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	<title>L’esprit d’escalier &#187; Architektur</title>
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		<title>Radio Hamburg und die Mär vom Wasserturm</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Aug 2008 21:38:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nun steht „Radio Hamburg&#8221; ja nicht eben im Verdacht, einen Bildungsauftrag erfüllen zu wollen. Vielmehr dudelt es seicht und inhaltsgeizig vor sich hin. Dennoch irritiert es schon ein wenig, wenn der Privatsender ausgerechnet im Zentrum seines Reviers, der „schönsten Stadt der Welt&#8221; nämlich, wie man die Elbmetropole bei „Radio Hamburg&#8221; mit Vorliebe bezeichnet, eine nicht [...]]]></description>
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<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/wasserturm-radio-hamburg.jpg" rel="lightbox[120808]"><img class="alignleft size-full wp-image-200311" title="screen capture von der Radio-Hamburg-Homepage" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/11/wasserturm-radio-hamburg-thumbnail.jpg" alt="" width="175" height="140" /></a><span class="initial">N</span>un steht „Radio Hamburg&#8221; ja nicht eben im Verdacht, einen Bildungsauftrag erfüllen zu wollen. Vielmehr dudelt es seicht und inhaltsgeizig vor sich hin. Dennoch irritiert es schon ein wenig, wenn der Privatsender ausgerechnet im Zentrum seines Reviers, der  „schönsten Stadt der Welt&#8221; nämlich, wie man die Elbmetropole bei „Radio Hamburg&#8221; mit Vorliebe bezeichnet, eine nicht unwesentliche Wissenslücke offenbart.</p>
<p>So geschehen am dritten August dieses Jahres. In Geschäften oder bei der Sendersuche kommt man bisweilen nicht umhin, diesem Sender zu begegnen. Da der dritte August ein Sonntag war, war es also auf der Suche nach einem Sender, als der Auto-Scan innehielt und plötzlich der gute alte „Lotto King Karl&#8221; in die heimischen vier Wände hinein tönte. In gewohntem Barmbek-Ba(r)sch-Tonfall moderierte der Musiker auf durchaus nicht unsympathische Weise seine offenbar neue Sendung „Radio Hamburg rockt&#8221;, die immer sonntags von 18 bis 20 Uhr ihren Lauf nimmt.<br />
Es muss gegen 19:10 Uhr gewesen sein, als „Lotto&#8221; begann, einen Text vorzulesen, in dem auf die Happy Hour in einer Hamburger Cocktail-Bar hingewiesen wurde, denn diese Zeit ist laut Programmschema für „unsere Tipps für Ihre Freizeit&#8221; reserviert. Ob es sich hierbei um reine  Veranstaltungshinweise handelt oder womöglich um als Veranstaltungshinweise getarnte Werbung, sei dahin gestellt. Nun also O-Ton „Lotto&#8221;:</p>
<blockquote><p>Und wenn ihr euch das lieber ein bisschen gemütlich machen wollt heute Abend, dann geht am besten in die »Turm Bar«.</p></blockquote>
<p>Bis hierhin ist nichts einzuwenden. Doch jetzt folgte ein Satz, der schon fast wie eine historische Hintergrundinformation anmutet:</p>
<blockquote><p>Früher floss hier das Wasser, heute sind es Bier und Cocktails.</p></blockquote>
<p>Bevor „Lotto&#8221; nun explizit zur &#8211; sicher unbewussten &#8211; Umdeutung historischer Fakten anhub, präzisierte er noch die Vorzüge der Bar:</p>
<blockquote><p>Macht es euch auf den Rattanmöbeln zwischen Palmen gemütlich und noch bis 20:30 Uhr ist Happy Hour, das heißt, alles [sic] Cocktails gibt&#8217;s zum halben Preis wie zum Beispiel eine Strawberry Daiquiri für 3,75 Euro.</p></blockquote>
<p>Abschließend informierte „Lotto&#8221; die Hörer, wo genau die Sause steige und versorgte sie dabei zugleich mit einer Desinformation:</p>
<blockquote><p>Die Bar findet ihr im ehemaligen Wasserturm auf der Moorweide in der Rothenbaumchaussee 2.</p></blockquote>
<p>Unter dieser Adresse findet sich tatsächlich und bekanntermaßen die „Turm-Bar&#8221;. Was also ist nun das Problem? Dieses besteht darin, dass es sich bei dem Gemäuer, in welchem sich diese Bar befindet, mitnichten um einen „ehemaligen Wasserturm&#8221;, sondern vielmehr um einen einstigen Luftschutzbunker handelt &#8211; ein nicht gänzlich unbedeutender Unterschied immerhin. Wenn also darin Wasser floss, dann vielleicht in Form von Angstschweiß und Tränen, aber gewiss nicht zum Zweck der Wasserbevorratung und Wasserdruckerzeugung.<span id="more-120808"></span> Jener Bunker ist einer von elf in Hamburg errichteten Rundturmbunkern vom Typ Zombeck. Der Zombeck-Bunker in Altona wurde nach dem Zweiten Weltkrieg abgerissen, so dass heute noch zehn Türme dieser Art in Hamburg existieren. Der am zentralsten gelegene dieser zehn Türme, wenn nicht gar sämtlicher Hamburger Luftschutzbauten ist nun eben jener auf der Moorweide. Seine Entfernung zur Binnenalster beträgt gerade einmal 600 Meter Luftlinie, zum Bahnhof Dammtor gar nur 150 Meter. Errichtet wurde er im Jahr 1940 nach Entwürfen des Bauassesors Rudhard.<sup>1</sup> Die Zombeck-Türme waren &#8211; anders als die Bunkerhäuser &#8211; nur für einen kurzen Aufenthalt konzipiert, nämlich, um Passanten Schutz zu gewähren.  Deshalb wurden sie an besonders stark frequentierten Verkehrsknotenpunkten errichtet, so z.B. an den U- und S-Bahnhöfen Barmbek und Sternschanze, zwischen den U-, bzw. U- und S-Bahnhöfen Baumwall und Landungsbrücken, am  S- und Fernbahnhof Hasselbrook und eben auch am U-, S-, und Fernbahnhof Dammtor an der Moorweide.<br />
Im Vergleich zu den anderen Hamburger Zombeck-Bunkern ist jener auf der Moorweide aufwändiger, im Stil des nationalsozialistischen Staatsklassizismus gestaltet. So ist der Sockel bis über die Eingänge mit Werkstein verkleidet. Der Fries besteht aus Kassetten, die ebenfalls aus Werkstein gefertigt wurden und detaillierter gearbeitet sind als diejenigen anderer Türme, sofern sie überhaupt über welche verfügen. Die Lüftungsstutzen am Sockel sind als gerahmte Okkuli ausgebildet, die Beschläge der Flügeltüren des Haupteingangs sind aufwändiger gestaltet, als es ihre Funktion erfordert. Schließlich verfügte der Turm ursprünglich gar über einen Balkon, der mittlerweile demontiert wurde und von dem heute nur noch die Armierungen übrig geblieben sind.<sup>2</sup><br />
