem bedeutet Verrat „Bruch eines Vertrauensverhältnisses&#8221;<sup>14</sup> Hat man diese fünf bzw. all die anderen Kubaner je gefragt, ob das Kuba des Máximo Líder, ob der Sozialismus und alles, was mit ihm einhergeht, das ist, was sie wollen? Oder wird nicht vielmehr das Volk zu seinem „Glück&#8221; gezwungen? Besteht zwischen Volk und Regierung Kubas, Nordkoreas oder auch Weißrusslands tatsächlich ein Vertrauensverhältnis, das gebrochen werden kann? Oder handelt es sich nicht vielmehr um ein Abhängigkeitsverhältnis, in das man hineingeraten ist oder hineingeboren wurde und aus dem man ausbrechen möchte, sobald sich die Gelegenheit dazu ergibt? Wie lebenswert muss ein Land sein, dem selbst privilegierte Reisekader wie eben Sportler den Rücken kehren?<span id="more-945"></span></p>
<p>Reicht es den Bewohnern Kubas etwa nicht, eine der höchsten Alphabetisierungsraten und Ärztedichten sowie eine der niedrigsten Kindersterblichkeitsraten und eine hohe Lebenserwartung zu haben? Reichen ihnen denn nicht die schönen Strände, derentwegen es Touristen aus aller Welt nach Kuba zieht? Ganz zu schweigen vom herrlichen Klima. Was will er denn noch, der undankbare kubanische Untertan. Was könnte ihm denn fehlen?</p>
<p>Hat da jemand Freiheitsrechte gesagt? Nun, wie ist es denn in Kuba um die Freiheitsrechte bestellt? Dazu heißt es beispielsweise im Jahresbericht 2007 von „amnesty international&#8221;:</p>
<blockquote><p>Die Rechte auf freie Meinungsäußerung und Vereinigungsfreiheit waren nach wie vor massiv beschnitten. [...] Politisch Andersdenkende, unabhängige Journalisten und Menschenrechtsverteidiger sahen sich anhaltenden Repressalien und Einschüchterungsversuchen ausgesetzt oder wurden inhaftiert, einige ohne Anklageerhebung oder Prozess. [...]</p>
<p>Alle Presse- und Rundfunkmedien unterlagen weiterhin strikter staatlicher Kontrolle. Repressalien und Einschüchterungsversuche gegenüber unabhängigen Journalisten und Betreibern regimekritischer Büchereien nahmen zu. Personen, die im Verdacht standen, Kontakte zu Dissidentengruppen zu unterhalten, oder sich für die Menschenrechte engagierten, wurden festgenommen und inhaftiert. Die Zahl der Festnahmen wegen »zu Straftaten neigender Gefährlichkeit« (peligrosidad predelictiva) stieg an. Der Zugang zum Internet außerhalb staatlicher Behörden und Bildungseinrichtungen blieb extrem eingeschränkt. Der Journalist Guillermo Fariñas trat für sieben Monate in den Hungerstreik, um einen Internetzugang zu erhalten, jedoch blieb sein Protest ohne Erfolg. [...]</p>
<p>Im Berichtszeitraum war eine wachsende Zahl der Fälle öffentlicher Drangsalierungen und Einschüchterungen von Menschenrechtsverteidigern und Regimekritikern durch regierungsnahe Gruppen mittels sogenannter actos de repudio zu verzeichnen. Dabei rotten sich regimetreue Bürger in großer Zahl vor der Wohnung eines Dissidenten oder Oppositionellen zusammen, um ihn zu beschimpfen, zu bedrohen und zuweilen auch tätlich anzugreifen oder sein Haus mit Steinen oder anderen Gegenständen zu bewerfen.<sup>15</sup><a title="Link zum Jahresbericht 2007 von amnesty international über Kuba" href="http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/c1070c04ee5add56c12567df002695be/a86d84b9ee8a03c9c12572ff00497753?OpenDocument" target="_blank"></a></p></blockquote>
<p>Ganz ähnlich liest sich der Human Rights Watch World Report 2007:</p>
<blockquote><p>Cuba remains the one country in Latin America that represses nearly all forms of political dissent. [...] the Cuban government continues to enforce political conformity using criminal prosecutions, long- and short-term detentions, mob harassment, police warnings, surveillance, house arrests, travel restrictions, and politically-motivated dismissals from employment. The end result is that Cubans are systematically denied basic rights to free expression, association, assembly, privacy, movement, and due process of law. [...] The Cuban government forbids the country&#8217;s citizens from leaving or returning to Cuba without first obtaining official permission, which is often denied. Unauthorized travel can result in criminal prosecution. [...] The government also frequently bars citizens engaged in authorized travel from taking their children with them overseas, essentially holding the children hostage to guarantee the parents’ return. Given the widespread fear of forced family separation, these travel restrictions provide the Cuban government with a powerful tool for punishing defectors and silencing critics. [...] The Cuban government maintains a media monopoly on the island, ensuring that freedom of expression is virtually non-existent. Although a small number of independent journalists manage to write articles for foreign websites or publish underground newsletters, the risks associated with these activities are considerable. According to Reporters Without Borders, there are currently 23 journalists serving prison terms in Cuba, most of them charged with threatening &#8220;the national independence and economy of Cuba.&#8221; This makes the country second only to China for the number of journalists in prison.<sup>16</sup></p></blockquote>
<p>Auf der Seite des Auswärtigen Amtes liest man zudem folgendes:</p>
<blockquote><p>Individuelle Bürgerrechte und Grundfreiheiten werden den Kubanern nach wie vor weitgehend verwehrt. Der Papst-Besuch 1998 brachte einige Verbesserungen für die Kirche, u.a. Zulassung öffentlicher Prozessionen, jedoch nicht den von manchen erwarteten dauerhaften Lockerungsprozess. [...] Nach unabhängigen Quellen ist Kuba im weltweiten Vergleich eines der Länder mit dem höchsten Anteil politischer Gefangener pro Kopf der Bevölkerung und mit dem höchsten Anteil der Bevölkerung im Strafvollzug.<sup>17</sup></p></blockquote>
<p>Wer verrät hier also wen? Fünf Sportler Kuba oder doch vielmehr Kuba grundlegende Menschenrechte? Man stelle sich nur vor, der „jungen Welt&#8221; würde aufgrund ihrer politischen Einstellung der Zugang zum Internet verwehrt! Da wäre das Gezeter aber groß. Dann würde man die „BRD&#8221;  lauthals als Unrechtssystem beschimpfen. Tut man das nicht schon? Man stelle sich des weiteren vor, ein Redakteur der „jungen Welt&#8221; könnte nicht reisen, wie es ihm beliebt! Man stelle sich zudem vor, ein Mitarbeiter der „jungen Welt&#8221; könnte nicht an Demonstrationen teilnehmen! Man stelle sich vor, die „junge Welt&#8221; erhielte gar keine Erlaubnis, zu erscheinen! Man stelle sich vor, Mitarbeiter der „jungen Welt&#8221; würden ohne Anklage oder Prozess inhaftiert, nur ihrer Meinung wegen! Man stelle sich vor, Mitarbeiter der „jungen Welt&#8221; würden von einem Mob regierungstreuer Bürger öffentlich beleidigt und bedroht, ihr Haus mit Steinen beworfen! Man stelle sich vor, Mitarbeiter der „jungen Welt&#8221; würden unter Hausarrest gestellt, weil ihre Meinung von der offiziellen Regierungsmeinung abweicht!</p>
