Skip to content

F. A. Brockhaus – Gesprächsstoff …

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007Der Grabstein von Friedrich Arnold Brockhaus (*1772 in Dortmund – †1823 in Leipzig), dem Begründer des Brockhaus-Verlages und Herausgeber des ersten Brockhaus-Konversationslexikons, befindet sich im Lapidarium des Alten Johannisfriedhofs in Leipzig. Daneben stehen die Grabsteine sechs weiterer Mitglieder der Familie Brockhaus, nämlich von: Heinrich Brockhaus (*1804 in Amsterdam – †1874 in Leipzig), Doktor der Philosophie sowie Buchhändler und Druckereibesitzer, Hermann Brockhaus (*1772 in Dortmund – †1877 in Leipzig), Doktor und Professor der Philosophie sowie Königl. Sächs. Geheimer Hofrat, Friedrich Clemens Brockhaus (*1837 in Dresden – †1877 in Leipzig), Doktor und Professor der Philosophie sowie Pastor zu St. Johannis, Heinrich Rudolf Brockhaus (*1838 in Leipzig – †1898 in Leipzig), Verlagsbuchhändler, Rudolf Heinrich Brockhaus (*1864 – †1943), ebenfalls Verlagsbuchhändler sowie Erich Raphael Brockhaus (*1870 – †1945), Ingenieur.
Ganz ähnlich wie im Fall des Reclam-Verlages und des Insel-Verlages bestanden während der deutschen Teilung zwei Brockhausverlage. So setzte Eberhard Brockhaus im Jahr 1945 die Verlegertradition zunächst noch unter seinem Namen in Wiesbaden fort, wo der Verlag nach der Enteignung des Leipziger Stammhauses jedoch wieder als F. A. Brockhaus firmierte. Im Jahr 1984 fusionierte F. A. Brockhaus aus existenziellen Nöten1 mit seinem größten Kontrahenten – der Bibliographisches Institut AG2 zur Firma BIFAB (Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG), deren gemeinsamer Sitz von 1985 an Mannheim war. Vier Jahre darauf stieg der Wörterbuchverlag Langenscheidt als Großaktionär in die Firma ein.
© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2007In Leipzig hingegen wurde der Verlag 1953 enteignet und schließlich in einen Volkseigenen Betrieb, nämlich den VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig umgewandelt, der bis 1990 bestand. Dann folgte die Reprivatisierung. Im Jahr 1992 wurde der Leipziger Verlag zur Tochtergesellschaft der Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, mit dem Namen F. A. Brockhaus GmbH. Anders als im Fall des Reclam-Verlages, besann man sich in Mannheim offenbar auf die eigene Tradition und steht noch heute zu ihr. Ein Leipziger Zweig besteht fort und war 2005 mit daran beteiligt, die 21. Auflage der Brockhaus Enzyklopädie in 30 Bänden und etwa 300.000 Stichworten herauszubringen. Hierbei handelt es sich um die letzte gedruckte Ausgabe der Enzyklopädie. Fortan wird sie ausschließlich in digitaler Form erscheinen. Die erste digitale Ausgabe erschien 2002 auf zwei CD-ROMs und einer DVD. Die aktuellste Version – die 21. Auflage – erschien sowohl in Buchform als auch digital auf zwei DVD-ROMs sowie auf einem USB-Stick.

  1. der Markt war gesättigt und Lexika verkauften sich daher nur schleppend []
  2. 1824 von Joseph Meyer in Gotha gegründet, zunächst nach Hildburghausen und 1874 nach Leipzig verlegt []

Post a Comment

Your email is never published nor shared. Required fields are marked *
*
*

Bloggeramt.de Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de