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	<title>L’esprit d’escalier &#187; Luftschutzbunker</title>
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		<title>Radio Hamburg und die Mär vom Wasserturm</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Aug 2008 21:38:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun steht „Radio Hamburg&#8221; ja nicht eben im Verdacht, einen Bildungsauftrag erfüllen zu wollen. Vielmehr dudelt es seicht und inhaltsgeizig vor sich hin. Dennoch irritiert es schon ein wenig, wenn der Privatsender ausgerechnet im Zentrum seines Reviers, der „schönsten Stadt der Welt&#8221; nämlich, wie man die Elbmetropole bei „Radio Hamburg&#8221; mit Vorliebe bezeichnet, eine nicht [...]]]></description>
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<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/wasserturm-radio-hamburg.jpg" rel="lightbox[120808]"><img class="alignleft size-full wp-image-200311" title="screen capture von der Radio-Hamburg-Homepage" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/11/wasserturm-radio-hamburg-thumbnail.jpg" alt="" width="175" height="140" /></a><span class="initial">N</span>un steht „Radio Hamburg&#8221; ja nicht eben im Verdacht, einen Bildungsauftrag erfüllen zu wollen. Vielmehr dudelt es seicht und inhaltsgeizig vor sich hin. Dennoch irritiert es schon ein wenig, wenn der Privatsender ausgerechnet im Zentrum seines Reviers, der  „schönsten Stadt der Welt&#8221; nämlich, wie man die Elbmetropole bei „Radio Hamburg&#8221; mit Vorliebe bezeichnet, eine nicht unwesentliche Wissenslücke offenbart.</p>
<p>So geschehen am dritten August dieses Jahres. In Geschäften oder bei der Sendersuche kommt man bisweilen nicht umhin, diesem Sender zu begegnen. Da der dritte August ein Sonntag war, war es also auf der Suche nach einem Sender, als der Auto-Scan innehielt und plötzlich der gute alte „Lotto King Karl&#8221; in die heimischen vier Wände hinein tönte. In gewohntem Barmbek-Ba(r)sch-Tonfall moderierte der Musiker auf durchaus nicht unsympathische Weise seine offenbar neue Sendung „Radio Hamburg rockt&#8221;, die immer sonntags von 18 bis 20 Uhr ihren Lauf nimmt.<br />
Es muss gegen 19:10 Uhr gewesen sein, als „Lotto&#8221; begann, einen Text vorzulesen, in dem auf die Happy Hour in einer Hamburger Cocktail-Bar hingewiesen wurde, denn diese Zeit ist laut Programmschema für „unsere Tipps für Ihre Freizeit&#8221; reserviert. Ob es sich hierbei um reine  Veranstaltungshinweise handelt oder womöglich um als Veranstaltungshinweise getarnte Werbung, sei dahin gestellt. Nun also O-Ton „Lotto&#8221;:</p>
<blockquote><p>Und wenn ihr euch das lieber ein bisschen gemütlich machen wollt heute Abend, dann geht am besten in die »Turm Bar«.</p></blockquote>
<p>Bis hierhin ist nichts einzuwenden. Doch jetzt folgte ein Satz, der schon fast wie eine historische Hintergrundinformation anmutet:</p>
<blockquote><p>Früher floss hier das Wasser, heute sind es Bier und Cocktails.</p></blockquote>
<p>Bevor „Lotto&#8221; nun explizit zur &#8211; sicher unbewussten &#8211; Umdeutung historischer Fakten anhub, präzisierte er noch die Vorzüge der Bar:</p>
<blockquote><p>Macht es euch auf den Rattanmöbeln zwischen Palmen gemütlich und noch bis 20:30 Uhr ist Happy Hour, das heißt, alles [sic] Cocktails gibt&#8217;s zum halben Preis wie zum Beispiel eine Strawberry Daiquiri für 3,75 Euro.</p></blockquote>
<p>Abschließend informierte „Lotto&#8221; die Hörer, wo genau die Sause steige und versorgte sie dabei zugleich mit einer Desinformation:</p>
<blockquote><p>Die Bar findet ihr im ehemaligen Wasserturm auf der Moorweide in der Rothenbaumchaussee 2.</p></blockquote>
<p>Unter dieser Adresse findet sich tatsächlich und bekanntermaßen die „Turm-Bar&#8221;. Was also ist nun das Problem? Dieses besteht darin, dass es sich bei dem Gemäuer, in welchem sich diese Bar befindet, mitnichten um einen „ehemaligen Wasserturm&#8221;, sondern vielmehr um einen einstigen Luftschutzbunker handelt &#8211; ein nicht gänzlich unbedeutender Unterschied immerhin. Wenn also darin Wasser floss, dann vielleicht in Form von Angstschweiß und Tränen, aber gewiss nicht zum Zweck der Wasserbevorratung und Wasserdruckerzeugung.<span id="more-120808"></span> Jener Bunker ist einer von elf in Hamburg errichteten Rundturmbunkern vom Typ Zombeck. Der Zombeck-Bunker in Altona wurde nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen, so dass heute noch zehn Türme dieser Art in Hamburg existieren. Der am zentralsten gelegene dieser zehn Türme, wenn nicht gar sämtlicher Hamburger Luftschutzbauten ist nun eben jener auf der Moorweide. Seine Entfernung zur Binnenalster beträgt gerade einmal 600 Meter Luftlinie, zum Bahnhof Dammtor gar nur 150 Meter. Errichtet wurde er im Jahr 1940 nach Entwürfen des Bauassesors Rudhard.<sup>1</sup> Die Zombeck-Türme waren &#8211; anders als die Bunkerhäuser &#8211; nur für einen kurzen Aufenthalt konzipiert, nämlich, um Passanten Schutz zu gewähren.  Deshalb wurden sie an besonders stark frequentierten Verkehrsknotenpunkten errichtet, so z.B. an den U- und S-Bahnhöfen Barmbek und Sternschanze, zwischen den U-, bzw. U- und S-Bahnhöfen Baumwall und Landungsbrücken, am  S- und Fernbahnhof Hasselbrook und eben auch am U-, S-, und Fernbahnhof Dammtor an der Moorweide.<br />
Im Vergleich zu den anderen Hamburger Zombeck-Bunkern ist jener auf der Moorweide aufwändiger, im Stil des nationalsozialistischen Staatsklassizismus gestaltet. So ist der Sockel bis über die Eingänge mit Werkstein verkleidet. Der Fries besteht aus Kassetten, die ebenfalls aus Werkstein gefertigt wurden und detaillierter gearbeitet sind als diejenigen anderer Türme, sofern sie überhaupt über welche verfügen. Die Lüftungsstutzen am Sockel sind als gerahmte Okkuli ausgebildet, die Beschläge der Flügeltüren des Haupteingangs sind aufwändiger gestaltet, als es ihre Funktion erfordert. Schließlich verfügte der Turm ursprünglich gar über einen Balkon, der mittlerweile demontiert wurde und von dem heute nur noch die Armierungen übrig geblieben sind.<sup>2</sup><br />
Dieser größere Gestaltungsaufwand kam nicht von ungefähr. Die Moorweide diente den Nationalsozialisten nämlich als Aufmarschplatz. Dessen eingedenk überrascht es nicht sonderlich, dass der dort befindliche Bunker auch repräsentative Zwecke zu erfüllen hatte. Der Balkon schließlich war auf jener der Moorweide zugewandten Seite angebracht und trug offenbar den Namen „Führerbalkon&#8221;.<sup>3</sup> Ob Hitler je von dort oben zu einer seiner demagogisierten und fanatisierten Gruppen von Uniformfetischisten und Rassenhassern gesprochen hat, ist dem Verfasser nicht bekannt, doch ist es durchaus vorstellbar, dass der Hamburger Gauleiter Karl Kaufmann oder ein anderer NS-Funktionär solches getan haben. Jedenfalls habe Kaufmann sich nach Luftangriffen auf Hamburg im September 1941 mit der Bitte an Hitler gewandt, die Juden deportieren lassen zu dürfen, um Wohnraum für Ausgebombte zu schaffen.<sup>4</sup><br />