<p>Nein, so weit denkt man bei der „jungen Welt&#8221; wohl eher nicht. All diese Bedenken lassen sich im Milieu der „jungen Welt&#8221; sicher mit einem „Hasta la victoria siempre&#8221; abtun. Aus Sicht der „jungen Welt&#8221; sind die in Kuba praktizierten Repressalien gegen Andersdenkende und die Vorenthaltung von grundlegenden Freiheitsrechten wahrscheinlich gar nichts gegen die Tatsache, dass die „junge Welt&#8221; unter Beobachtung des Verfassungsschutzes des Bundes steht. Da steht der wahre Feind. Die Imperialisten beobachten die „junge Welt&#8221;! Das wiegt wohl viel schwerer als all die Menschenrechtsverletzungen in Kuba. Die Motive der Kommunisten für den Griff zur Waffe und für die Beschneidung von Rechten sind wahrscheinlich immer hehrer Natur, während die Kriege der Imperialisten und deren Rechtebeschneidung immer von Grund auf böse und unredlich sind. Während die imperialistischen Rädelsführer die „junge Welt&#8221; „beobachten&#8221; lassen, werden in Kuba Journalisten eingeschüchtert, inhaftiert, bedroht, öffentlich gedemütigt sowie tätlich angegriffen, und es wird ihnen der Zugang zum Internet verwehrt.</p>
<p>Im Fall Kuba kann hinsichtlich der dortigen Menschenrechtsverletzungen allerdings nicht einmal das ansonsten bei Revolutionsromantikern sehr beliebte Argument herhalten, dass es sich dabei um „Kinderkrankheiten&#8221; handele, die im Zuge der Überwindung des Kapitalismus zwangsläufig einträten, beim Erreichen der idealen Gesellschaftsform aber verschwänden. Fast fünfzig Jahre nach der Revolution, kann man doch nicht mehr von Kinderkrankheiten sprechen!? Nun gut, man sollte wahrscheinlich nicht ein Menschenleben zum Maßstab nehmen. Vielleicht dauert die Kindheit einer gesellschaftlichen Entwicklung ja nicht zehn, sondern 100 Jahre, womöglich noch länger? Darf Kuba dann etwa noch weitere fünfzig Jahre Menschenrechte verletzen, bis die dortige gesellschaftliche Entwicklung endlich die Adoleszenz erreicht?</p>
<p>Da sitzen also die Mitarbeiter der „jungen Welt&#8221; in der Torstraße 6 in Berlin Mitte, genießen so ziemlich alle Freiheiten dieser Welt und beleidigen fünf Kubaner als Verräter, weil diese sich erlaubten, von einer selbstverständlichen Freiheit Gebrauch zu machen, die ihnen in ihrem Heimatland, neben vielen anderen Freiheiten vorenthalten wird. Da erinnert die „junge Welt&#8221; doch sehr an die Zeiten, als sie noch „Zentralorgan der Freien Deutschen Jugend&#8221; war und mit einer Auflage von ca. anderthalb Millionen Exemplaren die Bevölkerung des Arbeiter- und Bauernstaates indoktrinierte. Angesichts solch politischer Borniertheit kann man sehr gut nachvollziehen, dass sich 1997 mit der „Jungle World&#8221; eine undogmatische und unorthodoxe linke Tageszeitung von der „jungen Welt&#8221; abspaltete. Es war wahrscheinlich auf Dauer schwer erträglich, mit sturen Nostalgikern zusammen zu arbeiten, die Staaten huldigen, welche Grundrechte mit Füßen treten aber z.B. die USA verteufeln, wenn diese Grundrechte missachten. Menschen, die pragmatisch denken und sich nicht in exklusivistischer Weise von einer einzigen Ideologie vereinnahmen lassen, sind auf Dauer eben nicht kompatibel, mit Menschen, die z.B. allein im Marxismus ihr Heil suchen.</p>
<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/junge-welt-anzeige-kuba-gross.jpg" rel="lightbox[945]"><img class="alignleft size-full wp-image-1470" title="Anzeige aus der »jungen Welt« vom 13. März 2008, S. 7." src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/junge-welt-anzeige-kuba-klein.jpg" alt="" width="314" height="124" /></a>Soweit zum redaktionellen Teil der „jungen Welt&#8221;. Am Vortag fand sich auf Seite 7 eine Anzeige, in der zur Solidarität mit Kuba aufgerufen wurde, unterzeichnet von Frank Schwitalla vom „Netzwerk Cuba &#8211; Informationsbüro e.V.&#8221;. Darin wird zur Bildung einer Menschenkette um das Gelände der Botschaft der Republik Cuba in Berlin am 18. März 2008 aufgerufen. Der Anlass dazu war offensichtlich die Ankündigung des Vereins »Kuba – Demokratische Zukunft«, am gleichen Tag vor der Botschaft eine Demonstration „für eine friedliche Wende und für eine bessere Zukunft Cubas&#8221; und für die Freilassung politischer Gefangener abhalten zu wollen.</p>
<p>Für das „Netzwerk Cuba&#8221; ist die Sache klar. Zunächst einmal handelt es sich seiner Auffassung zufolge nur um „sogenannte&#8221; politische Gefangene. Die Implikation soll wahrscheinlich sein, dass die kubanische Regierung hier ganz gewöhnliche Verbrecher inhaftierte &#8211; wenn schon nicht Diebe, Mörder, Vergewaltiger, dann aber doch bestimmt Agenten, die aus imperialistischen, also niederen Motiven handelten und daher völlig zu Recht im Gefängnis sitzen. Außerdem ist für das „Netzwerk Cuba&#8221; klar, dass es sich bei den Demonstranten um „Contras&#8221; also Konterrevolutionäre handele. Der Begriff „Contras&#8221; bezeichnet eigentlich von den USA z.T. über Einnahmen aus geheimen Waffenverkäufen<sup>18</sup> und Drogenhandel finanzierte Guerilla-Kämpfer, die in den achtziger Jahren hauptsächlich von Honduras aus gegen die nikaraguanischen Sandinisten operierten, aber er lässt sich offenbar wunderbar auf alles als schlecht und imperialistisch Empfundene anwenden. Doch beim Begriff „Contras&#8221; allein belässt man es nicht. Man disqualifiziert die Demonstranten als „Handlanger des US-Staatsterrorismus&#8221;, die nichts anderes im Sinne hätten als den „Sturz der cubanischen Regierung und der sozialistischen Gesellschaftsordnung!&#8221;. Aus diesem Grund also rief das Netzwerk Cuba dazu auf, „Cubas Unabhängigkeit und Souveränität&#8221; sowie „den mehrheitlichen Willen des cubanischen Volkes auf [sic!] einen eigenständigen sozialistischen Entwicklungsweg&#8221; zu verteidigen. Am Ende steht der Ausruf: „Den Contras keine Chance! Cuba ist nicht allein!&#8221;</p>
<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/junge-welt-demo-gross.jpg" rel="lightbox[945]"><img class="alignleft size-full wp-image-1473" title="screen capture von der Website der »jungen Welt« vom 31.03.2008: http://www.jungewelt.de/2008/03-18/005.php" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/junge-welt-demo-klein.jpg" alt="" width="314" height="137" /></a>Damit wieder zurück zum redaktionellen Teil. Am 18. März 2008 druckte die „junge Welt&#8221; auf Seite 4 einen kleinen Artikel zu diesen beiden Demonstrationen ab, der sich fast wie ein Veranstaltungshinweis liest, da am Ende „9 Uhr, Stavangerstraße 20, 10439 Berlin&#8221; steht. Gut, dieser Veranstaltungshinweis taugt wahrscheinlich nur noch für Kurzentschlossene sowie für Personen, die nicht der werktätigen Bevölkerung angehören &#8211; ist man geneigt anzunehmen. Aber, wenn es gilt, gegen Konterrevolutionäre vorzugehen, lässt der typische „junge Welt&#8221;-Leser wahrscheinlich alles stehen und liegen. Denn alle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will &#8230;</p>