Dieser größere Gestaltungsaufwand kam nicht von ungefähr. Die Moorweide diente den Nationalsozialisten nämlich als Aufmarschplatz. Dessen eingedenk überrascht es nicht sonderlich, dass der dort befindliche Bunker auch repräsentative Zwecke zu erfüllen hatte. Der Balkon schließlich war auf jener der Moorweide zugewandten Seite angebracht und trug offenbar den Namen „Führerbalkon&#8221;.<sup>3</sup> Ob Hitler je von dort oben zu einer seiner demagogisierten und fanatisierten Gruppen von Uniformfetischisten und Rassenhassern gesprochen hat, ist dem Verfasser nicht bekannt, doch ist es durchaus vorstellbar, dass der Hamburger Gauleiter Karl Kaufmann oder ein anderer NS-Funktionär solches getan haben. Jedenfalls habe Kaufmann sich nach Luftangriffen auf Hamburg im September 1941 mit der Bitte an Hitler gewandt, die Juden deportieren lassen zu dürfen, um Wohnraum für Ausgebombte zu schaffen.<sup>4</sup><br />
Nicht lange danach, im Oktober 1941 nämlich, wurde dann mit der Umsetzung genau dieses menschenverachtenden Vorhabens in Hamburg und im gesamten Deutschen Reich sowie darüber hinaus begonnen. Der nordwestliche Bereich der Moorweide, der von der Edmund-Siemers-Allee und der Moorweidenstraße begrenzt wird, war ein Sammelpunkt für die Deportationen Hamburger Juden, wohl weil das Grindel-Viertel, welches das Zentrum des jüdischen Lebens in Hamburg war, unmittelbar an die Moorweide grenzt.<br />
Der Zombeck-Turm ließe sich zusammen mit dem ebenfalls auf der Moorweide befindlichen Mahnmal für die jüdische Deportierten als zwei korrespondierende Denkmalhälften vestehen, an denen sich Ursache und Wirkung ablesen lassen: keine Luftangriffe, ohne ein voran gegangenes unmenschliches Unrechtsregime. Die Deportationen stehen für unendliches Leid und die Absicht der gezielten Vernichtung eines ganzen Volkes und schließlich für millionenfachen Mord. Die Luftangriffe stellen eine Reaktion der Alliierten auf ein menschenverachtendes, totalitäres und brutales Regime dar, das nicht nur große Teile der eigenen Bevölkerung sondern auch derer vieler anderer Länder massakrierte und mittels einer perversen Vernichtungsindustrie massenhaft umbrachte. Auch die Luftangriffe haben menschliches Leid verursacht. Damit sollte aber nicht ein ganzes Volk ausgelöscht werden, sondern ein Volk demoralisiert werden, damit es sein Mitwirken an diesem von Fanatismus und Hass motivierten Treiben beende und sich besinne. Offenbar bewirkten die Luftangriffe aber das Gegenteil. Hier wie da war menschliches Leid die Folge, doch darf das von den Luftangriffen verursachte Leid nicht aus dem Kontext heraus gelöst werden. Genau für einen solchen Umgang mit der Geschichte bietet die Moorweide eine gute Voraussetzung.<br />
Die Geschichte der Moorweide geht freilich weiter zurück, doch war der Ausgangspunkt für diesen Exkurs ja der vermeintliche Wasserturm und mithin das Jahr 1940. Nicht nur, aber auch in diesem Kontext sollte man den Turm sehen. Es spricht nichts dagegen, dass der Turm heute als Bar genutzt wird. Im Gegenteil. Dies ist eine schöne Weise, Geschichte in die Gegenwart zu integrieren, ohne sie zu verleugnen. Wie aber soll man aus Geschichte lernen, wenn man einen ehemaligen Luftschutzbunker für einen einstigen Wasserturm hält? Wie zudem, wenn ein Radiosender diese Mär verbreitet. Vielleicht würde die eine oder andere dezente Hinweistafel dabei behilflich sein, die wahre Vergangenheit dieses Gemäuers zu vermitteln. Es muss ja nicht gleich aus jedem Turm ein Museum gemacht werden. Die Kenntnis davon, dass es sich bei einem Gebäude um einen ehemaligen Luftschutzbunker handelt, hält ja zudem offenbar kaum davon ab, dass darin Parties gefeiert werden, wie man am ehemaligen Gefechtsturm auf dem Heiligengeistfeld sehen kann.</p>
<p>Die Autoren des von der Hamburger Kulturbehörde und dem Denkmalschutzamt herausgegebenen Bandes „Bunker &#8211; Luftschutz und Luftschutzbau in Hamburg&#8221;<sup>5</sup> erachten den Erhalt des Bunkers auf der Moorweide für wichtig, denn er:</p>
<blockquote><p>„[...] vermittelt deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts mit der katastrophalen Kulmination im Nationalsozialismus &#8211; hier die Aspekte Bombenkrieg und Zerstörung. Damit stellt der Turm ein Mahnmal dar, als anschaulicher Sachzeuge unübersehbar und von großer Präsenz auf einer viel besuchten historischen Grünanlage, an viel befahrenen Straßen und einer wichtigen Bahnstrecke. Die Erhaltung des Bauwerks liegt daher wegen der historischen Bedeutung als bauliches Dokument des Dritten Reiches, der baugeschichtlichen Bedeutung als Beispiel einer für den Luftkrieg kreierten zeittypischen Bauaufgabe, der Bedeutung als authentisches Mahnmal gegen Krieg und Faschismus sowie zur Bewahrung charakteristischer, historisch aussagekräftiger Eigenheiten des Stadtbildes im öffentlichen Interesse.&#8221;<sup>6</sup></p></blockquote>
<p>Die Voraussetzung dafür, dass der Bunker diese Aufgabe als Mahnmal erfüllen kann, ist aber eben die Kenntnis davon, dass es sich um einen Bunker handelt und nicht um einen Wasserturm &#8230;</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_120808" class="footnote">Schmal, Helga u. Selke, Tobias: Bunker &#8211; Luftschutz und Luftschutzbau in Hamburg. Unter Mitarbeit v. Henning Angerer u. Ilse Rüttgerodt-Riechmann. Herausgegeben von der Kulturbehörde und dem Denkmalschutzamt. Hamburg, 2001, S. 80.</li><li id="footnote_1_120808" class="footnote">Vgl. ebd.</li><li id="footnote_2_120808" class="footnote">Ebd., S.81.</li><li id="footnote_3_120808" class="footnote">Vgl. Bajohr, Frank: Die Deportation der Juden &#8211; Initiativen und Reaktionen aus Hamburg. In: Beate Meyer (Hrsg.): Die Verfolgung und Ermordung der Hamburger Juden 1933-1945. Hamburg 2006, S. 33.</li><li id="footnote_4_120808" class="footnote">Schmal, Helga u. Selke, Tobias: Bunker &#8211; Luftschutz und Luftschutzbau in Hamburg. Unter Mitarbeit v. Henning Angerer u. Ilse Rüttgerodt-Riechmann. Herausgegeben von der Kulturbehörde und dem Denkmalschutzamt. Hamburg, 2001, S. 81.</li><li id="footnote_5_120808" class="footnote">Ebd.</li></ol>
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		<title>Bunker Von-Sauer-Straße, Ecke Silcherstraße (Hamburg Bahrenfeld)</title>
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		<pubDate>Wed, 28 May 2008 00:41:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieses Bunkerhaus befindet sich in der Von-Sauer-Straße 42 im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld. Es ist eines der letzten Gebäude vor der A7, wenn man von Osten her kommt bzw. stadtauswärts fährt. Das Beispiel dieses Bunkers zeigt, wie sich mit einfachsten Mitteln das Erscheinungsbild solch grauer Klötze erträglich machen lässt, ohne Geschichte zu verleugnen. Es handelt sich [...]]]></description>