Nicht lange danach, im Oktober 1941 nämlich, wurde dann mit der Umsetzung genau dieses menschenverachtenden Vorhabens in Hamburg und im gesamten Deutschen Reich sowie darüber hinaus begonnen. Der nordwestliche Bereich der Moorweide, der von der Edmund-Siemers-Allee und der Moorweidenstraße begrenzt wird, war ein Sammelpunkt für die Deportationen Hamburger Juden, wohl weil das Grindel-Viertel, welches das Zentrum des jüdischen Lebens in Hamburg war, unmittelbar an die Moorweide grenzt.<br />
Der Zombeck-Turm ließe sich zusammen mit dem ebenfalls auf der Moorweide befindlichen Mahnmal für die jüdische Deportierten als zwei korrespondierende Denkmalhälften vestehen, an denen sich Ursache und Wirkung ablesen lassen: keine Luftangriffe, ohne ein voran gegangenes unmenschliches Unrechtsregime. Die Deportationen stehen für unendliches Leid und die Absicht der gezielten Vernichtung eines ganzen Volkes und schließlich für millionenfachen Mord. Die Luftangriffe stellen eine Reaktion der Alliierten auf ein menschenverachtendes, totalitäres und brutales Regime dar, das nicht nur große Teile der eigenen Bevölkerung sondern auch derer vieler anderer Länder massakrierte und mittels einer perversen Vernichtungsindustrie massenhaft umbrachte. Auch die Luftangriffe haben menschliches Leid verursacht. Damit sollte aber nicht ein ganzes Volk ausgelöscht werden, sondern ein Volk demoralisiert werden, damit es sein Mitwirken an diesem von Fanatismus und Hass motivierten Treiben beende und sich besinne. Offenbar bewirkten die Luftangriffe aber das Gegenteil. Hier wie da war menschliches Leid die Folge, doch darf das von den Luftangriffen verursachte Leid nicht aus dem Kontext heraus gelöst werden. Genau für einen solchen Umgang mit der Geschichte bietet die Moorweide eine gute Voraussetzung.<br />
Die Geschichte der Moorweide geht freilich weiter zurück, doch war der Ausgangspunkt für diesen Exkurs ja der vermeintliche Wasserturm und mithin das Jahr 1940. Nicht nur, aber auch in diesem Kontext sollte man den Turm sehen. Es spricht nichts dagegen, dass der Turm heute als Bar genutzt wird. Im Gegenteil. Dies ist eine schöne Weise, Geschichte in die Gegenwart zu integrieren, ohne sie zu verleugnen. Wie aber soll man aus Geschichte lernen, wenn man einen ehemaligen Luftschutzbunker für einen einstigen Wasserturm hält? Wie zudem, wenn ein Radiosender diese Mär verbreitet. Vielleicht würde die eine oder andere dezente Hinweistafel dabei behilflich sein, die wahre Vergangenheit dieses Gemäuers zu vermitteln. Es muss ja nicht gleich aus jedem Turm ein Museum gemacht werden. Die Kenntnis davon, dass es sich bei einem Gebäude um einen ehemaligen Luftschutzbunker handelt, hält ja zudem offenbar kaum davon ab, dass darin Parties gefeiert werden, wie man am ehemaligen Gefechtsturm auf dem Heiligengeistfeld sehen kann.</p>
<p>Die Autoren des von der Hamburger Kulturbehörde und dem Denkmalschutzamt herausgegebenen Bandes „Bunker &#8211; Luftschutz und Luftschutzbau in Hamburg&#8221;<sup>5</sup> erachten den Erhalt des Bunkers auf der Moorweide für wichtig, denn er:</p>
<blockquote><p>„[...] vermittelt deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts mit der katastrophalen Kulmination im Nationalsozialismus &#8211; hier die Aspekte Bombenkrieg und Zerstörung. Damit stellt der Turm ein Mahnmal dar, als anschaulicher Sachzeuge unübersehbar und von großer Präsenz auf einer viel besuchten historischen Grünanlage, an viel befahrenen Straßen und einer wichtigen Bahnstrecke. Die Erhaltung des Bauwerks liegt daher wegen der historischen Bedeutung als bauliches Dokument des Dritten Reiches, der baugeschichtlichen Bedeutung als Beispiel einer für den Luftkrieg kreierten zeittypischen Bauaufgabe, der Bedeutung als authentisches Mahnmal gegen Krieg und Faschismus sowie zur Bewahrung charakteristischer, historisch aussagekräftiger Eigenheiten des Stadtbildes im öffentlichen Interesse.&#8221;<sup>6</sup></p></blockquote>
<p>Die Voraussetzung dafür, dass der Bunker diese Aufgabe als Mahnmal erfüllen kann, ist aber eben die Kenntnis davon, dass es sich um einen Bunker handelt und nicht um einen Wasserturm &#8230;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_120808" class="footnote">Schmal, Helga u. Selke, Tobias: Bunker &#8211; Luftschutz und Luftschutzbau in Hamburg. Unter Mitarbeit v. Henning Angerer u. Ilse Rüttgerodt-Riechmann. Herausgegeben von der Kulturbehörde und dem Denkmalschutzamt. Hamburg, 2001, S. 80.</li><li id="footnote_1_120808" class="footnote">Vgl. ebd.</li><li id="footnote_2_120808" class="footnote">Ebd., S.81.</li><li id="footnote_3_120808" class="footnote">Vgl. Bajohr, Frank: Die Deportation der Juden &#8211; Initiativen und Reaktionen aus Hamburg. In: Beate Meyer (Hrsg.): Die Verfolgung und Ermordung der Hamburger Juden 1933-1945. Hamburg 2006, S. 33.</li><li id="footnote_4_120808" class="footnote">Schmal, Helga u. Selke, Tobias: Bunker &#8211; Luftschutz und Luftschutzbau in Hamburg. Unter Mitarbeit v. Henning Angerer u. Ilse Rüttgerodt-Riechmann. Herausgegeben von der Kulturbehörde und dem Denkmalschutzamt. Hamburg, 2001, S. 81.</li><li id="footnote_5_120808" class="footnote">Ebd.</li></ol>
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		<title>Bunker Von-Sauer-Straße, Ecke Silcherstraße (Hamburg Bahrenfeld)</title>
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		<pubDate>Wed, 28 May 2008 00:41:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieses Bunkerhaus befindet sich in der Von-Sauer-Straße 42 im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld. Es ist eines der letzten Gebäude vor der A7, wenn man von Osten her kommt bzw. stadtauswärts fährt. Das Beispiel dieses Bunkers zeigt, wie sich mit einfachsten Mitteln das Erscheinungsbild solch grauer Klötze erträglich machen lässt, ohne Geschichte zu verleugnen. Es handelt sich [...]]]></description>
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<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-1.jpg" rel="lightbox[1065]"><img class="alignleft size-full wp-image-1430" title="Bunker Von-Sauer-Straße 1" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-1-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="225" height="150" /></a><span class="initial">D</span>ieses Bunkerhaus befindet sich in der Von-Sauer-Straße 42 im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld. Es ist eines der letzten Gebäude vor der A7, wenn man von Osten her kommt bzw. stadtauswärts fährt. Das Beispiel dieses Bunkers zeigt, wie sich mit einfachsten Mitteln das Erscheinungsbild solch grauer Klötze erträglich machen lässt, ohne Geschichte zu verleugnen.<br />