<p>Fazit: Man kann getrost wieder ein Jahr mit der Lektüre der „jungen Welt&#8221; aussetzen. Sie liest sich heute noch wie vor 20 Jahren und wird sich wohl auch nächstes Jahr genauso lesen. Internationalismus wird gepredigt, aber in Wirklichkeit ist man wahrscheinlich dafür, die Menschen in ihren jeweiligen Ländern einzusperren, zu bevormunden, zu kontrollieren, zu bespitzeln. Dagegen scheint man jedenfalls nicht zu sein. Was will man auch anderes von einem Blatt erwarten,  das von der Presse des Klassenfeindes, der Springer-Publikation „Welt online&#8221; nämlich, als „Sammelbecken für Stasi-Kader&#8221;<sup>19</sup> eingestuft wird, weil z.B. dessen Chefredakteur Arnold Schölzel laut <a title="Link zum ,Welt online'-Artikel ,Die schöne junge Welt der Stasiveteranen'" href="http://www.welt.de/politik/article787242/Die_schoene_junge_Welt_der_Stasiveteranen.html" target="_blank">„Welt online&#8221;</a> inoffizieller Mitarbeiter der Staatssicherheit gewesen sei und über Jahre hinweg als IM    „André Holzer“ eine studentische Oppositionsgruppe an der Humboldt-Universität bespitzelt habe, der er zu diesem Zweck beigetreten sei? Auch der Ressortleiter Innenpolitik der „jungen Welt&#8221;, Peter Wolter, habe der Stasi als Westjournalist Informationen zugetragen und sei deswegen zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Rainer Rupp, Kommentator im Bereich Außenpolitik, habe unter dem Decknamen „Topas&#8221; als einer der Topspione der DDR in der Bundesrepublik gewirkt. Der aus Saarlouis gebürtige Rupp wurde 1994 wegen schweren Landesverrats zu einer zwölfjährigen Haftstrafe verurteilt, von der er sieben Jahre absaß<sup>20</sup>. Solche Personen werden im Milieu der „jungen Welt&#8221; höchstwahrscheinlich als Märtyrer angesehen.</p>
<p>Also dann bis nächstes Jahr!</p>
<p>© Stefan Fix, 2008</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_945" class="footnote">Eigenangabe auf der Internetpräsenz des Blattes</li><li id="footnote_1_945" class="footnote">Traueranzeige für Slobodan Milosevic aus: junge Welt (18./19. März 2006) </li><li id="footnote_2_945" class="footnote">bundesweit bekannt geworden als Trainer der irakischen Nationalmannschaft von 2002 bis 2004</li><li id="footnote_3_945" class="footnote">Transkription von weißruss. Беларусь</li><li id="footnote_4_945" class="footnote">Man könnte das zu seinen Gunsten auch einfach als Versuch der Anbiederung an das jugendliche Zielpublikum auslegen. Schließlich geht es in dem Interview um den Schülerwettbewerb „lyrix&#8221;. Der Versuch, Jugendsprache zu verwenden, geht ja bei so manch älterem Semester gerne mal nach hinten los. Aber gut, die „junge Welt&#8221; will es nicht zu Müchlers Gunsten auslegen, was ihr gutes Recht ist.</li><li id="footnote_5_945" class="footnote">Für Nicht-Sachsen sind diese beiden Spielarten des Sächsischen nur schwer zu unterscheiden.</li><li id="footnote_6_945" class="footnote">Klemperer, Victor: So sitze ich denn zwischen allen Stühlen. Eintrag vom 25.06.1945. Band 1: Tagebücher 1945 &#8211; 1949, S.24.</li><li id="footnote_7_945" class="footnote">Ebd. Eintrag vom 12.10.1945, S.126.</li><li id="footnote_8_945" class="footnote">Ebd. Eintrag vom 26.10.1945, S.133.</li><li id="footnote_9_945" class="footnote">Ebd., Eintrag vom 15.10.1945, S.127.</li><li id="footnote_10_945" class="footnote">Klemperer, Victor: So sitze ich denn zwischen allen Stühlen. Eintrag vom 14.02.1958. Band 2: Tagebücher 1950-1959, S.673.</li><li id="footnote_11_945" class="footnote">Ebd., Eintrag vom 24.10.1958, S.723.</li><li id="footnote_12_945" class="footnote">Loriot: Das Frühstücksei. Gesammelte dramatische Geschichten mit Doktor Klöbner und Herrn Müller-Lüdenscheidt, Herrn und Frau Hoppenstedt, Erwin Lindemann u.v.a. Zürich, 2003, S. 269.</li><li id="footnote_13_945" class="footnote">Duden &#8211; Deutsches Universalwörterbuch. 4., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Mannheim, 2001.</li><li id="footnote_14_945" class="footnote">Quelle: <a title="Link zu amnesty international Jahresbericht 2007 Kuba" href="http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/c1070c04ee5add56c12567df002695be/a86d84b9ee8a03c9c12572ff00497753?OpenDocument" target="_blank">amnesty international Jahresbericht 2007 Kuba</a></li><li id="footnote_15_945" class="footnote">Quelle: <a title="Human Rights Watch World Report 2007 Cuba" href="http://hrw.org/englishwr2k7/docs/2007/01/11/cuba14886.htm" target="_blank">Human Rights Watch World Report 2007 Cuba</a></li><li id="footnote_16_945" class="footnote">Quelle: <a title="Einschätzung des Auswärtigen Amts zur innenpolitischen Lage Kubas" href="http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/Kuba/Innenpolitik.html" target="_blank">Einschätzung des Auswärtigen Amts zur innenpolitischen Lage Kubas</a></li><li id="footnote_17_945" class="footnote">Iran-Contra-Affäre</li><li id="footnote_18_945" class="footnote">Jana Hensel: Die schöne junge Welt der Stasiveteranen, Artikel vom 31.03.2007</li><li id="footnote_19_945" class="footnote">einschließlich der Zeit in der Untersuchungshaft</li></ol>
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		<pubDate>Tue, 26 Feb 2008 17:44:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
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<p><span class="initial">D</span>a diese Seite auf Dauer zu schade ist, um sie mit Berichten über das NDR-Magazin Zapp und dessen mitunter verquast anmutende Berichterstattung im „Fall&#8221; Senait Mehari zu verstopfen und hier stattdessen lieber wieder von Erquicklicherem die Rede sein soll, wurde nun ein Quellenblog ins Netz gestellt, das sich allein dem Thema „Kindersoldaten in Eritrea&#8221; widmet:</p>
<p style="text-align: center;"><a title="Link zum Quellen-Blog" href="http://textquellenzueritrea.wordpress.com/">http://textquellenzueritrea.wordpress.com/</a></p>
<p>Dort kann sich auch die letzte Zapp-Mitarbeiterin und der letzte „Zeitzeuge&#8221; von der Tatsache überzeugen, dass es Kindersoldaten in Eritrea gab. Belegt wird dies nicht etwa von dubiosen und sinistren Gestalten oder etwa von „Kommerz-Medien&#8221;<sup>1</sup> und schon gar nicht von auf ihr Image bedachten, sich der modernen Mediengesellschaft bedienenden Hilfsorganisationen<sup>2</sup>, sondern vor allem von einem Freund des von Julia Salden als Experte herangezogenen Günter Schröder, dem Wissenschaftler Hartmut Quehl nämlich.</p>
<p>Warum nun wurde dieses Quellenblog ins Netz gestellt, wo doch der Journalist für Popmusik, Peter Disch, der die ganze Debatte um Mehari losgetreten hat, niemals in Abrede gestellt habe, dass es Kindersoldaten in Eritrea gab? Das wird eigentlich in der Rubrik „Anliegen&#8221; des oben verlinkten Quellenblogs klipp und klar dargelegt, allerdings erst nach mehreren Absätzen, so dass man sich erst bis dahin durchkämpfen muss. Deshalb die Erklärung hier noch einmal an früherer Stelle und lesefreundlich gegliedert.</p>
<p>Die Quellen, welche die generelle Existenz von Kindersoldaten in Eritrea belegen, wurden aus folgenden Gründen online gestellt:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>1.</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">weil das <a title="Link zur Zapp-Sendung vom 14.02.2008" href="http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4599014_REF2488,00.html" target="_blank">TV-Magazin Zapp am 14.02.2008</a> Abraham Mehreteab, den Sprecher der Mehari-Kritiker, zeigte, wie er vor dem Berlinale-Palast laut und deutlich skandierte:<strong> </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>„Es gibt keine sogenannten Kindersoldaten in Eritrea.&#8221;</strong><sup>3</sup></p>