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<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-1.jpg" rel="lightbox[1065]"><img class="alignleft size-full wp-image-1430" title="Bunker Von-Sauer-Straße 1" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-1-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="225" height="150" /></a><span class="initial">D</span>ieses Bunkerhaus befindet sich in der Von-Sauer-Straße 42 im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld. Es ist eines der letzten Gebäude vor der A7, wenn man von Osten her kommt bzw. stadtauswärts fährt. Das Beispiel dieses Bunkers zeigt, wie sich mit einfachsten Mitteln das Erscheinungsbild solch grauer Klötze erträglich machen lässt, ohne Geschichte zu verleugnen.<br />
Es handelt sich hierbei um ein denkbar schlichtes Trompe-l&#8217;œil, das es weniger darauf anlegt, dem kritischen Blick sein wahres Wesen ernsthaft und lange zu verschleiern als vielmehr darauf, dem schweifenden Blick allzu schmerzhafte Hässlichkeit zu ersparen. <a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-2.jpg" rel="lightbox[1065]"><img class="alignright size-medium wp-image-1435" title="Bunker Von-Sauer-Straße 2" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-2-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="221" height="150" /></a>Die rote Farbe gibt der vormals grauen Fassade nicht nur ein wärmeres Aussehen, sondern integriert sie gut in die Reihe der benachbarten, aus rotem Backstein errichteten Häuser. Die angetäuschten Fenster verleihen ihr Offenheit und Helligkeit und sorgen dafür, dass der Klotz weniger monolithisch wirkt. Die zahlreichen runden Lüftungsöffnungen wurden dabei geometrisch gut integriert. Die Details zweier menschlicher Gesichter sowie einer schwarzen Katze, die drei der vermeintlichen Fenster zieren, vermögen gar, etwas Lebendigkeit zu erzeugen. Wie die meisten anderen Hamburger Bunker, wird auch dieser als Werbefläche genutzt. Im Moment sind dies zwei Tafeln mit wechselnder  Werbung sowie eine dauerhaft vermietete Fläche. Außerdem befindet sich auf dem Dach des Bunkers ein monströser Sende- oder/und Empfangsmast, der über eine fest installierte Leiter im Hinterhof erreicht werden kann. Die vom Hinterhof zu sehende Fassade ist üppig und flächendeckend begrünt. Ob und wenn ja, wie das Bunkerinnere genutzt wird, ist dem Verfasser nicht bekannt.</p>
<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-3.jpg" rel="lightbox[1065]"><img class="alignleft size-full wp-image-1441" title="Bunker Von-Sauer-Straße 3" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-3-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="231" height="150" /></a>Alles in allem handelt es sich hier um eine simple aber ihren Zweck hervorragend erfüllende Illusionsmalerei. Warum sind dann noch so viele Bunker grau? Die Schrecken des Krieges lassen sich nur bedingt durch die Hässlichkeit unserer Alltagsumgebung begreiflicher machen. Was also spricht dagegen, die Fassaden wenigstens wärmer zu gestalten? Es ist kaum anzunehmen, dass auch nur ein Nazi weniger der Verdummung anheim fällt, wenn Bunkerfassaden grau bleiben. Im Gegenteil. <a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-4.jpg" rel="lightbox[1065]"><img class="alignright size-full wp-image-1445" title="Bunker Von-Sauer-Straße 4" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-4-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="212" height="150" /></a>Graue Bunker dienen Nazis mit Sicherheit eher als gute Vorlage für ihre selbstmitleidige und dreiste These des „Bomben-Holocaust&#8221;. Die heutige Hässlichkeit vieler deutscher Städte führen sie nicht etwa auf die Nazis zurück, sondern auf die Alliierten und solche Feindbilder wie den Oberkommandierenden des Bomber Command der Royal Airforce, Arthur Harris, der dann gerne als „Bomber Harris&#8221; bezeichnet wird. Doch Harris hatte ja nun nicht so ganz unrecht damit, dass es das Deutsche Reich war, das damit begonnen habe, die Zivilbevölkerung zum Ziel von Terrorangriffen zu machen. Diese Tatsache macht die Flächenbombardements der Alliierten zwar nicht humaner, stellt aber doch massiv das Recht derjenigen Deutschen infrage, welche die alliierten Luftangriffe, aus dem Kontext gelöst, als unmoralisch anprangern ohne eben zu erwähnen, dass es Nazis und nicht Briten waren, die Gernika zu 80 Prozent zerstörten, gezielt auf flüchtende Zivilbevölkerung schossen und somit diese Unmoral im noch jungen Phänomen des Luftkrieges überhaupt erst einführten. <a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-5.jpg" rel="lightbox[1065]"><img class="alignleft size-full wp-image-1449" title="Bunker Von-Sauer-Straße 5" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-5-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="225" height="150" /></a>Das vorgebliche strategische Ziel hingegen &#8211; ein Brücke nämlich &#8211; wurde nicht von einer einzigen Bombe getroffen. Auch wird gerne unterschlagen, dass es Nazis waren, die Coventry, Rotterdam, Warschau, London und Belgrad bombardierten.<br />
Inwiefern man angesichts deutscher Vernichtungs- und Konzentrationslager und der darin getöteten mehreren Millionen Menschen ausgerechnet den Alliierten ein unmoralisches Vorgehen gegen die Zivilbevölkerung vorwerfen kann, ist sowieso fragwürdig. Vielmehr stellt sich die Frage, ob die Alliierten nicht durch gezielte Bombardements der Infrastruktur der Vernichtungslager das industrielle Morden der Nazis hätten aufhalten können. <a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-6.jpg" rel="lightbox[1065]"><img class="alignright size-full wp-image-1453" title="Bunker Von-Sauer-Straße 6" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-von-sauer-strasse-6-thumbnail.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2008" width="113" height="150" /></a>Schließlich war den Alliierten durch die Entschlüsselung von Enigma-Nachrichten seit 1943 bekannt, was in den Todeslagern vor sich ging.<br />
