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Category Archives: Architektur

Bunker Henriettenstraße, Ecke Schulweg (Hamburg Eimsbüttel)

Dieser Hochbunker kann wohl mit Fug und Recht zur Gruppe der hässlicheren Exemplare gezählt werden. Er dient offensichtlich als Träger von Mobilfunkantennen. Außerdem ist er wohl auch über Weltkrieg und Kalten Krieg hinaus als „Öffentlicher Schutzraum“ vorgesehen, wie das an ihm besfestigte Hinweisschild zeigt. Das würde bedeuten, dass der Bunker mit seiner Belüftungsanlage weiterhin instandgehalten werden und somit auch für unabsehbare Zeit wohl keinen Umbau zugunsten der Ästhetik erfahren wird.

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Bunker Eimsbütteler, Ecke Glücksburger Straße (Hamburg Eimsbüttel)

Dieses Bunkerhaus befindet sich in der Eimsbütteler Straße zwischen der Hausnummer 129 zur Linken und der 137 zur Rechten und beansprucht somit also drei Hausnummern für sich. Das Gebäude dient als Träger von Mobilfunknetzantennen sowie als Werbeträger. Außerdem dient es als Rankgrundlage für Efeu. Wobei hier die Frage ist, wer eigentlich wem dient. Eigentlich dient doch der Efeu wohl dazu, der Umwelt den Anblick dieses Bunkers von ausgesuchter Hässlichkeit zu erparen. Die blinde Fassade bietet einen äußerst tristen Anblick. Wenn für die Stadt Hamburg, aus welchen Gründen auch immer, ein Abriss dieses hässlichen Klotzes nicht infrage kommt, fragt man sich doch, warum man seinen Bürgern nicht wenigstens ein wie auch immer geartetes Trompe-l’œil gönnt.

Dass solche Fassadenmalerei bzw. Illusionsmalerei keineswegs nur eine Notlösung zur Kaschierung architektonischer Mängel sein muss, zeigt das Beispiel der Stadt Lyon, die es wohl im Großen und Ganzen weniger nötig hat als Hamburg, architektonische Schandflecken zu beseitigen. Dortige Fassaden-Trompe-l’œils sind mittlerweile weit über Lyons Grenzen hinaus bekannt und über ihren ursprünglichen Zweck hinaus gar zu einer Touristenattraktion avanciert. Zudem wurden die Lyoner Fassadenmalereien auch zum Postkartenmotiv und mithin zu einem Aushängeschild der Stadt. Verantwortlich für diese erfrischende Stadtaufwertung ist die zwölfköpfige Lyoner Künstlergruppe „La Cité de la Création“, die seit mehr als 25 Jahren Fassaden künstlerisch verschönert und weltweit zu einer Referenz der Trompe-l’œil-Malerei auf Fassaden geworden ist. Auf einer „La Cité de la Création“ gewidmeten Website ist zu lesen, dass die Gruppe bisher 139 Projekte mit mehr als 1000 Wandbildern realisiert habe. Auch findet sich dort eine Vielzahl prächtiger Bilder, die das Werk der Muralisten-Gruppe eindrucksvoll dokumentieren. Eine große Zahl von Vorher- und Nachherbildern zeigt, was für unglaubliche Effekte erzielt werden können, welche phantastischen Illusionen von Dreidimensionalität, welche farbliche Vielfalt und Lebendigkeit. Auf der Homepage von „La Cité de la Création“ findet sich eine Vielzahl weiter Bilder und Informationen in französischer und englischer Sprache. Weiterlesen ›

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Bunker Barmbeker Straße (Hamburg Winterhude)


Standort:
Barmbeker Straße
Kommentar: Der Bunker scheint zwei Hausnummern verschlungen zu haben, da sich zu seiner Linken die Nummer 181 und zu seiner Rechten die Nummer 187 befinden.