<p style="padding-left: 30px;">Das ist deshalb von Belang, weil sowohl Julia Salden als auch Peter Disch regelmäßig Abraham Mehreteab als Zeugen für ihre reine Detailkritik an Meharis Darstellung eines einzigen Lagers in Eritrea heranziehen. Wieso ruft der Zeuge dann aber nicht: „Es gab keine sogenannten Kindersoldaten an der Tsebah-Schule.&#8221;, wenn es doch nur um diese eine Schule gehe?</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>2.</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">weil Julia Salden zudem diese falsche, ganz und gar generalisierende Aussage eines ihrer Zeugen nicht kommentierte, geschweige denn, dass sie sich etwa davon distanzierte.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>3.</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">weil Julia Salden vielmehr nahtlos ihre eigene Aussage daran anschloss:<strong> </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>„Im Film gibt es Kindersoldaten in Eritrea. Er spielt Anfang der achtziger Jahre. Die zehnjährige Awet kommt zu den eritreischen Rebellen. Dort wird sie zu einer Soldatin ausgebildet. Ein Spielfilm &#8211; eigentlich fiktional, aber die Produzenten behaupten [...]: Wir sind ganz nah an der Wahrheit. Das ist eine wahre Geschichte.’”</strong><sup>4</sup></p>
<p style="padding-left: 30px;">Durch diese Art des Zusammenschneidens der unwidersprochen gelassenen, falschen Behauptung eines ihrer Zeugen mit ihrer eigenen Aussage insinuiert Salden, dass es keine Kindersoldaten in Eritrea gegeben habe und verlagert die Debatte höchstselbst auf die allgemeine Ebene, um die es ihr &#8211; wie Peter Disch ihr beständig sekundiert &#8211; angeblich nicht gehe.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>4.</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">weil Julia Salden in ebendiesem Beitrag an späterer Stelle Folgendes sagte:</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>„Trotzdem erinnert der Film stark an die Buchvorlage. Kinder erhalten Waffen, lernen schießen und töten. […] Hat es das in Eritrea wirklich gegeben?&#8221;</strong><sup>5</sup></p>
<p style="padding-left: 30px;">Wieso stellt Julia Salden diese Frage, wenn sie &#8211; laut Peter Disch &#8211; die Existenz von Kindersoldaten in Eritrea überhaupt nicht leugne? Wenn es Julia Salden zudem doch gar nicht um Eritrea, sondern nur um eine Schule gehe, warum fragt sie dann nicht: „Hat es das an der Tsebah-Schule wirklich gegeben?&#8221; Diese Frage stellt Julia Salden womöglich deshalb nicht, weil es in dem Film überhaupt nicht um die Tsebah-Schule geht.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>5.</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">weil Julia Salden im Kontext von Kindersoldaten in Eritrea von „angeblich historische[n] Wahrheiten&#8221;<sup>6</sup> sprach.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>6.</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">weil die von Zapp und Disch immer herangezogenen „Zeitzeugen&#8221; auf ihrer <a title="Link zu http://tsebah.com/" href="http://tsebah.com/" target="_blank">Homepage</a> eine „Grußbotschaft&#8221; veröffentlichten<sup>7</sup>, in der expressis verbis generell die Existenz von Kindersoldaten in Eritrea in Gegenwart und Vergangenheit in Abrede gestellt wird:<strong> </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>„In Eritrea gab es nie Kindersoldaten, bis heute gibt es das nicht.&#8221;</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Aufgrund der Tatsache, dass diese Botschaft unkommentiert und ohne jegliche Distanzierung veröffentlicht wurde, muss davon ausgegangen werden, dass die als „GbR Zeitzeugen Tsebah-Schule&#8221; firmierenden „Zeitzeugen&#8221; die in der „Grußbotschaft&#8221; geäußerte Auffassung, derzufolge es nie Kindersoldaten in Eritrea gegeben habe, in vollem Umfang teilen.</p>
<p style="padding-left: 30px;">In dieser „Grußbotschaft&#8221; ist überdies an keiner einzigen Stelle von der „Tsebah-Schule&#8221; die Rede, um die es doch dem Vernehmen nach ausschließlich gehe. Im Gegenteil, die Urheberin dieser Botschaft äußert vielmehr gleich zu Beginn, dass sie <strong>nicht ermessen könne, was an Meharis Geschichte wahr sei</strong>. Stattdessen negiert sie aber pauschal die Existenz von Kindersoldaten in Eritrea. Diese Solidaritätsadresse wird nun von den „Zeitzeugen&#8221; ohne jeglichen Kommentar online gestellt. Tanzen da die „Zeitzeugen&#8221; etwa aus der Reihe?</p>
<p style="padding-left: 30px;">Dischs Aussage zufolge gehe es ihm im Grunde genommen nur um Almaz Yohannes, die sich in Meharis Buch diffamiert fühle und darum, dass die „Tsebah-Schule&#8221; eine reine Schule gewesen sei, ohne militärischen Charakter. Worum aber geht es den „Zeitzeugen&#8221;, mit denen sich Disch umgibt? Offenbar in starkem Maß um Eritrea im Allgemeinen. Diese allgemeine Diskussion bemängelt Disch aber nur bei seinen Kritikern, nicht bei seinen Zeugen. Hätte es zudem eine Person wie die Urheberin der „Grußbotschaft&#8221; gewagt, sich zugunsten von Mehari zu äußern, bei gleichzeitigem Eingeständis, dass sie nicht ermessen könne, was an Meharis Geschichte wahr sei, hätte Herr Disch ihr längst einen belehrenden Eintrag in seinem Feuerherz-Organ gewidmet, wo er der Person nach Strich und Faden auseinandergesetzt hätte, dass sie nur „ventiliere&#8221;, „in Augenschein&#8221; nehme und auf allgemeiner Ebene diskutiere, kurzum: in der Diskussion gar nichts verloren habe und es gar nicht wert sei, dass man überhaupt auf sie eingehe.</p>
<p>Diese sich wesentlich widersprechenden Aussagen von Peter Disch, Julia Salden und Abraham Mehreteab hinsichtlich der Existenz von Kindersoldaten in Eritrea waren also der Anlass, die Quellen online zu stellen.</p>
<p>An dieser Stelle darf noch einmal der stellvertretende Leiter der Programmgruppe Ausland des Westdeutschen Rundfunks, Arnd Henze, zitiert werden, auch wenn Herr Disch bemängelt, dass dessen Kritik bereits ein Jahr alt sei. Doch inzwischen hat Disch sich das wieder anders überlegt und seine Mitmenschen informiert, dass es keine Rolle spiele, wie alt ein Text sei, sondern dass es auf die Qualität des Textes ankomme. Angesichts solcher Weisheit, bleibt einem schier der Mund offen stehen. Wie auch immer, dass Herr Henze mittlerweile anderer Ansicht sei, war bislang noch nicht zu lesen.<sup>8</sup> Außerdem hat seine Kritik weder an Aktualität noch an Relevanz oder Signifikanz eingebüßt:</p>
<blockquote><p>Geht es darum, das Selbstbild vom legitimen Befreiungskampf nicht durch das Eingeständnis völkerrechtswidriger Kriegsmethoden zu relativieren [...] Hat sich Zapp möglicherweise für einen zynischen Geschichts-Revisionismus einspannen lassen?<sup>9</sup></p></blockquote>
<p><span id="more-934"></span><br />
Peter Disch indes beliebt, abermals zu unterstellen, dass einzelne seiner Kritiker die vollkommen auf die von Senait Mehari veröffentlichte Darstellung der Zustände in einem einzigen Lager bezogene Detailkritik in eine allgemeine Diskussion über Kindersoldaten ummünzen wollten. Solange aber das aus Disch, Salden und Mehretaab bestehende Triumvirat nicht in der Lage ist, die von Disch vertretene Position einheitlich und klar verständlich zu kommunizieren, sondern &#8211; wie oben gesehen &#8211; selbst Argumentationsebenen munter vermischt, sollte sich die Verwunderung darüber, dass man auf diese widersprüchlichen Äußerungen eingeht, eigentlich in Grenzen halten.</p>