Insbesondere zu den Vernichtungslagern führende Bahnlinien hätten bombardiert werden können. Während eines Treffens mit dem britischen Außenminister Anthony Eden am 6. Juli 1944 schlug Chaim Weizmann als Vertreter der Jewish Agency die Bombardierung der Eisenbahnstrecke Budapest-Auschwitz und der Vernichtungsanlagen innerhalb des Lagers vor. Doch die Alliierten waren der Ansicht, dass ein schneller Sieg über das Dritte Reich die effektivste Hilfe für KZ-Häftlinge sei, weshalb man trotz anfänglicher Aufgeschlossenheit gegenüber einer Bombardierung von KZ-Infrastruktur letztlich davon absah.</p>

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		<pubDate>Fri, 24 Aug 2007 13:07:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dieses Gebäude befindet sich im ersten Pariser Arrondissement in der Rue de Rivoli Nummer 59, genau gegenüber der Einmündung der Rue des Déchargeurs. Nachdem sich Crédit Lyonnais und der französische Staat aus der Nummer 59 zurückgezogen hatten, besetzten am ersten November 1999 die drei Künstler Kalex, Gaspard und Bruno (KGB) das Haus. Sehr bald folgten [...]]]></description>
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<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/59-rivoli-chez-robert-electron-libre-gross.jpg" rel="lightbox[8]"><img class="alignleft size-full wp-image-1583" title="59 Rivoli Chez Robert, électron libre" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/59-rivoli-chez-robert-electron-libre-mini.jpg" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" width="314" height="228" /></a><span class="initial">D</span>ieses Gebäude befindet sich im ersten Pariser Arrondissement in der Rue de Rivoli Nummer 59, genau gegenüber der Einmündung der Rue des Déchargeurs.<br />
Nachdem sich Crédit Lyonnais und der französische Staat aus der Nummer 59 zurückgezogen hatten, besetzten am ersten November 1999 die drei Künstler Kalex, Gaspard und Bruno (KGB) das Haus. Sehr bald folgten ihnen an die zehn weitere Künstler nach. Das Haus befand sich zu diesem Zeitpunkt offenbar in einem heruntergekommenen Zustand und bot sich mit sich darin befindlichen toten Tauben, Spritzen und Bauschutt als Müllhalde dar. Man begann, das Gebäude wieder herzurichten und bewohnbar zu machen. Die sich als Kollektiv bezeichnende Gruppe gab sich den Namen „Chez Robert, électron libre&#8221; und organisierte Vernissagen, Aktionskunst und Ausstellungen, die der Öffentlichkeit kostenlos zugänglich waren. Der französische Staat aber stellte Strafanzeige gegen die Hausbesetzer. Das folgende Urteil legte fest, dass die Besetzer bis zum 4. Februar 2000 das Haus zu räumen hätten. Doch deren Anwältin Florence Diffre erwirkte eine sechsmonatige Fristverlängerung. Zu dieser Zeit griff die Presse das Thema auf und schuf somit eine breitere Öffentlichkeit, die dazu führte, dass die endgültige Urteilsfindung wiederum hinausgezögert wurde. Auch aus der Politik meldeten sich Stimmen, die mit dem sogenannten Phänomen „Squart&#8221;<sup>1</sup> sympathisierten. Dennoch blieb das Schicksal des Projekts ungewiss. Im März 2001 fanden in Paris Kommunalwahlen statt, aus denen die Sozialisten als Sieger hervorgingen, was den Hausbesetzern einen weiteren Aufschub verschaffte, da die Linke mit ihnen sympathisierte. Der nunmehr sozialistische Bürgermeister Bertrand Delanoë ernannte Christophe Girard von den Grünen zu seinem Kulturbeauftragten, der seitdem alles tut, um die Räumung zu verhindern. Eine vom Kulturministerium in Auftrag gegebene Zählung ergab, dass „Chez Robert, électron libre&#8221; mit 40.000 Besuchern pro Jahr die drittmeist besuchte Ausstellungsstätte für zeitgenössische Kunst in Paris ist.<a title="59 Rivoli Chez Robert, électron libre" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/10/rivoli-detail-fit-in.JPG" rel="lightbox[8]"><img class="alignright" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/10/rivoli-detail-fit-in.thumbnail.JPG" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" /></a> Infolgedessen kündigte Delanoë an, das Gebäude im Namen der Stadt Paris zurückzukaufen und eine Legalisierung der Kunststätte in Gang zu setzen. Auf dem Weg dahin war es nötig, dass die Hausbesetzer einen gemeinnützigen Verein gründen, was auch geschah. Dieser Verein trägt den Namen „59 Rivoli&#8221;. Die Kunststätte ist bis zur endgültigen Entscheidung geschlossen. Weitere Informationen und Abbildungen von Kunstwerken der gegenwärtig offenbar 25 das Haus bewohnenden Künstler finden sich auf der <a title="Link zur Homepage von 59rivoli" href="http://www.59rivoli.org/">Homepage von „59 Rivoli&#8221;</a> sowie auf deren <a href="http://59rivoli.canalblog.com/">Blog</a>, dessen letzter Eintrag jedoch schon über ein halbes Jahr zurückliegt<sup>2</sup>.<br />
Zu den eher unterhaltsamen Künstlern von „59 Rivoli&#8221; zählt offenbar Jean-Luc Abiven, dessen <a href="http://abiven.free.fr/">Homepage</a> einige überraschende Bilder parat hält. Sehr interessant sind auch die Skulpturen und Bilder auf der <a href="http://www.59rivoli.org/bazilio.html">Seite von Bazilio</a>. Reizvoll sind zudem die Werke von Dao,  <a href="http://www.deinki.com/">Deinki</a>, <a href="http://eve.clair.free.fr/">Eve Clair</a>, Francesco, Kalex, Malou, Mariko, Michel Vray, Thierry Hodebar. Doch auch die Werke all jener nicht in dieser Aufzählung genannten Künstler sind allemal einen Blick wert, genau wie diejenigen derer, die früher in der 59 Rue de Rivoli aktiv waren.</p>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_8" class="footnote">Kontraktion der beiden Begriffe „squat&#8221; (engl. u. frz. für „besetztes Haus&#8221;) und „art&#8221; (Kunst) </li><li id="footnote_1_8" class="footnote">Quelle: http://www.59rivoli.org/newsite/index.htm &#8211; Für obigen Text wurde hauptsächlich auf die dort befindliche Darstellung der Ereignisse zurückgegriffen. Damit handelt es sich um die subjektive Sicht der Besetzer.</li></ol>
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		<title>Bis in trunkne Wogen schönheitsselig sinkt der Weltentag</title>
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		<pubDate>Sun, 10 Jun 2007 22:33:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmale]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Skulptur]]></category>