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Bunker Fruchtallee (Hamburg Eimsbüttel)



Standort:
Fruchtallee 84 (Eimsbüttel)
Die Tage dieses Bunkers sind gezählt. Das auf dem Bild zu sehende Baugerät dient seinem vollständigen Abriss. Auf dem entstehenden Platz soll ein Alten- und Pflegeheim gebaut werden. So kehren die Alten an einen Ort ihrer Jugend zurück. Der Aussage eines Bauarbeiters zufolge sei der Abriss mitnichten schwierig. Der Beton sei zwar dick aber porös und altersschwach. Zuletzt hatte offenbar eine Autowerkstatt ihre Residenz in dem Bunker.

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Bunker Allende-Platz (Hamburg Eimsbüttel)

Standort: Allende Platz 2 (Viertel Rotherbaum / Bezirk Eimsbüttel)
Baujahr: ca. 1940-42
Entfestigung: ca. 1949-50
Nutzung: Sitz von Instituten der Universität Hamburg
Kommentar: ohne Worte …

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Bunker Vorsetzen (Hamburg Neustadt)

Bunker VorsetzenBunker VorsetzenStandort: Vorsetzen 70 (Neustadt – zwischen U-Bahn-Station Baumwall und Landungsbrücken)
Typ: Zombeck
Baujahr: 1940
Nutzung: Restaurant
Kommentar: Dieser Bunker befindet sich im portugiesischen Viertel Hamburgs, das direkt am Hafen gelegen ist. Viele der 11.000 in Hamburg ansässigen Portugiesen haben die angenehme Neigung, Restaurants zu eröffnen. Das Essen ist vorzüglich und dabei noch erschwinglich. Es nimmt also nicht wunder, dass ein Bunker, der sich in diesem Viertel befindet, ebenfalls von portugiesischen Gastronomen genutzt wird. Auch hier wurde der Reichsadler über der Tür ordnungsgemäß entnazifiziert, was man vom Logo des portugiesischen Restaurants (links) nicht gerade behaupten kann.Singende Mühle Dieses fällt schon in die Kategorie verfassungsfeindlicher Symbole, was wohl eher als Zufall zu betrachten ist, wenngleich in Anbetracht der Geschichte des Bunkers auf den ersten Blick missverständlich. Es ist eben immer alles eine Kontextfrage.

Die portugiesische singende Mühle mit ihren an den Umrandungstauen befestigten tönernen oder blechernen Gefäßen, die mehrstimmige Akkorde erzeugen, wenn in Bewegung, erregt in ihrem heimatlichen Umfeld an der Südwestküste Portugals mit Sicherheit keinerlei Misstrauen. In Zusammenhang mit einem deutschen Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg wirken die Mühlenflügel in ihrer Anordnung auf den ersten Blick etwas befremdlich. Zugegeben, in der Form des Gebäudes gleicht der Bunker den in Portugal vorkommenden Mühlenbauten nahezu aufs Haar. Vielleicht hält der portugiesische Pächter des Bunkers diesen ja gar für eine ehemalige Mühle. Die Dame und der Herr von Welt gehen dem möglichen Missverständnis jedoch nicht auf den Leim. Sie haben die Akkorde noch im Ohr und die quixotischen Windmühlen vor Augen. Diese im spanischen Castilla-La Mancha anzutreffenden Mühlen gleichen von ihrem Korpus her nämlich ebenfalls dem des Luftschutzbunkers (Die Richtung des Vergleichs ist natürlich anachronistisch – der Luftschutzbunker gleicht höchstens den viel älteren Mühlenbauten), allerdings unterscheiden sich die Flügelkonstruktionen von den portugiesischen. Die spanischen scheinen nicht zum Erzeugen von Tönen konstruiert. Der Name des Restaurants ist dazu geeignet, weitere Verwirrung zu stiften. „Galego“ bedeutet in der galicischen Sprache: „galicisch“. Galicisch wird in Galicien gesprochen, was nun alles andere als in Portugal, sondern vielmehr im Nordwesten Spaniens liegt. Die galicische Sprache weist jedoch offenbar eine sehr hohe Ähnlichkeit mit der portugiesischen Sprache auf. Ist der Restaurantbesitzer also offiziell eigentlich spanischer Herkunft (ganz abgesehen davon, dass er womöglich vom Pass her längst Deutscher ist), der sich als Anhänger irgendeiner Separationsbewegung eher zu Portugal gehörig fühlt? Ein Spanier aus dem Nordwesten Spaniens verwendet ein Symbol aus dem Südwesten Portugals, um seine portugiesische Identität zu dokumentieren?