Es handelt sich hierbei um ein denkbar schlichtes Trompe-l&#8217;œil, das es weniger darauf anlegt, dem kritischen Blick sein wahres Wesen ernsthaft und lange zu verschleiern als vielmehr darauf, dem schweifenden Blick allzu schmerzhafte Hässlichkeit zu ersparen. <a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-2.jpg" rel="lightbox[1065]"><img class="alignright size-medium wp-image-1435" title="Bunker Von-Sauer-Straße 2" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-2-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="221" height="150" /></a>Die rote Farbe gibt der vormals grauen Fassade nicht nur ein wärmeres Aussehen, sondern integriert sie gut in die Reihe der benachbarten, aus rotem Backstein errichteten Häuser. Die angetäuschten Fenster verleihen ihr Offenheit und Helligkeit und sorgen dafür, dass der Klotz weniger monolithisch wirkt. Die zahlreichen runden Lüftungsöffnungen wurden dabei geometrisch gut integriert. Die Details zweier menschlicher Gesichter sowie einer schwarzen Katze, die drei der vermeintlichen Fenster zieren, vermögen gar, etwas Lebendigkeit zu erzeugen. Wie die meisten anderen Hamburger Bunker, wird auch dieser als Werbefläche genutzt. Im Moment sind dies zwei Tafeln mit wechselnder  Werbung sowie eine dauerhaft vermietete Fläche. Außerdem befindet sich auf dem Dach des Bunkers ein monströser Sende- oder/und Empfangsmast, der über eine fest installierte Leiter im Hinterhof erreicht werden kann. Die vom Hinterhof zu sehende Fassade ist üppig und flächendeckend begrünt. Ob und wenn ja, wie das Bunkerinnere genutzt wird, ist dem Verfasser nicht bekannt.</p>
<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-3.jpg" rel="lightbox[1065]"><img class="alignleft size-full wp-image-1441" title="Bunker Von-Sauer-Straße 3" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-3-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="231" height="150" /></a>Alles in allem handelt es sich hier um eine simple aber ihren Zweck hervorragend erfüllende Illusionsmalerei. Warum sind dann noch so viele Bunker grau? Die Schrecken des Krieges lassen sich nur bedingt durch die Hässlichkeit unserer Alltagsumgebung begreiflicher machen. Was also spricht dagegen, die Fassaden wenigstens wärmer zu gestalten? Es ist kaum anzunehmen, dass auch nur ein Nazi weniger der Verdummung anheim fällt, wenn Bunkerfassaden grau bleiben. Im Gegenteil. <a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-4.jpg" rel="lightbox[1065]"><img class="alignright size-full wp-image-1445" title="Bunker Von-Sauer-Straße 4" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-4-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="212" height="150" /></a>Graue Bunker dienen Nazis mit Sicherheit eher als gute Vorlage für ihre selbstmitleidige und dreiste These des „Bomben-Holocaust&#8221;. Die heutige Hässlichkeit vieler deutscher Städte führen sie nicht etwa auf die Nazis zurück, sondern auf die Alliierten und solche Feindbilder wie den Oberkommandierenden des Bomber Command der Royal Airforce, Arthur Harris, der dann gerne als „Bomber Harris&#8221; bezeichnet wird. Doch Harris hatte ja nun nicht so ganz unrecht damit, dass es das Deutsche Reich war, das damit begonnen habe, die Zivilbevölkerung zum Ziel von Terrorangriffen zu machen. Diese Tatsache macht die Flächenbombardements der Alliierten zwar nicht humaner, stellt aber doch massiv das Recht derjenigen Deutschen infrage, welche die alliierten Luftangriffe, aus dem Kontext gelöst, als unmoralisch anprangern ohne eben zu erwähnen, dass es Nazis und nicht Briten waren, die Gernika zu 80 Prozent zerstörten, gezielt auf flüchtende Zivilbevölkerung schossen und somit diese Unmoral im noch jungen Phänomen des Luftkrieges überhaupt erst einführten. <a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-5.jpg" rel="lightbox[1065]"><img class="alignleft size-full wp-image-1449" title="Bunker Von-Sauer-Straße 5" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-5-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="225" height="150" /></a>Das vorgebliche strategische Ziel hingegen &#8211; ein Brücke nämlich &#8211; wurde nicht von einer einzigen Bombe getroffen. Auch wird gerne unterschlagen, dass es Nazis waren, die Coventry, Rotterdam, Warschau, London und Belgrad bombardierten.<br />
Inwiefern man angesichts deutscher Vernichtungs- und Konzentrationslager und der darin getöteten mehreren Millionen Menschen ausgerechnet den Alliierten ein unmoralisches Vorgehen gegen die Zivilbevölkerung vorwerfen kann, ist sowieso fragwürdig. Vielmehr stellt sich die Frage, ob die Alliierten nicht durch gezielte Bombardements der Infrastruktur der Vernichtungslager das industrielle Morden der Nazis hätten aufhalten können. <a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-6.jpg" rel="lightbox[1065]"><img class="alignright size-full wp-image-1453" title="Bunker Von-Sauer-Straße 6" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-6-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="113" height="150" /></a>Schließlich war den Alliierten durch die Entschlüsselung von Enigma-Nachrichten seit 1943 bekannt, was in den Todeslagern vor sich ging.<br />
Insbesondere zu den Vernichtungslagern führende Bahnlinien hätten bombardiert werden können. Während eines Treffens mit dem britischen Außenminister Anthony Eden am 6. Juli 1944 schlug Chaim Weizmann als Vertreter der Jewish Agency die Bombardierung der Eisenbahnstrecke Budapest-Auschwitz und der Vernichtungsanlagen innerhalb des Lagers vor. Doch die Alliierten waren der Ansicht, dass ein schneller Sieg über das Dritte Reich die effektivste Hilfe für KZ-Häftlinge sei, weshalb man trotz anfänglicher Aufgeschlossenheit gegenüber einer Bombardierung von KZ-Infrastruktur letztlich davon absah.</p>

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		<title>Bunker Hinrichsenstraße 27/29 (Hamburg Hohenfelde)</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Dec 2006 14:27:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Bunker in der Hinrichsenstraße im Hamburger Stadtteil Hohenfelde geht auf Entwürfe des Architekten Ulrich Pierstorff aus dem Jahr 1941 zurück1. Im Jahr 1950 wurde der Bunker „entfestigt&#8221; und umgebaut, womit „38 Ein- und Zweizimmerwohnungen für ältere Leute, allein stehende Berufstätige und kinderlose Ehepaare mit geringem Einkommen&#8221; geschaffen wurden2. Im Rahmen einer späteren Modernisierung wurden [...]]]></description>