		<category><![CDATA[Denkmal]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir verkünden euch: Der Sinn der Erde ist der Schönheit sich als Leib zu bünden Traum des Seins und Traumeslustgebärde selig in des Lichtes Flur zu gründen Schöpfungsliebesglanz und Morgenfülle blühen Klänge Maasse Formen Lieder Der Notwendigkeit Demant Gefieder Aus des Weltengrunds krystallner Stille zünden sich zu Gleichniss Glanz und Spiegel irdischer Gesichte Allgestalt und [...]]]></description>
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<p><a title="Fenster im Vestibül der Hochschule für Bildende Künste Hamburg (HFBK)" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/fenster-gross.JPG" rel="lightbox[56]"><img src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/fenster-klein.JPG" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" /></a></p>
<blockquote><p>Wir verkünden euch:<br />
Der Sinn der Erde ist der Schönheit sich als Leib zu bünden<br />
Traum des Seins und Traumeslustgebärde selig in des Lichtes Flur zu gründen<br />
Schöpfungsliebesglanz und Morgenfülle blühen Klänge Maasse Formen Lieder<br />
Der Notwendigkeit Demant Gefieder<br />
Aus des Weltengrunds krystallner Stille<br />
zünden sich zu Gleichniss Glanz und Spiegel irdischer Gesichte Allgestalt<br />
und am Gram des Nichts der ewige Riegel<br />
ist der Schönheit heilige Gewalt</p>
<p>Wir entsenden euch:<br />
Der Sinn der Erde soll in euch sich neuer Klarheit zünden<br />
Hehrer Schönheit herrische Gebärde sollt ihr streng der dumpfen Welt verkünden<br />
Denn verheissen ward:<br />
Der Ewigkeiten erster Ring ist feierlich vollendet<br />
wenn dem fernsten Ding und allen Welten ward des Schönen Botschaft zugesendet<br />
Seid ihm Boten!<br />
Traumgeführt umflogen von der Lustgesichte Schwingenschlag<br />
Seid ihm Künder!<br />
Bis in trunkne Wogen schönheitsselig sinkt der Weltentag</p></blockquote>
<p><a title="Frauenskulptur am Gebäude der HFBK" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/frau-fit-in.JPG" rel="lightbox[56]"><img class="alignleft" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/frau-fit-in.thumbnail.JPG" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" /></a><a title="Männerskulptur am Gebäude der HFBK" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/mann-fit-in.JPG" rel="lightbox[56]"><img class="alignright" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/mann-fit-in.thumbnail.JPG" alt="Männerskulptur am Gebäude der HFBK" /></a>So steht es, nicht frei von Umschweife, in den Fenstern des Vestibüls der Hochschule für Bildende Künste Hamburg (HFBK) geschrieben. Der Text flankiert links und rechts die Darstellung einer Frau, die wiederum von der Darstellung zweier Männer umgeben ist. Geschaffen wurden die Fenster von dem österreichischen Graphiker und Maler sowie Mitarbeiter der Wiener Werkstätte Carl Otto Czeschka 1913.<br />
Im gleichen Jahr bezog die Hochschule das von Fritz Schumacher entworfene Gebäude. Nachdem die Schule im Krieg zerbombt worden war, wurde sie 1955 vorbildhaft wiederaufgebaut.<br />
Überlebt haben dabei offenbar die jugendstilhaften Darstellungen einer Frau und eines Mannes aus dem Jahr 1912, die im zur Straße hin gelegenen Innenhof einander gegenüber in die Fassade integriert wurden, so dass sie einander anzublicken scheinen. Darüber hinaus befindet sich die Plastik einer Frau im Vorderhof, die von drei Kindern umgeben ist &#8211; zwei Mädchen und einem Jungen. Während die Mädchen Schutz bei der Mutter zu suchen scheinen, ist es fast so, als ob der Junge sich schützend vor seine Mutter stellt.<br />
<a title="Skulptur einer Frau mit Kindern auf dem Gelände der HFBK" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/frau-kinder-fit-in.JPG" rel="lightbox[56]"><img class="alignleft" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/frau-kinder-fit-in.thumbnail.JPG" alt="Skulptur einer Frau mit Kindern auf dem Gelände der HFBK" /></a><a title="Skulptur Kind auf Pferd auf einem Eckpfosten auf dem Geländer der HFBK" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/kind-pferd-fit-in.JPG" rel="lightbox[56]"><img class="alignright" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/kind-pferd-fit-in.thumbnail.JPG" alt="Skulptur Kind auf Pferd auf einem Eckpfosten auf dem Geländer der HFBK" /></a>Desweiteren befindet sich auf einem Eckpfosten einer Seitenmauer eine Plastik, die aus allen vier Perspektiven das Gleiche darstellt, nämlich einen Knaben auf einem Pferd unter einem Dach aus Rosen. Doch damit nicht genug, die zum Eilbekkanal hin gelegene Fassade ist mit drei weiteren Plastiken bestückt. Diese sind ein märchenhaftes, auf allen Vieren kniendes Pferd mit gelockter Mähne und geblähten Nüstern sowie ein ebenfalls auf allen Vieren kniender Widder, der auch märchenhaft überzogen dargestellt ist. Schließlich befindet sich das Relief einer nackten, von Früchten umgebenen Frau an der Fassade.<br />
<a title="Gedenktafel für Professor Friedrich Adler" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/gedenktafel.JPG" rel="lightbox[56]"><img class="alignleft" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/gedenktafel.thumbnail.JPG" alt="Gedenktafel für Professor Friedrich Adler" /></a>Leider stößt man auch hier wieder auf eine Gedenktafel, auf der man an Naziverbrechen erinnert wird. Die Nazis haben in ihrem menschenverachtenden und völlig hirnlosen Rassenwahn eben auch diese Hochsschule nicht verschont. Das auf der Tafel vermerkte Zitat, das von dem nach Auschwitz verschleppten und dort umgebrachten Professor Friedrich Adler stammt, würde sich im Übrigen, ebenso wie oben zitiertes Gedicht auch hervorragend als Wahlspruch der Hochschule eignen:</p>
<blockquote><p>unser Leben wäre armselig, wenn uns nicht die Einbildungskraft, die Phantasie eingeboren wäre.</p></blockquote>
<p><span id="more-56"></span>Bedauerlicherweise haben ihn die armseligen Faschisten mit ihrem verkümmerten Geist daran gehindert, dieses reiche Leben weiter zu führen.<br />
<a title="Fahrrad in Beton" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/fahrrad.JPG" rel="lightbox[56]"><img class="alignleft" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/fahrrad.thumbnail.JPG" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" /></a>Auf dem Weg um das Gebäude durchquert man einen etwas vernachlässigten Hinterhof, in dem sich ein womöglich einstiges Kustwerk befindet, ein mit beiden Rädern einbetoniertes Fahrrad nämlich. Es wirkt so, als ob man nicht mehr so ganz von der Kreativität der Idee überzeugt gewesen sei und es deshalb in den Hinterhof verbannt hat, wo es nunmehr ein stiefmütterliches, oder vielmehr brennnesseliges Dasein fristet. Wahrscheinlich ist die Entsorgung zu teuer.<br />