<p>Ihre Kritiker, Herr Disch, erlauben sich also deshalb, auch auf allgemeiner Ebene zu diskutieren, weil Ihre Mitstreiter die Diskussion selbst dorthin verlegt haben. Da Abraham Mehreteab und Julia Salden, anders als Sie, Günter Schröder, Hartmut Quehl und der Äthiopist Wolbert G.C. Smidt, diesen allgemeinen Fakt der Existenz von Kindersoldaten in Eritrea eben alles andere als deutlich bestätigen, sondern z.T. sogar ganz eindeutig leugnen, müssen Sie es wohl oder übel erdulden, wenn man sich dazu äußert, auch wenn das alles womöglich unter Ihrem Niveau ist. Sie müssen einfach damit leben, dass Ihre Leser und mithin auch Kritiker nicht allesamt in der komfortablen Situation sind, solche Meister der in Rede stehenden Materie zu sein, wie offenbar Sie.</p>
<p>Voller Ungeduld und mit brennendem Interesse wartet eine Vielzahl von Menschen seit über einem Jahr auf überzeugende Fakten für die These, die Sie so vehement vertreten, Herr Disch. Offenbar sind viele Menschen noch nicht dem Charme und der Stichhaltigkeit Ihrer Argumente restlos erlegen. Wir warten neugierig darauf, dass Sie über das Buch „Feuerherz&#8221; von Senait Mehari endlich relevante Neuigkeiten mitteilen. Denn bislang hatten Sie nicht gerade mit einer erdrückenden Menge an neuen, relevanten Informationen aufzuwarten.</p>
<p>Sie haben diese Debatte losgetreten, Herr Disch. Sie bezichtigen Mehari der Lüge. Dass Mehari lügt, müssen also Sie beweisen. Ihre Kritiker müssen eigentlich nicht Meharis Unschuld beweisen. Anstatt also den von Ihnen dem Anschein nach z.T. als unwürdig empfundenen Kritikern handwerkliche und andere Fehler nachzuweisen, überzeugen Sie uns renitente, offensichtlich überaus lästige Zweifler doch einfach. Sie haben ja offenbar das nötige Rüstzeug, die Recherchefähigkeit und die Sachlichkeit, die dazu vonnöten sind. Sie sind allem Anschein nach so von Ihrer These überzeugt und durchdrungen, dass es doch ein Leichtes sein sollte, auch die letzten Zweifler zu überzeugen. Alle Augen sind nun auf Sie gerichtet. Sprechen Sie konkret über das Buch, und räumen Sie die Zweifel an Ihrer These aus.</p>
<p>Solange Sie aber Mehari nicht eindeutig der Lüge überführen, müssen Sie wohl oder übel damit leben, dass es Menschen gibt, die sowohl Meharis Version als auch diejenige, der Sie den Vorzug geben, für gleichrangig erachten.</p>
<p>Nachdem die Kritiker Ihnen also nun die allgemeine und persönliche Ebene aufgezwungen haben, die so gar nicht Ihr Stil sei, Sie jedoch diese Kritikaster in ihre jeweiligen Schranken zu weisen vermochten, können Sie sich ja nun endlich wieder allein dem Buch und Ihrer rein sachlichen Detailkritik daran widmen und uns letztlich doch überzeugen.</p>
<p>Ansonsten könnten böse Zungen noch behaupten, die Debatte sei nur deshalb wieder angefacht worden, weil die Filmpremiere bevorstand und nicht etwa deswegen, weil Salden und Disch irgendwelche neuen Fakten aufgespürt hätten. <span style="color: #fffacd;">Zapp, NDR, Medienmagazin, Julia Salden, Peter Disch, Kuno Haberbusch, Senait Mehari, Feuerherz, Eritrea, Kindersoldaten, child soldier, ELF, EPLF, Abraham Mehretaab, Tsebah, Droemer, Knaur, Arnd Henze, Günter Schröder</span><br />
© Stefan Fix, 2008</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_934" class="footnote">Diktion der „Zeitzeugen&#8221; auf ihrer <a title="Link zur Homepage der »Zeitzeugen«" href="http://tsebah.com/" target="_blank">Homepage</a></li><li id="footnote_1_934" class="footnote">Vgl. Peter Disch, Journalist für Popmusik, Eintrag  in seinem „Feuerherzblog&#8221; vom 21.02.2008</li><li id="footnote_2_934" class="footnote">Den Beitrag kann man sich auf der <a href="http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_video/0,,OID4599014_VID4598406,00.html" target="_blank">Homepage von Zapp</a> anschauen. Der zitierte Satz wird in den Sekunden 18-21 geäußert.</li><li id="footnote_3_934" class="footnote"><a title="Link zur Zapp-Sendung vom 20.02.2008" href="http://www3.ndr.de/ndrtv_pages_std/0,3147,OID4599014_REF2488,00.html" target="_blank">Zapp-Sendung vom 20.02.2008</a></li><li id="footnote_4_934" class="footnote">ebd.</li><li id="footnote_5_934" class="footnote">ebd.</li><li id="footnote_6_934" class="footnote">Das letzte Mal war auf dieser Seite von einer „Grußbotschaft&#8221; die Rede, als darüber berichtet wurde, wie der Vorsitzende der KPD, Genosse Wolfgang Fittinger, den Generalsekretär der Partei der Arbeit Koreas, Kim Jong Il, zu seiner Atombombe beglückwünschte und sich mit kommunistischem Gruß verabschiedete. Dies möge als kleiner Hinweis darauf dienen, in welchem politischen Milieu Grußbotschaften und Solidaritätsadressen bevorzugt ausgetauscht werden. Das Zentralorgan der SED „Neues Deutschland&#8221; war zu tiefsten DDR-Zeiten voll mit solcherlei Botschaften.</li><li id="footnote_7_934" class="footnote">Wäre das der Fall, hätte Zapp doch keine Sekunde gezögert und die neue, anderslautende Stellungnahme längst prominent auf seiner Website platziert. Als Teaser würde dann dort in schönster Zapp-Diktion stehen: „Rückzieher: Kritiker hat Einsehen!&#8221;</li><li id="footnote_8_934" class="footnote"><a title="Link zum Schreiben von Arnd Henze auf der Internetseite von Zapp" href="http://www3.ndr.de/container/ndr_style_file_default/0,2300,OID3713802,00.pdf" target="_blank">Arnd Henze in einem Schreiben an Zapp vom 20.02.2007</a></li></ol>
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		<title>Parallelwelten VII &#8211; Suche Skinhead zum Plaudern</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Dec 2006 20:24:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Parallelwelten]]></category>

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		<description><![CDATA[Von 14 Inserenten sitzen drei im Knast &#8211; ein interessanter Schnitt für die Rubrik „Er sucht sie&#8221;, wahrscheinlich unübertroffen. Ticken Nazi-Frauen anders, abgesehen davon, dass sie sowie nicht richtig ticken? Stehen sie auf so etwas? Natürlich handelt es sich bei Mike, Frank und dem naturverbundenen Germanen nicht um Kriminelle, sondern um politische Häftlinge, ach was: [...]]]></description>
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<p><a title="kopie-von-stellengesuche-3.jpg" rel="lightbox[Suche Skinhead zum Plaudern]" href="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/stellengesuche-3.jpg"><img id="image858" src="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/kopie-von-stellengesuche-3.jpg" alt="kopie-von-stellengesuche-3.jpg" /></a></p>
<p><a title="kopie-von-er-sucht-sie.jpg" rel="lightbox[Suche Skinhead zum Plaudern]" href="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/er-sucht-sie.jpg"><img id="image860" src="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/kopie-von-er-sucht-sie.jpg" alt="kopie-von-er-sucht-sie.jpg" /></a></p>
<p><a title="kopie-von-er-sucht-sie-2.jpg" rel="lightbox[Suche Skinhead zum Plaudern]" href="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/er-sucht-sie-2.jpg"><img id="image862" src="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/kopie-von-er-sucht-sie-2.jpg" alt="kopie-von-er-sucht-sie-2.jpg" /></a></p>