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<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-h1.jpg" rel="lightbox[716]"><img class="alignleft size-full wp-image-1752" title="Bunker in der Hinrichsenstraße" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-h1-thumb.jpg" alt="" width="160" height="107" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-h2.jpg" rel="lightbox[716]"><img class="alignright size-full wp-image-1753" title="Bunker in der Hinrichsenstraße" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-h2-thumb.jpg" alt="" width="160" height="107" /></a><span class="initial">D</span>er Bunker in der Hinrichsenstraße im Hamburger Stadtteil Hohenfelde geht auf Entwürfe des Architekten Ulrich Pierstorff aus dem Jahr 1941 zurück<sup>1</sup>. Im Jahr 1950 wurde der Bunker „entfestigt&#8221; und umgebaut, womit „38 Ein- und Zweizimmerwohnungen für ältere Leute, allein stehende Berufstätige und kinderlose Ehepaare mit geringem Einkommen&#8221; geschaffen wurden<sup>2</sup>. Im Rahmen einer späteren Modernisierung wurden Balkone aus Metall angebaut. Die Fassade erhielt einen hellgelben und freundlich wirkenden Anstrich. Diesem Gebäude sieht ein Passant ohne entsprechende Fachkenntnisse kaum noch sein Bunkervorleben an. Eine gelungene Umwidmung also, ohne ästhetische Abstriche.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-h3.jpg" rel="lightbox[716]"><img class="alignnone size-full wp-image-1755" title="Bunker in der Hinrichsenstraße" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-h3-thumb.jpg" alt="" width="160" height="107" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-h4.jpg" rel="lightbox[716]"><img class="alignnone size-full wp-image-1756" title="Bunker in der Hinrichsenstraße" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-h4-thumb.jpg" alt="" width="160" height="107" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-h5.jpg" rel="lightbox[716]"><img class="alignnone size-full wp-image-1757" title="Bunker in der Hinrichsenstraße" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-h5-thumb1.jpg" alt="" width="160" height="107" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-h6.jpg" rel="lightbox[716]"><img class="alignnone size-full wp-image-1758" title="Bunker in der Hinrichsenstraße" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-h6-thumb1.jpg" alt="" width="160" height="107" /></a></p>
<p style="text-align: center;">
<p><em>Literatur:</em></p>
<ul>
<li><em>Schmal, Helga u. Selke, Tobias: Bunker &#8211; Luftschutz und Luftschutzbau in Hamburg. Unter Mitarbeit v. Henning Angerer u. Ilse Rüttgerodt-Riechmann. Herausgegeben von der Kulturbehörde und dem Denkmalschutzamt. Hamburg, 2001.</em></li>
</ul>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_716" class="footnote">Schmal, Helga u. Selke, Tobias: Bunker &#8211; Luftschutz und Luftschutzbau in Hamburg. Unter Mitarbeit v. Henning Angerer u. Ilse Rüttgerodt-Riechmann. Herausgegeben von der Kulturbehörde und dem Denkmalschutzamt. Hamburg, 2001, S. 116f.</li><li id="footnote_1_716" class="footnote">ebd.</li></ol>
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		<title>Bunker Sillemstraße (Hamburg Eimsbüttel)</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Dec 2006 13:54:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
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		<description><![CDATA[Der Hochbunker in der Sillemstraße ist ein hervorragendes positives Beispiel für eine Entfestigung und Umwidmung, die zudem auch ästhetisch gelungen ist. Hier wird Geschichte nicht verleugnet, sondern in die Gegenwart integriert. Somit bleibt sie kein Fremdkörper im Alltag der Menschen. Vielmehr verschmilzt sie mit ihm, ohne jedoch unkenntlich gemacht zu werden. Verwandte Artikel Radio Hamburg [...]]]></description>
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<p style="text-align: center;"><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-sillem-1.jpg" rel="lightbox[710]"><img class="alignnone size-full wp-image-1743" title="Bunker in der Sillemstraße von der Sillemstraße aus in Richtung Westen gesehen (links im Hintergrund ist die Apostelkirche zu sehen)" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-sillem-1-thumb.jpg" alt="" width="160" height="107" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-sillem-2.jpg" rel="lightbox[710]"><img class="alignnone size-full wp-image-1746" title="Bunker in der Sillemstraße von der Sillemstraße aus in Richtung Südwesten gesehen (rechts im Hintergrund ist die Apostelkirche zu sehen)" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-sillem-2-thumb.jpg" alt="" width="160" height="107" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-sillem-3.jpg" rel="lightbox[710]"><img class="alignnone size-full wp-image-1745" title="Bunker in der Sillemstraße von 'Bei der Apostelkirche' aus Richtung Osten gesehen" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-sillem-3-thumb.jpg" alt="" width="160" height="107" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-sillem-4.jpg" rel="lightbox[710]"><img class="alignnone size-full wp-image-1744" title="Bunker in der Sillemstraße von der Lappenbergsallee aus Richtung Norden gesehen" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-sillem-4-thumb.jpg" alt="" width="160" height="107" /></a></p>
<p><span class="initial">D</span>er Hochbunker in der Sillemstraße ist ein hervorragendes positives Beispiel für eine Entfestigung und Umwidmung, die zudem auch ästhetisch gelungen ist. Hier wird Geschichte nicht verleugnet, sondern in die Gegenwart integriert. Somit bleibt sie kein Fremdkörper im Alltag der Menschen. Vielmehr verschmilzt sie mit ihm, ohne jedoch unkenntlich gemacht zu werden.</p>

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		<title>Bunker Henriettenstraße, Ecke Schulweg (Hamburg Eimsbüttel)</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Dec 2006 18:52:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Luftschutzbunker]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieser Hochbunker kann wohl mit Fug und Recht zur Gruppe der hässlicheren Exemplare gezählt werden. Er dient offensichtlich als Träger von Mobilfunkantennen. Außerdem ist er wohl auch über Weltkrieg und Kalten Krieg hinaus als „Öffentlicher Schutzraum&#8221; vorgesehen, wie das an ihm besfestigte Hinweisschild zeigt. Das würde bedeuten, dass der Bunker mit seiner Belüftungsanlage weiterhin instandgehalten [...]]]></description>