<a title="Bauen - Wir bauen weil wir denken" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/bauen-denken.JPG" rel="lightbox[56]"><img class="alignleft" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/bauen-denken.thumbnail.JPG" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" /></a><a title="Bauen - Wir bauen weil wir denken" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/bauen-denken-2.JPG" rel="lightbox[56]"><img class="alignright" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/09/bauen-denken-2.thumbnail.JPG" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" /></a>Vollendet man nun den Rundgang um das Gebäude, stößt man auf das Schild: &#8220;Bauen &#8211; Wir bauen weil wir denken&#8221;. Betrachtet man sich daraufhin nüchtern das Gebäude, an dem sich diese Information befindet, kann man nur zugunsten derjenigen, die sie angebracht haben, hoffen, dass dieser Text blanke Ironie und als Mahnung gedacht ist.</p>
<p>Literatur:</p>
<ul>
<li>Lange, Ralf: Architekturführer Hamburg. Stuttgart, 1995.</li>
<li>Meyhöfer, Dirk: Hamburg &#8211; Der Architekturführer. Berlin, 2007.</li>
</ul>

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		<title>Flucht zu Ostern &#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Jan 2007 02:28:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Religion]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bild zeigt die Ruine des Zisterzienserklosters in Nimbschen bei Grimma in Sachsen von Nordwesten aus gesehen. Zu sehen sind die Außenmauern des Kapitelsaals und des Konventgebäudes. Im ersten Stockwerk befand sich der Schlafsaal. Gegründet wurde das Kloster im Jahr 1243 vom Wettiner Markgrafen Heinrich dem Erlauchten (1221-88) zunächst in der Nähe von Torgau. Das [...]]]></description>
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<p><a title="Klosterruine Nimbschen" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/10/nimbschen-gross.JPG" rel="lightbox[242]"><img src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/10/nimbschen-klein.JPG" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" /></a></p>
<p><span class="initial">D</span>as Bild zeigt die Ruine des Zisterzienserklosters in Nimbschen bei Grimma in Sachsen von Nordwesten aus gesehen. Zu sehen sind die Außenmauern des Kapitelsaals und des Konventgebäudes. Im ersten Stockwerk befand sich der Schlafsaal. Gegründet wurde das Kloster im Jahr 1243 vom Wettiner Markgrafen Heinrich dem Erlauchten (1221-88) zunächst in der Nähe von Torgau. Das Nonnenkloster zog zweimal um, 1250 nach Grimma und um 1291 schließlich nach Nimbschen, unmittelbar an die Mulde, wo die Ruinen noch heute zu besichtigen sind. Zur rechtlichen Absicherung war das Kloster bereits 1244 in den Zisterzienserorden inkorporiert worden. Sechs Jahre später erhielt das Nonnenkloster in Nimbschen das &#8220;privilegium commune&#8221; des Zisterzienserordens von Papst Innozenz dem IV. verliehen. Ungeachtet dessen unterstanden die Nonnen dem Bischof der Merseburger Diözese.<br />
Die Nonne Katharina von Bora war im Jahr 1510 von ihrem Vater nach Nimbschen ins Kloster gegeben worden, wo sie Lesen, Schreiben und Latein lernte. Die reformatorischen Gedanken gingen auch an diesem Kloster nicht spurlos vorüber und beeinflussten die dort lebenden Nonnen. Zusammen mit anderen Nonnen beschloss Katharina von Bora die Flucht. Sie baten Luther selbst um Hilfe, der zu Ostern 1523 einen Wagen schickte, in dem die fluchtwilligen Nonnen schließlich unter Mithilfe des Torgauer Ratsherren Leonhard Koppe entkamen.</p>
<p><span id="more-242"></span>Luther brachte sämtliche geflohene Frauen in Wittenberg unter und verheiratete sie mit ehrenwerten Männern. Nachdem bei Katharina der erste Versuch einer solchen Eheanbahnung am Widerstand der Familie des auserkorenen Patriziersohnes gescheitert war, scheiterte der zweite am Widerstand Katharinas. Sie hatte nun Luther dazu ausersehen, ihr Gatte zu werden. Jener war der Idee offenbar nicht abgeneigt, denn nachdem er 1524 seinen Mönchsstand aufgegeben hatte, kam es ein Jahr später in Wittenberg zur Hochzeit. Von Bora gebar sechs Kinder, von denen zwei jung starben.<br />
Nach Luthers Tod (1546) weigerte sich von Bora, mit ihren Kindern das ehemalige Augustinerkloster in Wittenberg zu verlassen, das sie nach der Hochzeit mit Luther bezogen hatte, und stattdessen in ein bescheidenes Witwendomizil umzuziehen. So blieb sie zunächst im ehemaligen Kloster und bewirtschaftete weiter die dazugehörigen Ländereien.<br />
Doch im gleichen Jahr brach der Schmalkaldische Krieg aus, in dem Kaiser Karl V. gegen die protestantischen Fürsten zog, die sich nach dem Augsburger Reichstag von 1530 zum Schmalkaldischen Bund zusammengeschlossen hatten. Er hatte erst jetzt die Mittel dazu, da seine Truppen zuvor in Auseinandersetzungen mit Frankreich in den Italienischen Kriegen gebunden gewesen waren. Von Bora flüchtete vor dem Schmalkaldischen Krieg nach Magdeburg, später nach Braunschweig. Im Juli 1547 kehrte sie schließlich nach Wittenberg zurück und fand ihre Gebäude und Ländereien zerstört vor. Ihre daraus resultierende wirtschaftliche Not wurde durch die Unterstützung zweier ihr wohl gesonnener Fürsten gelindert. Im Jahr 1552 musste sie Wittenberg aufgrund von Pest und Missernten jedoch erneut verlassen. Sie floh nach Torgau, vor dessen Toren sie in einen Verkehrsunfall geriet. Kurz darauf erlag sie am 20. Dezember des gleichen Jahres im Alter von 53 Jahren den Unfallfolgen.<br />