<p>Von 14 Inserenten sitzen drei im Knast &#8211; ein interessanter Schnitt für die Rubrik „Er sucht sie&#8221;, wahrscheinlich unübertroffen. Ticken Nazi-Frauen anders, abgesehen davon, dass sie sowie nicht richtig ticken? Stehen sie auf so etwas? Natürlich handelt es sich bei Mike, Frank und dem naturverbundenen Germanen nicht um Kriminelle, sondern um politische Häftlinge, ach was: um Märtyrer für die nationale Sache. Der verrückte Bursche trägt also AMS 700, nicht gerade zu beneiden, handelt es sich doch hierbei um eine hydraulische Penisprothese. Diese wird offenbar bei Frauen implantiert, die zum Mann werden wollen. Hier wird sich doch nicht eine Transsexuelle auf eine Naziseite verirrt haben? Ah, AMS 700 wird auch bei Erektionsproblemen eingesetzt. Tja, das in der zweiten Anzeige geforderte „unbedingte Wollen&#8221; hilft eben nicht immer &#8230; aber es wird sich schon eine Germanin finden, die sich damit anfreunden kann &#8211; Germaninnen sind bestimmt hart im Nehmen.</p>
<p><a title="kopie-von-sie-sucht-ihn.jpg" href="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/sie-sucht-ihn.jpg" rel="lightbox[538]"><img id="image864" src="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/kopie-von-sie-sucht-ihn.jpg" alt="kopie-von-sie-sucht-ihn.jpg" /></a></p>
<p>Sämtliche Anzeigen entstammen dem Kleinanzeigenmarkt des Online-Angebots der „Deutschen Stimme&#8221; (screen captures vom 02.12.2006)</p>

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		<title>Parallelwelten VI</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Dec 2006 17:13:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Parallelwelten]]></category>

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		<description><![CDATA[Aus: KGS &#8211; Körper Geist &#38; Seele, Hamburg, Oktober 2005, S.8 Wenn man das dauerhafte Glück und die Freiheit von Leiden im Zustand des Tiefschlafs erlebt, jedoch schon zahlreiche Menschen in der Umgebung von Premananda erwacht sind, warum soll man dann das Risiko eingehen und möglicherweise 50 Euro für den Intensivtag in den Sand setzen? [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p><a title="kopie-von-peter-lustig.jpg" rel="lightbox[KGS - Körper Geist &amp; Seele, Hamburg]" href="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/peter-lustig.jpg"><img id="image843" src="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/kopie-von-peter-lustig.jpg" alt="kopie-von-peter-lustig.jpg" /></a><br />
<span style="font-style: italic">Aus: KGS &#8211; Körper Geist &amp; Seele, Hamburg, Oktober 2005, S.8</span></p>
<p>Wenn man das dauerhafte Glück und die Freiheit von Leiden im Zustand des Tiefschlafs erlebt, jedoch schon zahlreiche Menschen in der Umgebung von Premananda erwacht sind, warum soll man dann das Risiko eingehen und möglicherweise 50 Euro für den Intensivtag in den Sand setzen? Da empfiehlt sich doch der erholsame und vor allem kostenlose Tiefschlaf zu Hause.</p>
<p><a title="kopie-von-sunrise.jpg" rel="lightbox[KGS - Körper Geist &amp; Seele, Hamburg]" href="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/sunrise.jpg"><img id="image842" src="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/kopie-von-sunrise.jpg" alt="kopie-von-sunrise.jpg" /></a><br />
<em>Aus: KGS &#8211; Körper Geist &amp; Seele, Hamburg, Oktober 2005, S.21</em></p>
<p>Sananda selbst ist anwesend? Ist Sananda der Minischnauzer? Ach nein, Sananda ist Jesus! Soso, und der Erzengel Michael <span style="font-weight: bold">und</span> Metatron haben „Magnified Healing III Phase&#8221; empfangen. Wer aber ist Metatron? Jedenfalls kein Engel im herkömmlichen Sinn, sondern dem Vernehmen nach die sichtbare Manifestation Gottes. Also hat Gott „Magnified Healing III Phase&#8221; empfangen. Von wem empfängt Gott? Und hatte Gott vorher nur Version II von MH? Grenzt es nicht an Blasphemie, Gott nur als Mittelsmann darzustellen. Ist nicht vielmehr Er es, von Dem alles seinen Anfang nimmt?</p>
<p><a title="kopie-von-kuschelparty.jpg" rel="lightbox[KGS - Körper Geist &amp; Seele, Hamburg]" href="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/kuschelparty.jpg"><img id="image841" src="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/kopie-von-kuschelparty.jpg" alt="kopie-von-kuschelparty.jpg" /></a><br />
<em>Aus: KGS Körper Geist &amp; Seele, Hamburg, Oktober 2005, S.10</em></p>
<p><a title="kopie-von-kontakte.jpg" rel="lightbox[KGS - Körper Geist &amp; Seele, Hamburg]" href="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/kontakte.jpg"><img id="image846" src="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/kopie-von-kontakte.jpg" alt="kopie-von-kontakte.jpg" /></a><br />
<span class="imagelink"><em>Aus: KGS Körper Geist &amp; Seele, Hamburg, Oktober 2005, S.55</em></span></p>
<p><span><img id="image847" src="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/kontakt-2.jpg" alt="kontakt-2.jpg" /><br />
<em>Aus: KGS &#8211; Körper Geist &amp; Seele, Hamburg, Dezember 2006, S.47<br />
</em><br />
&#8230; oder äh also &#8211; Frau? Ja? Öhem &#8230; Starwars Pop Fernsehen &#8211; Schwimmbad Jens.</span></p>

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		<title>KDVR jetzt auch Atommacht</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Nov 2006 03:30:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Parallelwelten]]></category>

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		<description><![CDATA[Es stellt sich die Frage, warum sich das Satiremagazin „Eulenspiegel&#8221; jedes Jahr aufs Neue die Mühe macht, eine satirische Version von „Neues Deutschland&#8221; auf den Markt zu bringen, gibt es doch die realexistierende „Die Rote Fahne&#8221;, die öfter erscheint und pro Nummer auch noch günstiger ist. Auch hier erweist sich, wie so oft, dass Realsatire [...]]]></description>
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<p><a title="KDVR jetzt auch Atommacht - Aus: „Die Rote Fahne” (11/2006, S.8)" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/10/rote-fahne-gross.jpg" rel="lightbox[205]"><img src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/10/rote-fahne-klein.jpg" alt="KDVR jetzt auch Atommacht - Aus: „Die Rote Fahne” (11/2006, S.8)" /></a></p>
<p>Es stellt sich die Frage, warum sich das Satiremagazin „Eulenspiegel&#8221; jedes Jahr aufs Neue die Mühe macht, eine satirische Version von „Neues Deutschland&#8221; auf den Markt zu bringen, gibt es doch die realexistierende „Die Rote Fahne&#8221;, die öfter erscheint und pro Nummer auch noch günstiger ist. Auch hier erweist sich, wie so oft, dass Realsatire immer noch die beste Satire ist &#8230;</p>
<p><img src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/10/grusbotschaft-groesser.JPG" alt="Grußbotschaft - Aus: „Die Rote Fahne” (11/2006, S.6)" /><a title="Grußbotschaft - Aus: „Die Rote Fahne” (11/2006, S.6)" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/10/kim-jong-il.jpg" rel="lightbox[205]"> </a></p>
<p><a title="Aus: „Die Rote Fahne” (11/2006, S.8)" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/10/rote-fahne-schiller-gross.JPG" rel="lightbox[205]"><img src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/10/rote-fahne-schiller-klein.JPG" alt="Aus: „Die Rote Fahne” (11/2006, S.8)" /></a></p>