Bei solchen Erwägungen gerät der Bunker, um den es ja eigentlich geht, ganz aus dem Blick. Kurzum, es ist schön, dass sich ein Restaurant in diesem Bunker befindet und ihn somit belebt, ohne die Vergangenheit zu verleugnen. Die Herausstellung der Ähnlichkeit von Bunker und Mühle befeuert letztlich den europäischen Gedanken und versöhnt Vergangenheit und Gegenwart auf unverkrampfte Weise miteinander. Lediglich hypersensible Bedenkenträger stoßen sich weiter an der politischen Unkorrektheit, der Flügelkonstruktion. Doch auch hier sitzen PC-Wächter natürlich einem Anachronismus auf. Die jahrhundertelange Verwendung dieser Flügelkonstruktion bzw. dieses Windrades steht doch in keinem Verhältnis zur jahrzehntelangem Pervertierung des Sonnenrades.

Literatur:

  • Schmal, Helga u. Selke, Tobias: Bunker – Luftschutz und Luftschutzbau in Hamburg. Unter Mitarbeit v. Henning Angerer u. Ilse Rüttgerodt-Riechmann. Herausgegeben von der Kulturbehörde und dem Denkmalschutzamt. Hamburg, 2001.
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Bunker Berliner Tor (Hamburg St. Georg)

Standort: Berliner Tor (St. Georg)
Baujahr:
Nutzung:
Kommentar:

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Bunker Rothenbaumchaussee (Hamburg Eimsbüttel/Rotherbaum)

Standort: Moorweide / Rothenbaumchaussee 2 (Stadtteil Rotherbaum / Bezirk Eimsbüttel)
Typ: Zombeck
Baujahr: 1940
Nutzung: Dieser ehemalige Bunker wird als Cocktailbar genutzt.

Literatur:

  • Schmal, Helga u. Selke, Tobias: Bunker – Luftschutz und Luftschutzbau in Hamburg. Unter Mitarbeit v. Henning Angerer u. Ilse Rüttgerodt-Riechmann. Herausgegeben von der Kulturbehörde und dem Denkmalschutzamt. Hamburg, 2001.
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Bunker Sternschanze (Hamburg St. Pauli)


Standort:
Sternschanze 7
Baujahr: 1940
Typ: Zombeck
Nutzung: beherbergt das „Clubheim V.F.L. Hammonia v. 1922 e.V.” Die Spielstätte dieses Vereins befindet sich gleich neben dem Bunker (Das linke Bild lässt Platz und Umzäunung erkennen).

Literatur:

  • Schmal, Helga u. Selke, Tobias: Bunker – Luftschutz und Luftschutzbau in Hamburg. Unter Mitarbeit v. Henning Angerer u. Ilse Rüttgerodt-Riechmann. Herausgegeben von der Kulturbehörde und dem Denkmalschutzamt. Hamburg, 2001.
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Bunker Wiesendamm (Hamburg Barmbek)

Standort: Wiesendamm 7 (U-/S-Bahnhof Barmbek – Barmbek Nord)
Typ: Zombeck
Baujahr: 1939
Nutzung: Ein stark verblasster alter Werbeschriftzug auf der Fassade lässt erkennen, dass der Bunker entweder nur als Lager für Polstermöbel oder gar als Möbelhaus mit Verkauf genutzt wurde. Gegenwärtig scheint das Gebäude jedoch ungenutzt zu sein.
Kommentar: Der Reichsadler wurde zwar ordnungsgemäß entnazifiziert, hängt aber ansonsten unbeschädigt nach wie vor über dem Eingang zum Wiesendamm. Damit er auch was hermacht, wurde er offenbar auch immer wieder mal weiß getüncht. Dass die Stadt sich aber dazu bequemt, die Initiative der Geschichtswerkstatt zu unterstützen, ist offensichtlich ein Wunschtraum. Geld pumpt Hamburg viel lieber in die Elbphilharmonie.

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