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Bunker Hinrichsenstraße 27/29 (Hamburg Hohenfelde)

Der Bunker in der Hinrichsenstraße im Hamburger Stadtteil Hohenfelde geht auf Entwürfe des Architekten Ulrich Pierstorff aus dem Jahr 1941 zurück1. Im Jahr 1950 wurde der Bunker „entfestigt“ und umgebaut, womit „38 Ein- und Zweizimmerwohnungen für ältere Leute, allein stehende Berufstätige und kinderlose Ehepaare mit geringem Einkommen“ geschaffen wurden2. Im Rahmen einer späteren Modernisierung wurden Balkone aus Metall angebaut. Die Fassade erhielt einen hellgelben und freundlich wirkenden Anstrich. Diesem Gebäude sieht ein Passant ohne entsprechende Fachkenntnisse kaum noch sein Bunkervorleben an. Eine gelungene Umwidmung also, ohne ästhetische Abstriche.

Literatur:

  • Schmal, Helga u. Selke, Tobias: Bunker – Luftschutz und Luftschutzbau in Hamburg. Unter Mitarbeit v. Henning Angerer u. Ilse Rüttgerodt-Riechmann. Herausgegeben von der Kulturbehörde und dem Denkmalschutzamt. Hamburg, 2001.
  1. Schmal, Helga u. Selke, Tobias: Bunker – Luftschutz und Luftschutzbau in Hamburg. Unter Mitarbeit v. Henning Angerer u. Ilse Rüttgerodt-Riechmann. Herausgegeben von der Kulturbehörde und dem Denkmalschutzamt. Hamburg, 2001, S. 116f. []
  2. ebd. []
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3 Comments

  1. Regina Barthel wrote:

    Hallo,

    mich interessiert die Adresse Hinrichsenstraße 29, weil dort bis 1942 ein Frau Bella SPeyer wohnte, die dann von den Nazis umgebracht wurde. Wir wollen ihr jetzt einen Stolperstein setzen.
    Können Sie mir sagen, wann der Bunker gebaut worden ist? War die Nummer noch für ein Wohnhaus vergeben?

    mfg,
    Regina Barthel

    Montag, Mai 18, 2009 at 16:33 | Permalink
  2. Stefan Fix wrote:

    Hallo Frau Barthel,

    leider kann ich Ihnen Ihre Frage nicht genau beantworten. Ich weiß nur, dass bei der Mehrzahl der Hochbunker bereits vorhandene Baulücken verwendet wurden (Schmal, Helga u. Selke, Tobias: Bunker – Luftschutz und Luftschutzbau in Hamburg. Unter Mitarbeit v. Henning Angerer u. Ilse Rüttgerodt-Riechmann. Herausgegeben von der Kulturbehörde und dem Denkmalschutzamt. Hamburg, 2001, S. 91.)

    Das kann durchaus bedeuten, dass auch der Bunker in der Hinrichsenstraße auf einer Brachfläche errichtet wurde. Unabhängig davon kann aber zu einem noch früheren Zeitpunkt auf dieser Fläche sehr wohl ein anderes Wohnhaus gestanden haben, wofür ja auch die Hausnummernverteilung spräche.

    Sie haben nun aber die Information (woher?), dass in der Hausnummer 29 bis 1942 diese Dame gelebt habe. Der Entwurf des Architekten Ulrich Pierstorff für den Bunker in der Hinrichsenstraße stammt aus dem Jahr 1941.Vom Entwurf bis zum Bau hat es in dieser Zeit aufgrund des zunehmend akuten Bedarfs nicht lange gedauert. Das Jahr 1942 käme daher durchaus für die Fertigstellung infrage. Ich habe dazu aber keine Angaben finden können. Wenn Ihre Information zutrifft, dann spräche ja einiges dafür, dass in diesem Fall eben doch ein Wohnhaus für den zu erbauenden Bunker weichen musste. Vielleicht gab es eine Baulücke in der Nr. 27, die aber nicht groß genug war, so dass man beschloss, das Nachbarhaus abzureißen.

    Aufschlussreich könnte natürlich ein Blick in ein damaliges Telefonbuch bzw. Adressverzeichnis sein. Für genauere Auskünfte bitte ich Sie, sich mit der Hamburger Kulturbehörde bzw. dem Denkmalschutzamt in Verbindung zu setzen. Ich selbst habe dort (per E-Mail) sehr gute Erfahrungen gemacht. Es kann zwar etwas dauern, bis man Auskunft erhält, aber diese erfolgt dann bereitwillig, freundlich und fundiert. Es sollte mich wundern, wenn man Ihnen bei Ihrem Vorhaben nicht die erforderlichen Informationen zur Verfügung stellt. Viel Erfolg und freundliche Grüße,

    Stefan Fix

    Mittwoch, Mai 20, 2009 at 18:45 | Permalink
  3. Regina Barthel wrote:

    vielen Dank, Herr Fix, für die ausgezeichnete Information!!
    Regina Barthel

    Mittwoch, Mai 20, 2009 at 20:51 | Permalink

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