Das Kloster Nimbschen wurde nach dem Tod der Äbtissin im Jahr 1536 aufgelöst. Zuvor war im Jahr 1529 der Gottesdienst nach evangelischen Grundsätzen eingeführt und der Äbtissin und den noch verbliebenen 17 Nonnen freigetellt worden, das Kloster zu verlassen. Bis ins Jahr 1542 führte der Klosterverwalter den Wirtschaftsbetrieb weiter. Danach wurde es von Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen verpachtet, bis Kurfürst Moritz von Sachsen die Klosterbesitzungen schließlich im Jahr 1550 der neugegründeten Landesschule in Grimma übereignete. Bis hinein ins 19. Jahrhundert wurden die Klausurgebäude und die Kirche des Klosters zur Gewinnung von Baumaterial abgetragen. Freunde der Geschichte können sich glücklich schätzen, dass man sich in Grimma offenbar nunmehr auf anderere Quellen zur Baustoffgewinnung verlegt hat. Unter anderem dieser Tatsache ist es wohl zu verdanken, dass nicht nur die Ruinen des Kapitelsaals und des Konventgebäudes erhalten sind, sondern darüber hinaus auch der südwestlich davon gelegene Klosterbrunnen.</p>
<p><a title="Klosterruine Nimbschen Innenansicht" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/10/nimbschen-2-gross.JPG" rel="lightbox[242]"><img src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/10/nimbschen-2-klein.JPG" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" /></a></p>
<p><a title="Klosterruine Nimbschen von Westen aus gesehen" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/10/nimbschen-3-gross.JPG" rel="lightbox[242]"><img src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/10/nimbschen-3-klein.JPG" alt="nimbschen-3-klein.JPG" /></a></p>

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		<title>Bunker Hinrichsenstraße 27/29 (Hamburg Hohenfelde)</title>
		<link>http://espritdescalier.de/blog/2006/12/26/bunker-hinrichsenstrasse/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Dec 2006 14:27:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Luftschutzbunker]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Bunker in der Hinrichsenstraße im Hamburger Stadtteil Hohenfelde geht auf Entwürfe des Architekten Ulrich Pierstorff aus dem Jahr 1941 zurück1. Im Jahr 1950 wurde der Bunker „entfestigt&#8221; und umgebaut, womit „38 Ein- und Zweizimmerwohnungen für ältere Leute, allein stehende Berufstätige und kinderlose Ehepaare mit geringem Einkommen&#8221; geschaffen wurden2. Im Rahmen einer späteren Modernisierung wurden [...]]]></description>
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<p><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-h1.jpg" rel="lightbox[716]"><img class="alignleft size-full wp-image-1752" title="Bunker in der Hinrichsenstraße" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-h1-thumb.jpg" alt="" width="160" height="107" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-h2.jpg" rel="lightbox[716]"><img class="alignright size-full wp-image-1753" title="Bunker in der Hinrichsenstraße" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-h2-thumb.jpg" alt="" width="160" height="107" /></a><span class="initial">D</span>er Bunker in der Hinrichsenstraße im Hamburger Stadtteil Hohenfelde geht auf Entwürfe des Architekten Ulrich Pierstorff aus dem Jahr 1941 zurück<sup>1</sup>. Im Jahr 1950 wurde der Bunker „entfestigt&#8221; und umgebaut, womit „38 Ein- und Zweizimmerwohnungen für ältere Leute, allein stehende Berufstätige und kinderlose Ehepaare mit geringem Einkommen&#8221; geschaffen wurden<sup>2</sup>. Im Rahmen einer späteren Modernisierung wurden Balkone aus Metall angebaut. Die Fassade erhielt einen hellgelben und freundlich wirkenden Anstrich. Diesem Gebäude sieht ein Passant ohne entsprechende Fachkenntnisse kaum noch sein Bunkervorleben an. Eine gelungene Umwidmung also, ohne ästhetische Abstriche.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-h3.jpg" rel="lightbox[716]"><img class="alignnone size-full wp-image-1755" title="Bunker in der Hinrichsenstraße" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-h3-thumb.jpg" alt="" width="160" height="107" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-h4.jpg" rel="lightbox[716]"><img class="alignnone size-full wp-image-1756" title="Bunker in der Hinrichsenstraße" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-h4-thumb.jpg" alt="" width="160" height="107" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-h5.jpg" rel="lightbox[716]"><img class="alignnone size-full wp-image-1757" title="Bunker in der Hinrichsenstraße" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-h5-thumb1.jpg" alt="" width="160" height="107" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/08/bunker-h6.jpg" rel="lightbox[716]"><img class="alignnone size-full wp-image-1758" title="Bunker in der Hinrichsenstraße" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-h6-thumb1.jpg" alt="" width="160" height="107" /></a></p>
<p style="text-align: center;">
<p><em>Literatur:</em></p>
<ul>
<li><em>Schmal, Helga u. Selke, Tobias: Bunker &#8211; Luftschutz und Luftschutzbau in Hamburg. Unter Mitarbeit v. Henning Angerer u. Ilse Rüttgerodt-Riechmann. Herausgegeben von der Kulturbehörde und dem Denkmalschutzamt. Hamburg, 2001.</em></li>
</ul>
<ol class="footnotes"><li id="footnote_0_716" class="footnote">Schmal, Helga u. Selke, Tobias: Bunker &#8211; Luftschutz und Luftschutzbau in Hamburg. Unter Mitarbeit v. Henning Angerer u. Ilse Rüttgerodt-Riechmann. Herausgegeben von der Kulturbehörde und dem Denkmalschutzamt. Hamburg, 2001, S. 116f.</li><li id="footnote_1_716" class="footnote">ebd.</li></ol>
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		<title>Bunker Sillemstraße (Hamburg Eimsbüttel)</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Dec 2006 13:54:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Luftschutzbunker]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Hochbunker in der Sillemstraße ist ein hervorragendes positives Beispiel für eine Entfestigung und Umwidmung, die zudem auch ästhetisch gelungen ist. Hier wird Geschichte nicht verleugnet, sondern in die Gegenwart integriert. Somit bleibt sie kein Fremdkörper im Alltag der Menschen. Vielmehr verschmilzt sie mit ihm, ohne jedoch unkenntlich gemacht zu werden. Verwandte Artikel Radio Hamburg [...]]]></description>