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<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-henriettenstrasse-1.jpg" rel="lightbox[658]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1854" title="Bunker Henriettenstraße 1" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-henriettenstrasse-1-121x140.jpg" alt="" width="121" height="140" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-henriettenstrasse-2.jpg" rel="lightbox[658]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1856" title="Bunker Henriettenstraße 2" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-henriettenstrasse-2-96x140.jpg" alt="" width="96" height="140" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-henriettenstrasse-3.jpg" rel="lightbox[658]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1857" title="Bunker Henriettenstraße 3" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-henriettenstrasse-3-104x140.jpg" alt="" width="104" height="140" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-henriettenstrasse-4.jpg" rel="lightbox[658]"><img class="alignnone size-thumbnail wp-image-1858" title="Bunker Henriettenstraße - Schild: Öffentlicher Schutzraum - Freie und Hansestadt Hamburg - Bezirksamt Eimsbüttel - Schlüssel: Polizeirevier 22 - Grundstraße 6" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-henriettenstrasse-4-205x140.jpg" alt="" width="205" height="140" /></a></p>
<p>Dieser Hochbunker kann wohl mit Fug und Recht zur Gruppe der hässlicheren Exemplare gezählt werden. Er dient offensichtlich als Träger von Mobilfunkantennen. Außerdem ist er wohl auch über Weltkrieg und Kalten Krieg hinaus als „Öffentlicher Schutzraum&#8221; vorgesehen, wie das an ihm besfestigte Hinweisschild zeigt. Das würde bedeuten, dass der Bunker mit seiner Belüftungsanlage weiterhin instandgehalten werden und somit auch für unabsehbare Zeit wohl keinen Umbau zugunsten der Ästhetik erfahren wird.</p>

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		<title>Bunker Eimsbütteler, Ecke Glücksburger Straße (Hamburg Eimsbüttel)</title>
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		<comments>http://espritdescalier.de/blog/2006/12/20/bunker-eimsbuetteler-strasse/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 19 Dec 2006 23:54:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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		<category><![CDATA[Trompe-l’œil]]></category>
		<category><![CDATA[Trompe-l'œil]]></category>

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		<description><![CDATA[Dieses Bunkerhaus befindet sich in der Eimsbütteler Straße zwischen der Hausnummer 129 zur Linken und der 137 zur Rechten und beansprucht somit also drei Hausnummern für sich. Das Gebäude dient als Träger von Mobilfunknetzantennen sowie als Werbeträger. Außerdem dient es als Rankgrundlage für Efeu. Wobei hier die Frage ist, wer eigentlich wem dient. Eigentlich dient [...]]]></description>
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<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-eimsbuetteler-strasse-1.jpg" rel="lightbox[653]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1860" title="Bunker Eimsbuütteler Straße 1" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-eimsbuetteler-strasse-1-110x140.jpg" alt="" width="110" height="140" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-eimsbuetteler-strasse-2.jpg" rel="lightbox[653]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1861" title="Bunker Eimsbütteler Straße 2" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-eimsbuetteler-strasse-2-196x140.jpg" alt="" width="196" height="140" /></a><span class="initial">D</span>ieses Bunkerhaus befindet sich in der Eimsbütteler Straße zwischen der Hausnummer 129 zur Linken und der 137 zur Rechten und beansprucht somit also drei Hausnummern für sich. Das Gebäude dient als Träger von Mobilfunknetzantennen sowie als Werbeträger. Außerdem dient es als Rankgrundlage für Efeu. Wobei hier die Frage ist, wer eigentlich wem dient. Eigentlich dient doch der Efeu wohl dazu, der Umwelt den Anblick dieses Bunkers von ausgesuchter Hässlichkeit zu erparen. Die blinde Fassade bietet einen äußerst tristen Anblick. Wenn für die Stadt Hamburg, aus welchen Gründen auch immer, ein Abriss dieses hässlichen Klotzes nicht infrage kommt, fragt man sich doch, warum man seinen Bürgern nicht wenigstens ein wie auch immer geartetes Trompe-l&#8217;œil gönnt.</p>
<p>Dass solche Fassadenmalerei bzw. Illusionsmalerei keineswegs nur eine Notlösung zur Kaschierung architektonischer Mängel sein muss, zeigt das Beispiel der Stadt Lyon, die es wohl im Großen und Ganzen weniger nötig hat als Hamburg, architektonische Schandflecken zu beseitigen. Dortige Fassaden-Trompe-l&#8217;œils sind mittlerweile weit über Lyons Grenzen hinaus bekannt und über ihren ursprünglichen Zweck hinaus gar zu einer Touristenattraktion avanciert. Zudem wurden die Lyoner Fassadenmalereien auch zum Postkartenmotiv und mithin zu einem Aushängeschild der Stadt. Verantwortlich für diese erfrischende Stadtaufwertung ist die zwölfköpfige Lyoner Künstlergruppe „La Cité de la Création&#8221;, die seit mehr als 25 Jahren Fassaden künstlerisch verschönert und weltweit zu einer Referenz der Trompe-l&#8217;œil-Malerei auf Fassaden geworden ist. Auf einer „La Cité de la Création&#8221; gewidmeten <a title="Link zur Homepage von La Cité de la Création" href="http://www.trompe-l-oeil.info/Trompeloeil/plus_cite_de_la_creation.htm" target="_blank">Website</a> ist zu lesen, dass die Gruppe bisher 139 Projekte mit mehr als 1000 Wandbildern realisiert habe. Auch findet sich dort eine Vielzahl prächtiger Bilder, die das Werk der Muralisten-Gruppe eindrucksvoll dokumentieren. Eine große Zahl von Vorher- und Nachherbildern zeigt, was für unglaubliche Effekte erzielt werden können, welche phantastischen Illusionen von Dreidimensionalität, welche farbliche Vielfalt und Lebendigkeit. Auf der <a title="Link zur Homepage von La Cité de la Création" href="http://www.cite-creation.com/" target="_blank">Homepage von „La Cité de la Création&#8221;</a> findet sich eine Vielzahl weiter Bilder und Informationen in französischer und englischer Sprache. <span id="more-653"></span></p>