<p>So wie die Sozialisten in der Traueranzeige für Milosevič Bertolt Brecht für ihre Zwecke vereinnahmen (<a href="http://espritdescalier.de/blog/2006/10/04/a-propos-parallelwelten/">siehe dort</a>), so tun dies hier nun die Kommunisten mit Schillers Wallenstein in ihrem verbitterten Rückblick auf die Zeit nach dem Zusammenbruch ihres Traumstaates. Was eignet sich auch besser als die Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges, um die Zeit nach 1989 einigermaßen angemessen darzustellen? Bezeichnend ist die &#8211; immerhin kenntlich gemachte &#8211; Auslassung. Schaut man in den Prolog von Wallenstein, woher das Zitat stammt, findet sich an der Stelle der Auslassung u.a.: „Verödet sind die Städte, Magdeburg / Ist Schutt, [...].&#8221; Mal ehrlich, liebe „Die Rote Fahne&#8221;, erinnert dies nicht an die Zustände, die herrschten, als Euereins an der Macht war? Schillers Verse billig zurechtgestutzt und so hingebogen, dass sie passen. Eine Quellenangabe scheint auch zuviel verlangt. Oder wussten die Blattmacher selbst nicht, woher genau diese Zeilen stammen, weil dies auf dem Blatt vom Abreißkalender nicht dabei stand? Obwohl &#8211; <em>Wallenstein</em> war Schullektüre in der DDR &#8230;</p>
<p style="text-align: left;">Lesen Sie hier noch die Solidaritätsadresse an den Genossen Hong sowie spannende Ansichten über Israel und die Wahrheit über das MfS &#8230;</p>
<p style="text-align: left;"><span id="more-205"></span></p>
<p style="text-align: left;"><img class="alignleft size-full wp-image-201048" title="Solidaritätsadresse der Berliner Landesorganisation der KPD an den Botschafter der KDVR" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/11/genosse-hong.jpg" alt="Solidaritätsadresse der Berliner Landesorganisation der KPD an den Botschafter der KDVR" width="522" height="1045" /></p>
<p style="text-align: left;"><a title="Aus: „Die Rote Fahne” (11/2006, S.1)" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/10/israel-leuchtturm-xyz.jpg" rel="lightbox[205]"><img src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/10/israel-leuchtturm-xyz.jpg" alt="Aus: „Die Rote Fahne” (11/2006, S.1)" /></a></p>
<p style="text-align: left;"><img class="size-full wp-image-201044 alignleft" title="fuer-dumm-verkauft" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/11/fuer-dumm-verkauft.jpg" alt="fuer-dumm-verkauft" width="775" height="3226" /></p>
<p style="text-align: left;"><a title="wahrheit-ueber-mfs.jpg" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/10/wahrheit-ueber-mfs.jpg" rel="lightbox[205]"><img src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/10/wahrheit-ueber-mfs.jpg" alt="wahrheit-ueber-mfs.jpg" /></a></p>

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		<title>Parallelwelten III (Hamburg, 14.10.2006)</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Oct 2006 17:59:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Parallelwelten]]></category>
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Die Kufiya – das Palästinensertuch – kommt zwar auch noch zum Einsatz, ist aber längst nicht so aussagekräftig, da es ja immer wieder Palästinenser gibt, die mit den „Zionisten“ verhandeln. Von „Antisemitismus“ kann hierbei bestimmt nicht die Rede sein, vielmehr handelt es sich offiziell wohl um „Antizionismus“. Wenn Nazis und Subtilität nicht unvereinbar schienen, könnte man von einem subtilen Symbol sprechen. So aber kommt einem eher Perfidie in den Sinn." src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/iran-klein.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/think-tanks-gross.jpg" rel="lightbox[341]"><img class="alignnone size-full wp-image-1996039" title="think-tanks-klein" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/think-tanks-klein.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/intelligenzia-gross.jpg" rel="lightbox[341]"><img class="alignnone size-full wp-image-1996043" title="intelligenzia-klein" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/intelligenzia-klein.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/tick-trick-track-gross.jpg" rel="lightbox[341]"><img class="alignnone size-full wp-image-1996046" title="tick-trick-track-klein" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/tick-trick-track-klein.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/npd-spd-gross.jpg" rel="lightbox[341]"><img class="alignnone size-full wp-image-1996049" title="npd-spd-klein" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/npd-spd-klein.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/bulli-lwl-gross.jpg" rel="lightbox[341]"><img class="alignnone size-full wp-image-1996053" title="bulli-lwl-klein" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/bulli-lwl-klein.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/wulff-gross.jpg" rel="lightbox[341]"><img class="alignnone size-full wp-image-1996056" title="wulff-klein" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/wulff-klein.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/polizei-in-aktion-gross.jpg" rel="lightbox[341]"><img class="alignnone size-full wp-image-1996059" title="polizei-in-aktion-klein" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/polizei-in-aktion-klein.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/wasserwerfer-gross.jpg" rel="lightbox[341]"><img class="alignnone size-full wp-image-1996066" title="wasserwerfer-klein" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/wasserwerfer-klein.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/jugend-zu-uns-gross.jpg" rel="lightbox[341]"><img class="alignnone size-full wp-image-1996069" title="jugend-zu-uns-klein" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/jugend-zu-uns-klein.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/wasserwerfer-kick-down-gross.jpg" rel="lightbox[341]"><img class="alignnone size-full wp-image-1996072" title="wasserwerfer-kick-down-klein" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/wasserwerfer-kick-down-klein.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/wasserwerfer-in-aktion-gross.jpg" rel="lightbox[341]"><img class="alignnone size-full wp-image-1996076" title="wasserwerfer-in-aktion-klein" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/wasserwerfer-in-aktion-klein.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/muelltonnen-gross.jpg" rel="lightbox[341]"><img class="alignnone size-full wp-image-1996079" title="muelltonnen-klein" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/muelltonnen-klein.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/megaphon-gross.jpg" rel="lightbox[341]"><img class="alignnone size-full wp-image-1996084" title="megaphon-klein" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/megaphon-klein.jpg" alt="" width="200" height="150" /></a></p>

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		<title>Parallelwelten II &#8211; Schwerin, 17.09.2006</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Oct 2006 12:33:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Rechtsextremist Thomas Wulff „Steiner” hat schon frappierende phänotypische Ähnlichkeit mit Ernst „Teddy” Thälmann (beide Hamburger Gewächse) … während Letzterer aber in Buchenwald ermordet wurde, dürfen T.W. und seine Kameraden, dank der ihnen ach so verhassten Demokratie („Demokröten&#8221;, „Grundgeschwätz&#8221;, „Verfassungsschmutz&#8221;) öffentlich und ungehindert ihre armseligen Ungereimtheiten in die Welt posaunen &#8211; geschützt von einer Polizei, [...]]]></description>