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<p style="text-align: center;"><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-sillem-1.jpg" rel="lightbox[710]"><img class="alignnone size-full wp-image-1743" title="Bunker in der Sillemstraße von der Sillemstraße aus in Richtung Westen gesehen (links im Hintergrund ist die Apostelkirche zu sehen)" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-sillem-1-thumb.jpg" alt="" width="160" height="107" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-sillem-2.jpg" rel="lightbox[710]"><img class="alignnone size-full wp-image-1746" title="Bunker in der Sillemstraße von der Sillemstraße aus in Richtung Südwesten gesehen (rechts im Hintergrund ist die Apostelkirche zu sehen)" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-sillem-2-thumb.jpg" alt="" width="160" height="107" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-sillem-3.jpg" rel="lightbox[710]"><img class="alignnone size-full wp-image-1745" title="Bunker in der Sillemstraße von 'Bei der Apostelkirche' aus Richtung Osten gesehen" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-sillem-3-thumb.jpg" alt="" width="160" height="107" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-sillem-4.jpg" rel="lightbox[710]"><img class="alignnone size-full wp-image-1744" title="Bunker in der Sillemstraße von der Lappenbergsallee aus Richtung Norden gesehen" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/bunker-sillem-4-thumb.jpg" alt="" width="160" height="107" /></a></p>
<p><span class="initial">D</span>er Hochbunker in der Sillemstraße ist ein hervorragendes positives Beispiel für eine Entfestigung und Umwidmung, die zudem auch ästhetisch gelungen ist. Hier wird Geschichte nicht verleugnet, sondern in die Gegenwart integriert. Somit bleibt sie kein Fremdkörper im Alltag der Menschen. Vielmehr verschmilzt sie mit ihm, ohne jedoch unkenntlich gemacht zu werden.</p>

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		<title>S-Bahn-Haltestelle Hasselbrook Hamburg Hamm</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Dec 2006 13:29:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>

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<a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/s-bahnhaltestelle-hasselbrook-hamburg-hamm-4.jpg" rel="lightbox[705]"><img class="alignnone size-full wp-image-1775" title="S-Bahn-Haltestelle Hasselbrook Hamburg Hamm" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/s-bahnhaltestelle-hasselbrook-hamburg-hamm-4-thumb.jpg" alt="" width="160" height="128" /></a><a href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/s-bahnhaltestelle-hasselbrook-hamburg-hamm-5.jpg" rel="lightbox[705]"><img class="alignnone size-full wp-image-1776" title="S-Bahn-Haltestelle Hasselbrook Hamburg Hamm" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2008/09/s-bahnhaltestelle-hasselbrook-hamburg-hamm-5-thumb.jpg" alt="" width="160" height="128" /></a></p>

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		<title>Fritz Schumacher</title>
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		<pubDate>Mon, 25 Dec 2006 00:35:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Nekropolis]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei einem Apologeten neuzeitlicher Backsteinbauweise ist es fast verwunderlich, dass dessen Grabmal nicht auch aus roten Backsteinen besteht &#8211; das wäre doch nur konsequent gewesen, insbesondere angesichts der Tatsache, dass nicht nur halb Hamburg von dieser Schumacherschen Backsteinmoderne geprägt ist (zum absoluten Vorteil der Stadt), sondern selbst der Friedhof, auf dem er ruht, nicht ungeschoren [...]]]></description>
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<p><a title="Grabstätte von Fritz Schumacher" href="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/10/schumacher-gr.JPG" rel="lightbox[145]"><img class="alignleft" src="http://espritdescalier.de/blog/wp-content/uploads/2007/10/schumacher-klein.JPG" alt="© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007" /></a><span class="initial">B</span>ei einem Apologeten neuzeitlicher Backsteinbauweise ist es fast verwunderlich, dass dessen Grabmal nicht auch aus roten Backsteinen besteht &#8211; das wäre doch nur konsequent gewesen, insbesondere angesichts der Tatsache, dass nicht nur halb Hamburg von dieser Schumacherschen Backsteinmoderne geprägt ist (zum absoluten Vorteil der Stadt), sondern selbst der Friedhof, auf dem er ruht, nicht ungeschoren davonkam. Sowohl das Krematorium auf dem Ohlsdorfer Friedhof als auch die Kapelle 13 wurden nämlich nach seinen Entwürfen gebaut. Wäre da also nicht wenigstens ein von Klinkern umsäumter Grabstein angemessen gewesen?</p>
<p>Pünktlich zur Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde Schumacher als Oberbaudirektor der Stadt Hamburg zwangspensioniert. Dann hatte er noch das fragwürdige Vergnügen, viele der von ihm entworfenen Bauwerke im von den Nazis verschuldeten Bombenhagel der Alliierten untergehen zu sehen. Dass er nach dem Krieg seinen Wohnsitz von Hamburg nach Lüneburg verlegte und Hamburg bis zu seinem Tod im Jahr 1947 kaum noch besuchte, nimmt daher nicht gerade wunder. Man darf dankbar sein, dass doch einige seiner Bauwerke den Krieg überdauert haben und das Nachkriegs-Hamburg um einiges weniger trist erscheinen lassen.</p>

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		<title>Bunker Henriettenstraße, Ecke Schulweg (Hamburg Eimsbüttel)</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Dec 2006 18:52:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Stefan Fix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Luftschutzbunker]]></category>
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		<description><![CDATA[Dieser Hochbunker kann wohl mit Fug und Recht zur Gruppe der hässlicheren Exemplare gezählt werden. Er dient offensichtlich als Träger von Mobilfunkantennen. Außerdem ist er wohl auch über Weltkrieg und Kalten Krieg hinaus als „Öffentlicher Schutzraum&#8221; vorgesehen, wie das an ihm besfestigte Hinweisschild zeigt. Das würde bedeuten, dass der Bunker mit seiner Belüftungsanlage weiterhin instandgehalten [...]]]></description>
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<p>Dieser Hochbunker kann wohl mit Fug und Recht zur Gruppe der hässlicheren Exemplare gezählt werden. Er dient offensichtlich als Träger von Mobilfunkantennen. Außerdem ist er wohl auch über Weltkrieg und Kalten Krieg hinaus als „Öffentlicher Schutzraum&#8221; vorgesehen, wie das an ihm besfestigte Hinweisschild zeigt. Das würde bedeuten, dass der Bunker mit seiner Belüftungsanlage weiterhin instandgehalten werden und somit auch für unabsehbare Zeit wohl keinen Umbau zugunsten der Ästhetik erfahren wird.</p>

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