<p>Neben Lyon selbst hat „La Cité de la Création&#8221; auch in einer Vielzahl anderer französischer Städte Tristesse in Lebendigkeit und Farbenfreude verwandelt, so z.B. in Valence, Oullins, Pierre bénite, Valence, Vourles und Montélimar, Saint-Genis-Laval &#8211; allesamt südlich von Lyon an bzw. nahe der Rhône gelegen sowie in den östlich von Lyon gelegenen Villeurbanne, Trept, Genas, Meyzieu und Crémieu, im nördlich von Lyon an der Saône gelegenen Collonges-au-Mont-d&#8217;Or sowie in Villefranche-sur-Saône und in Bourg-en-Bresse, im elsässischen Mulhouse, im westfranzösischen Niort, in Carcassonne im Département Aude, im westfranzösischen Angoulême aber auch im bretonischen Brest und Fougères, in Aix en Provence, in Limoges im Département Haute Viennes sowie im Badeort Biarritz am Atlantik, nahe der spanischen Grenze, in Pau nahe der französischen Pyrenäen und im zwei Kilometer von Genf entfernten, in Frankreich gelegenen Annemasse, im nördlich von Paris gelegenen Soisy-sous-Montmorency sowie in Chartres und Montpellier. Doch auch außerhalb Frankreichs hat &#8220;La Cité de la Création&#8221; bereits gewirkt, so in den kanadischen Städten Québec und Mont-Joli sowie im belgischen Namur. Zudem habe die Gruppe auch in Barcelona, Leipzig, Jerusalem und Bukarest Wandgemälde realisiert, aber auch im Ursprungsland des <a title="Link zum Artikel 'Muralismo' bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Muralismo" target="_blank">Muralismo</a> &#8211; in Mexiko sowie in Australien und in China.</p>
<p>Auch in Berlin wurde man auf die  Lyoner Muralisten aufmerksam und engagierte sie im Rahmen der großangelegten Umgestaltung des Ortsteils Hellersdorf im Bezirk Marzahn-Hellersdorf zum sogenannten Europaviertel. Fassaden der in Hellersdorf befindlichen, einst größten Plattenbausiedlung der DDR sollen im Rahmen der Umgestaltung  in Segmente aufgeteilt werden, von denen jedes Grundlage zur Darstellung einer europäischen Hauptstadt werde. Insgesamt sei geplant, 64.000 Quadratmeter Fläche mit typischen Altbaufassaden und markanten Bauwerken und Besonderheiten 45 europäischer Hauptstädte bemalen zu lassen. Doch man wird es nicht bei leblosen Fassaden belassen, sondern diese durch das Integrieren von Porträts historischer Persönlichkeiten Europas und &#8211; wie anderswo bereits &#8211; auch durch die Einbeziehung von Anwohnern beleben. Um sich das Ausmaß vorstellen zu können, hilft es zu wissen, dass es sich hierbei um einen Gebäudekomplex handelt, der aus sechs langen eckig gewundenen Plattenbaublocks besteht, die zusammen über 110 Eingänge verfügen. Damit würde es sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge um die größte Wandmalerei der Welt handeln. Das ist durchaus glaubhaft, wenn man sich vor Augen hält, dass die bisher von „La Cité de la Création&#8221; bemalten Flächen zwischen 10 und 2500 Quadratmeter groß waren. Die Hoffnung besteht darin, dass Hellersdorf mit seinem „Boulevard der Nationen&#8221; zu einer Touristenattraktion werde, womit dem ganzen Viertel zu einem Aufschwung verholfen würde. Passenderweise sollen die in den Erdgeschossen befindlichen Ladenlokale zu Spezialitätenrestaurants der europäischen Küchen werden, sodass man Europa sowohl in malerischer als auch in kulinarischer Vielfalt erleben könne. Es sei das erste Mal, dass ein privates Projekt in diesem Bezirk sowohl von PDS als auch von SPD und CDU befürwortet worden sei.<sup>1</sup> Zudem sollen im Rahmen des Europa-Viertel-Projekts auch etwa 100 arbeitslose Berliner Jugendliche im Rahmen zu Malern, Lackierern und Fassadengestaltern ausgebildet werden. Der Optimismus der Planer ist offenbar so groß, dass sie gar einen Busparkplatz eingeplant hätten.<sup>2</sup></p>
<p>Die sich aufdrängende Frage, ob die Fassadenkunst nicht alsbald von ungebetenen Sprayern zunichte gemacht werde, habe „La Cité de la Création&#8221; in Frankreich originellerweise damit beantwortet, kurzerhand den Häuptling einer Sprayergruppe als Radfahrer auf einer Fassade gleich mit zu verewigen, weshalb die Mauer für die Sprayer nun tabu sei.<sup>3</sup> Dass sich nun aber eine konkurrierende Sprayergruppe dadurch nicht gerade aufgestachelt fühlen könnte, die Malerei auf ungeplante Weise zu ergänzen, bleibt nur zu hoffen. In einem Video auf der Homepage des Europaviertels kommt die Führerin durch eine Austellung des Europa-Viertel-Projekts vor einem Foto besagter Mauer auf das Thema Graffiti zu sprechen. Sie zeigt auf zwei in das Gemälde integrierte Jungs (rechts daneben ist übrigens oben erwähnter Radfahrer zu sehen) und erläutert, dass diese Beiden „ziemliche Ruffpuffs in der Wohnanlage&#8221; in Lyon gewesen seien, die „ziemlich viel Mist gemacht&#8221; hätten. Dadurch dass man sie aber auf diese Art in das Projekt eingebunden habe, sei die Graffiti-Sprayerei in diesem Viertel stark zurückgegangen.</p>
<p>Doch es bedurfte mitnichten erst des Eintreffens von „La Cité de la Création&#8221;, um in Berlin großartige Illusionsmalerei auf Fassaden zu bringen. So hat u.a. der Grafiker Gert Neuhaus eine Vielzahl fantastischer Trompe-l&#8217;œils geschaffen, die z.T. auf seiner <a title="Link zur Homepage von Gert Neuhaus" href="http://www.giebelmalerei.de/index2.htm" target="_blank">Homepage</a> zu bewundern sind, am besten jedoch natürlich in natura.<br />
In Bremen sind auch eine Reihe von Luftschutzbunkern mit Fassadenmalerei versehen, wobei jedoch eine Reihe davon recht schäbig wirkt und in ihrer teils naiven Machart oft alles andere als kaschiert, sondern mitunter alles noch schlimmer macht als es wahrscheinlich vorher war, z.B. wenn die Fassade dann aussieht als sei sie mit einer billigen Fototapete „Motiv Urwald&#8221; aus dem Baumarkt beklebt. Doch darüber kann natürlich jeder sein eigenes Urteil fällen bei einem Besuch in Bremen oder auf folgender <a title="Link zu Website Bremer Fassadenmalerei" href="http://www.mioch.net/html/fassadenmalerei.html" target="_blank">Seite</a>, die sich der Fassadenmalerei in Bremen widmet.</p>
<p>Warum nun ausgerechnet das selbsterklärte „Tor zur Welt&#8221; Hamburg sich hinsichtlich der  Fassadenmalerei so hinterwäldlerisch verhält und seine zahlreichen Bunkerfassaden überwiegend grau lässt, ist entweder mit Kreativlosigkeit oder aber mit finanziellem Geiz zu erklären oder natürlich mit beidem. Sowohl das Eine wie auch das Andere sind alles andere als geeignet für eine Stadt, die so händeringend eine Metropole sein bzw. bleiben will. Es ist ein kulturelles und architektonisches Armutszeugnis der Stadt Hamburg, dass überall graue und monochrome Quader das ohnehin durch Bombenangriffe stark lädierte Stadtbild verschandeln. Dahinter steckt auch keineswegs das hehre Motiv, diese Scheußlichkeiten als Mahnmale für die von den Deutschen verursachten und auf sie selbst zurückgefallenen Schrecken des Zweiten Weltkriegs unverändert stehen zu lassen. Die Überzahl der Bunker verfügt über keinerlei Hinweisschild, das zunächst einmal überhaupt informiert, worum es sich bei dem Gebäude handelt, geschweige denn über irgendetwas darüber Hinausgehendes. Es ist anzunehmen, dass eine große Zahl insbesondere von den jüngeren Einwohnern Hamburgs bei manchen, weniger bekannten Bunkern nicht einmal weiß, dass es sich um Bunker handelt (insbesondere runde Bunkerbauten werden häufig mit Wassertürmen verwechselt). Das bedeutet, dass die Klötze weder mahnen, noch sonst einen vernünftigen Nutzen besitzen, sondern nur eine Beleidigung für das Auge darstellen. Die einzigen Bunker in Hamburg, die das Auge nicht beleidigen, sind diejenigen, die in Privatbesitz übergegangen sind (z.B. die Bunker in der Sillemstraße, Tonistraße und im Heußweg) bzw. natürlich jene, die von vornherein verklinkert waren (Rundtürme vom Typ Zombeck).</p>