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<p style="text-align: center;"><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/thomas-wulff-1.jpg" rel="lightbox[256]"><img class="size-full wp-image-1995706 alignnone" title="Rechtsextremist Thomas Wulff (r.) bei einer Kundgebung der NPD vor dem Schweriner Schloss, das den Landtag Mecklenburg-Vorpommerns beherbergt." src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/Thomas-Wulff-1-thumb.JPG" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2006" width="140" height="140" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/thomas-wulff-2.jpg" rel="lightbox[256]"><img class="alignnone size-full wp-image-1995599" title="Rechtsextremist Thomas Wulff (l.) bei einer Kundgebung der NPD vor dem Schweriner Schloss, das den Landtag Mecklenburg-Vorpommerns beherbergt." src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/thomas-wulff-2-thumb.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2006" width="187" height="140" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/thomas-wulff-3.jpg" rel="lightbox[256]"><img class="alignnone size-full wp-image-1995604" title="Klassischer Fall von Fehleinschätzung" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/thomas-wulff-3-thumb.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2006" width="210" height="140" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/thomas-wulff-4.jpg" rel="lightbox[256]"><img class="alignnone size-full wp-image-1995607" title="Rechtsextremist Thomas Wulff (r.) bei einer Kundgebung der NPD vor dem Schweriner Schloss, das den Landtag Mecklenburg-Vorpommerns beherbergt." src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/thomas-wulff-4-thumb.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2006" width="113" height="140" /></a></p>
<p style="text-align: center;">Der Rechtsextremist Thomas Wulff „Steiner” hat schon frappierende phänotypische Ähnlichkeit mit Ernst „Teddy” Thälmann (beide Hamburger Gewächse) … während Letzterer aber in Buchenwald ermordet wurde, dürfen T.W. und seine Kameraden, dank der ihnen ach so verhassten Demokratie („Demokröten&#8221;, „Grundgeschwätz&#8221;, „Verfassungsschmutz&#8221;) öffentlich und ungehindert ihre armseligen Ungereimtheiten in die Welt posaunen &#8211; geschützt von einer Polizei, deren Angehörige mitunter nicht wissen, wer Anne Frank war.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/kein-sex-mit-nazis.jpg" rel="lightbox[256]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1995608" title="Kein Sex mit Nazis!" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2006/10/kein-sex-mit-nazis-thumb-210x140.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2006" width="210" height="140" /></a></p>
<p style="text-align: center;">Kleiner Kontrapunkt:</p>
<p style="text-align: center;">„Kein Sex mit Nazis!”</p>

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		<title>A propos Parallelwelten</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Oct 2006 15:45:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<description><![CDATA[Was die Vereinnahmung Bertolt Brechts durch Sozialisten angeht, soll an dieser Stelle auf folgende Einschätzung Marcel Reich-Ranickis verwiesen werden: „[…] Bertolt Brechts Anhänger wollten ein Theater, das die kommunistische Gesellschaft ermöglichen sollte. Brecht hingegen wollte die kommunistische Gesellschaft, damit sie sein Theater ermögliche. Ungleich skeptischer, ungleich klüger als viele seiner Schüler und Nachfolger war er [...]]]></description>
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<p><a title="Traueranzeige für Slobodan Milosevic aus: junge Welt (18./19. März 2006)" rel="lightbox" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/slobo-gross.jpg"><img class="alignnone" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/slobo-klein.jpg" alt="Traueranzeige für Slobodan Milosevic aus: junge Welt (18./19. März 2006)" width="448" height="331" /></a></p>
<p>Was die Vereinnahmung Bertolt Brechts durch Sozialisten angeht, soll an dieser Stelle auf folgende Einschätzung Marcel Reich-Ranickis verwiesen werden:</p>
<p>„[…] Bertolt Brechts Anhänger wollten ein Theater, das die kommunistische Gesellschaft ermöglichen sollte. Brecht hingegen wollte die kommunistische Gesellschaft, damit sie sein Theater ermögliche. Ungleich skeptischer, ungleich klüger als viele seiner Schüler und Nachfolger war er sich sehr wohl darüber im Klaren, dass die Politik das Theater verderben könne, doch niemals das Theater die Politik zu verbessern imstande sei. Die von ihm gelegentlich beschworene ‚Versammlung von Weltänderern&#8217; – so stellte er sich 1943 das künftige Theaterpublikum vor – war nichts anderes, als eine Fiktion. Natürlich hat er es gewusst. Indes wollte er sich von ihr auf keinen Fall trennen. Was seine Bewunderer oft für bare Münze nahmen und auch nehmen sollten, war für ihn selber nicht mehr und nicht weniger als ein Hilfsmittel für seine literarische Produktion, als eine generelle Arbeitshypothese.<br />
Nicht deshalb bemühte sich Brecht ein Leben lang um das Theater, weil es ihm um den Klassenkampf ging. Wohl aber beschäftigte er sich immer wieder mit dem Klassenkampf, weil er ihn als Impuls und Thema für sein Werk benötigte.<br />
Nicht der Weltveränderer Brecht brauchte also das Theater und die Dichtung. Wohl aber benötigte der Theatermann, der Dichter Brecht die angestrebte Weltveränderung oder den Marxismus als ideelles Fundament und als Zielvorstellung. […]<br />
Nicht der Dichter, nicht der große Verführer hat sich überlebt, wohl aber der unermüdliche Lehrmeister, der uns den revolutionären Weg zur Erlösung führen wollte oder dies zumindest vorgab. In einem seiner großen Gedichte finden sich die viel zitierten Worte: ‚Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt?’. Doch um die eigenen Mahnungen kümmerte sich Brecht selten. Man hat schon oft darauf hingewiesen, aber man muss es dennoch wiederholen: Er, Brecht, der die Sowjetunion besungen und gepriesen und das kapitalistische Amerika verhöhnt und attackiert hat, wollte in den Jahren des Exils um keinen Preis der Welt in der Sowjetunion leben. Er zog – glücklicherweise – die Vereinigten Staaten vor. So warnte er auch vor Gesprächen über Bäume. In seinem Werk jedoch spricht er oft – wiederum glücklicherweise – eben von Bäumen und auch von Blumen, von der Anmut und der Freundlichkeit, vom Reiz des Lebens und von der Liebe.&#8221;<sup>1</sup><br />
Also, liebe Genossinnen und Genossen des sozialistischen Komitees: Ihr seid nur Handpuppen in einem Brechtschen Drama, es gibt Euch gar nicht wirklich.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_97" class="footnote">Marcel Reich-Ranicki: Texte von und über Bertolt Brecht. Erschienen 1998 bei eastwest records GmbH.</li></ol>
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