<p>Es ist schon interessant, dass die Stadt Hamburg sich mit knapp 80 Millionen Euro an der Finanzierung des im Entstehen begriffenen, letztlich recht düsteren Klotzes „Elbphilharmonie&#8221; beteiligt, aber nicht in der Lage ist, seinen bereits vorhandenen Klötzen etwas von ihrer Hässlichkeit zu nehmen, etwa durch Fassadenmalerei, die mit Sicherheit, selbst für sämtliche Bunker viele Millionen Euro billiger wäre.</p>
<p>Es bleibt der Eindruck, dass Hamburg, um mit Frank-Walter Steinmeier zu sprechen, architektonische Schaufensterpolitik betreibt, sich also mit einigen Prestigeprojekten herausputzt, die jedoch mit dem Alltag der meisten in Hamburg lebenden Menschen nichts gemein haben. Es ist im Übrigen nachgerade lächerlich, dass man sich von der Elbphilharmonie die Strahlkraft erhofft, wie sie die Oper in Sydney besitzt. Das dortige Opernhaus hat nun wirklich rein gar nichts gemein mit der geplanten Elbphilharmonie. Die vom dänischen Architekten <a title="Link zum Wikipedia-Artikel: Jørn Oberg Utzon" href="http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B8rn_Utzon" target="_blank">Jørn Oberg Utzon</a> entworfene Oper in Sydney ist hell und freundlich mit vielen locker und elegant aufgefächerten Rundungen, während die Elbphilharmonie ein einziger ungeschlachter, schwerer Klotz zu sein scheint mit im doppeltem Sinn aufgesetztem Schwung und Lockerheit. Vor allem aber ist die Elbphilharmonie düster und wirkt daher wie aus einem Weltuntergangsszenario. Sie würde somit die perfekte Kulisse abgeben für die Aufführung des dritten und letzten Aufzugs von Wagners Götterdämmerung.</p>
<p>Auf der Suche nach spektakulären und zugleich eleganten Opernhäusern bzw. Konzerthallen sehe man sich beispielsweise die Walt Disney Concert Hall in Los Angeles an, die von <a title="Link zum Wikipedia-Artikel: Frank Gehry" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Gehry" target="_blank">Frank Gehry</a> entworfen wurde, von dem auch solch großartige Bauten wie das Guggenheim-Museum Bilbao oder das faszinierende „Tanzende Haus&#8221; in Prag stammen<sup>4</sup>. Als weiteres Beispiel mag die geplante <a title="Link zu www.inhabitat.com" href="http://www.inhabitat.com/2007/03/07/zaha-hadids-performing-arts-centre-in-abu-dhabi/" target="_blank">Konzerthalle für Abu Dhabi</a> dienen, die von der großartigen Architektin <a title="Link zum Wikipedia-Artikel: Zaha Hadid" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zaha_Hadid" target="_blank">Zaha Hadid</a> entworfen wurde. Auch die von <a title="Link zum Wikipedia-Artikel: Henning Larsen" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Henning_Larsen" target="_blank">Henning Larsen</a> entworfene Königliche Oper in Kopenhagen wirkt würdiger, eleganter und freundlicher, als der sinistre Monolith „Elbphilharmonie&#8221;.</p>
<p>Zwei rühmliche Ausnahmen (nicht die einzigen) im Bunkereinerlei Hamburgs seien abschließend noch erwähnt. Zum einen der Bunker in der Gertigstraße (Hamburg Winterhude), der mit Illusionsmalerei versehen ist, bei der sich eine vor Kraft strotzende grüne Pflanzenmasse den Weg durch Beton freizubrechen scheint. Zum anderen der OP-Bunker des Allgemeinen Krankenhauses Altona. Dieser ist mit bunten, naiven, eher kindertypischen Malereien versehen.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_653" class="footnote"><a title="Link zu Deutschlandradio Kultur" href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/laenderreport/557114/" target="_blank">Deutschlandradio Kultur, Länderreport, 26.10.2006</a></li><li id="footnote_1_653" class="footnote"><a title="Link zu Der Tagesspiegel" href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/;art270,2239728" target="_blank">Der Tagesspiegel, Potemkinsches Hellersdorf, 27.09.2006</a></li><li id="footnote_2_653" class="footnote">ebd.</li><li id="footnote_3_653" class="footnote">das er zusammen mit <a title="Link zum Wikipedia-Artikel: Vlado Milunić" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vlado_Miluni%C4%87">Vlado Milunić</a> entwarf</li></ol>
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		<title>Bunker Barmbeker Straße (Hamburg Winterhude)</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Dec 2006 21:27:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Standort: Barmbeker Straße Kommentar: Der Bunker scheint zwei Hausnummern verschlungen zu haben, da sich zu seiner Linken die Nummer 181 und zu seiner Rechten die Nummer 187 befinden.﻿ Verwandte Artikel Radio Hamburg und die Mär vom Wasserturm Bunker Wiesendamm (Hamburg Barmbek) Bunker Vorsetzen (Hamburg Neustadt) Bunker Von-Sauer-Straße, Ecke Silcherstraße (Hamburg Bahrenfeld) Bunker Tonistraße (Hamburg Eilbek)]]></description>
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Standort: </strong>Barmbeker Straße<br />
<strong> Kommentar: </strong>Der  Bunker scheint zwei Hausnummern verschlungen zu haben, da sich zu seiner  Linken die Nummer 181 und zu seiner Rechten die Nummer 187 befinden.﻿</p>

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		<title>Bunker Fruchtallee (Hamburg Eimsbüttel)</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Dec 2006 20:49:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Standort: Fruchtallee 84 (Eimsbüttel) Die Tage dieses Bunkers sind gezählt. Das auf dem Bild zu sehende Baugerät dient seinem vollständigen Abriss. Auf dem entstehenden Platz soll ein Alten- und Pflegeheim gebaut werden. So kehren die Alten an einen Ort ihrer Jugend zurück. Der Aussage eines Bauarbeiters zufolge sei der Abriss mitnichten schwierig. Der Beton sei [...]]]></description>
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Standort:</strong> Fruchtallee 84 (Eimsbüttel)<br />
Die Tage dieses Bunkers sind gezählt. Das auf dem Bild zu sehende Baugerät dient seinem vollständigen Abriss. Auf dem  entstehenden Platz soll ein Alten- und Pflegeheim gebaut werden. So kehren die  Alten an einen Ort ihrer Jugend zurück. Der Aussage eines Bauarbeiters zufolge sei der Abriss mitnichten schwierig. Der Beton sei  zwar dick aber porös und altersschwach. Zuletzt hatte offenbar eine Autowerkstatt  ihre Residenz in dem Bunker.</p>

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		<title>Bunker Allende-Platz (Hamburg Eimsbüttel)</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Dec 2006 11:48:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
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<p><strong>Standort:</strong> Allende Platz 2  (Viertel Rotherbaum / Bezirk Eimsbüttel)<br />
<strong>Baujahr:</strong> ca. 1940-42<span class="imagelink"><strong></strong><br />
<strong>Entfestigung: </strong>ca. 1949-50<br />
<strong>Nutzung:</strong> Sitz von Instituten der Universität Hamburg<br />
<strong>Kommentar:</strong> ohne  Worte …</span></p>

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		<title>Bunker Vorsetzen (Hamburg Neustadt)</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Dec 2006 22:51:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Luftschutzbunker]]></category>

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		<description><![CDATA[Standort: Vorsetzen 70 (Neustadt &#8211; zwischen U-Bahn-Station Baumwall und Landungsbrücken) Typ: Zombeck Baujahr: 1940 Nutzung: Restaurant Kommentar: Dieser Bunker befindet sich im portugiesischen Viertel Hamburgs, das direkt am Hafen gelegen ist. Viele der 11.000 in Hamburg ansässigen Portugiesen haben die angenehme Neigung, Restaurants zu eröffnen. Das Essen ist vorzüglich und dabei noch erschwinglich. Es nimmt [...]]]></description>
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<p><a href="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/uploads/2006/12/hafen-1a.JPG" class="imagelink" rel="lightbox[Bunker Vorsetzen (Hamburg Neustadt)]" title="Bunker Vorsetzen"><img src="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/uploads/2006/12/hafen-1a.thumbnail.JPG" class="alignleft" id="image1221" alt="Bunker Vorsetzen" /></a><a href="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/uploads/2006/12/hafen-2a.JPG" class="imagelink" rel="lightbox[Bunker Vorsetzen (Hamburg Neustadt)]" title="Bunker Vorsetzen"><img src="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/uploads/2006/12/hafen-2a.thumbnail.JPG" class="alignright" id="image1222" alt="Bunker Vorsetzen" /></a><strong>Standort:</strong> Vorsetzen 70 (Neustadt &#8211; zwischen U-Bahn-Station Baumwall und Landungsbrücken)<br />
<strong>Typ:</strong> Zombeck<br />
<strong>Baujahr:</strong> 1940<br />
<strong>Nutzung:</strong> Restaurant<br />
<strong>Kommentar:</strong> Dieser Bunker befindet sich im portugiesischen Viertel Hamburgs, das direkt am Hafen gelegen ist. Viele der 11.000 in Hamburg ansässigen Portugiesen haben die angenehme Neigung, Restaurants zu eröffnen. Das Essen ist vorzüglich und dabei noch erschwinglich. Es nimmt also nicht wunder, dass ein Bunker, der sich in diesem Viertel befindet, ebenfalls von portugiesischen Gastronomen genutzt wird. Auch hier wurde der Reichsadler über der Tür ordnungsgemäß entnazifiziert, was man vom Logo des portugiesischen Restaurants (links) nicht gerade behaupten kann.<a href="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/uploads/2006/12/a_mu1.jpg" class="imagelink" rel="lightbox[Bunker Vorsetzen (Hamburg Neustadt)]" title="Singende Mühle"><img src="http://espritdescalier.free.fr/blog/wp-content/uploads/2006/12/a_mu1.thumbnail.jpg" class="alignleft" id="image1220" alt="Singende Mühle" /></a> Dieses fällt schon in die Kategorie verfassungsfeindlicher Symbole, was wohl eher als Zufall zu betrachten ist, wenngleich in Anbetracht der Geschichte des Bunkers auf den ersten Blick missverständlich. Es ist eben immer alles eine Kontextfrage.</p>
<p>Die portugiesische singende Mühle mit ihren an den Umrandungstauen befestigten tönernen oder blechernen Gefäßen, die mehrstimmige Akkorde erzeugen, wenn in Bewegung, erregt in ihrem heimatlichen Umfeld an der Südwestküste Portugals mit Sicherheit keinerlei Misstrauen. In Zusammenhang mit einem deutschen Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg wirken die Mühlenflügel in ihrer Anordnung auf den ersten Blick etwas befremdlich. Zugegeben, in der Form des Gebäudes gleicht der Bunker den in Portugal vorkommenden Mühlenbauten nahezu aufs Haar. Vielleicht hält der portugiesische Pächter des Bunkers diesen ja gar für eine ehemalige Mühle. Die Dame und der Herr von Welt gehen dem möglichen Missverständnis jedoch nicht auf den Leim. Sie haben die Akkorde noch im Ohr und die quixotischen Windmühlen vor Augen. Diese im spanischen Castilla-La Mancha anzutreffenden Mühlen gleichen von ihrem Korpus her nämlich ebenfalls dem des Luftschutzbunkers (Die Richtung des Vergleichs ist natürlich anachronistisch &#8211; der Luftschutzbunker gleicht höchstens den viel älteren Mühlenbauten), allerdings unterscheiden sich die Flügelkonstruktionen von den portugiesischen. Die spanischen scheinen nicht zum Erzeugen von Tönen konstruiert. Der Name des Restaurants ist dazu geeignet, weitere Verwirrung zu stiften. „Galego&#8221; bedeutet in der galicischen Sprache: &#8220;galicisch&#8221;. Galicisch wird in Galicien gesprochen, was nun alles andere als in Portugal, sondern vielmehr im Nordwesten Spaniens liegt. Die galicische Sprache weist jedoch offenbar eine sehr hohe Ähnlichkeit mit der portugiesischen Sprache auf. Ist der Restaurantbesitzer also offiziell eigentlich spanischer Herkunft (ganz abgesehen davon, dass er womöglich vom Pass her längst Deutscher ist), der sich als Anhänger irgendeiner Separationsbewegung eher zu Portugal gehörig fühlt? Ein Spanier aus dem Nordwesten Spaniens verwendet ein Symbol aus dem Südwesten Portugals, um seine portugiesische Identität zu dokumentieren?</p>
<p>Bei solchen Erwägungen gerät der Bunker, um den es ja eigentlich geht, ganz aus dem Blick. Kurzum, es ist schön, dass sich ein Restaurant in diesem Bunker befindet und ihn somit belebt, ohne die Vergangenheit zu verleugnen. Die Herausstellung der Ähnlichkeit von Bunker und Mühle befeuert letztlich den europäischen Gedanken und versöhnt Vergangenheit und Gegenwart auf unverkrampfte Weise miteinander. Lediglich hypersensible Bedenkenträger stoßen sich weiter an der politischen Unkorrektheit, der Flügelkonstruktion. Doch auch hier sitzen PC-Wächter natürlich einem Anachronismus auf. Die jahrhundertelange Verwendung dieser Flügelkonstruktion bzw. dieses Windrades steht doch in keinem Verhältnis zur jahrzehntelangem Pervertierung des Sonnenrades.</p>
<p><em>Literatur:</em></p>
<ul>
<li><em>Schmal, Helga u. Selke, Tobias: Bunker &#8211; Luftschutz und Luftschutzbau in Hamburg. Unter Mitarbeit v. Henning Angerer u. Ilse Rüttgerodt-Riechmann. Herausgegeben von der Kulturbehörde und dem Denkmalschutzamt. Hamburg, 2001.</em></li>
</ul>

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