Skip to content

Bunker Regerstraße / Ecke Haydnstraße (Hamburg Bahrenfeld)

reger-1-thumb-1321reger-2-thumb-1336

 

 

 

 

 

 

reger-3-thumb-1348

Verwandte Artikel

Nichts zu verschenken …

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2013

In Zeiten der Wirtschaftskrise in Portugal hat selbst der Weihnachtsmann leere Taschen – glaubt man obenstehender Streetart-Darstellung. Gesehen in Porto im Viertel Miragaia in der Travessa do Carregal.1

  1. Künstler/in: Pita (kopfstehender Schriftzug neben dem rechten Weihnachtsmannstiefel) – Aufgenommen am 27.06.2012 []
Verwandte Artikel

Space Invaders alien caught trying to cross a street …

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2013Blauer Alien wartet ordnungsgemäß auf grünes Licht, um auf dem Zebrastreifen die Straße zu überqueren. Die Invasoren sind sich offenbar ihrer Vorbildrolle bewusst. Nur so kann die Sympathie der Einheimischen auf Dauer gewonnen werden, ganz im Sinne des „winning hearts and minds“. Gesehen in Porto im Viertel Cedofeita in der  Rua da Constituição Ecke Rua São Brás.

Zuständig für die weltweite Invasion der Mosaik-Aliens ist an sich ja der französische Streetart-Künstler »Invader«. Dieser führt in seiner List of invaded Cities jedoch keine einzige portugiesische Stadt auf1, weshalb davon auszugehen ist, dass es sich hier um einen Nachahmer handelt. Abgesehen davon macht sich der Original-Invasor vornehmlich an senkrechten Flächen zu schaffen, während es sich hier um eine waagerechte Fläche handelt. Überdies bringt der »Invader« seine eigenen Mosaiksteinchen mit und befestigt sie mittels Zement an einer Mauer. Hier aber wurden bereits vorhandene Gehwegsteine eingefärbt.2

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2013Hinsichtlich solcher Nachahmer lässt »Invader« wissen, dass er deren Arbeiten als Hommage auffasse.3 Zudem habe er selbst bereits mit dem Gedanken gespielt, nicht mehr als Einzeltäter zu agieren, sondern in der Gruppe zu invadieren. Diesen Gedanken habe er jedoch wieder verworfen, da er es als zu umständlich betrachte, diese Arbeit zu delegieren.

Der »Invader« möchte die Bedeutung des Begriffs „Space Invaders“ von „Eindringlinge aus dem Weltraum“ erweitert wissen auf „Eindringling in den Raum“4 also „Eroberer des öffentlichen Raumes“ (public space), als der er sich nämlich sieht.

Zu seinem Bewertungssystem befragt, teilt »Invader« mit, dass er seinen Aliens zwischen 10 und 50 Punkte gibt, je nach Größe, Beschaffenheit und Ort der Anbringung. Jede Stadt erhält eine sich aus allen in ihr befindlichen Aliens ergebende Gesamtpunktzahl.5

Angesichts der enormen Größe des hier vorliegenden Aliens, kann man über seine unspektakuläre Beschaffenheit und den leicht zu erreichenden Anbringungsort hinwegsehen und dem Nachahmer getrost 30 Punkte zuerkennen. Nach dem Vorbild des »Invader« ergäbe sich folgende Übersicht: Invasion of Porto 07/2012 – Invasions: 1 – Score: 30 points.

  1. Stand 04.07.2012 []
  2. Eine bekannte Ausnahme ist die Dachterasse der französischen Tageszeitung Libération, deren Bodenplatten »Invader« einfärbte. []
  3. FAQs auf der Website von Invader: „Ceci dit, j’ai déjà reçu des photos de space invaders situés dans des villes où je n’ai jamais mis les pieds ! Je trouve cela plutôt positif, je le prends comme un hommage. J’ai déjà pensé à cette idée de mettre au point une stratégie d’invasion de groupe mais il est trés difficile de déléguer ce travail. C’est donc quelque chose que je n’encourage pas mais que je ne condamne pas non plus.“ []
  4. FAQs auf der Website von Invader: „De plus, traduit librement, Space invader peut signifier „envahisseur d’espace“, ce qui est plutôt une bonne définition de ce projet…“ bzw. in der englischen FAQs-Version: „And »space invader« is a pretty good definition of what I’m doing… invading spaces!“ []
  5. FAQs auf der Website von Invader: „Each Space Invader is worth between 10 and 50 points depending on its size, composition and where it is.  So each invaded city has a score that’s added to previous scores.“ []
Verwandte Artikel

Stencil von CIZEL in Porto

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2012

Stencil eines Frauenprofils auf rosafarbenem Grund mit floralen Zusatzelementen.
Gesehen auf einem Verteilerkasten in Porto im Viertel Paranhos in der Rua Pedro Ivo.

Verwandte Artikel

Stencil von XOOOOX in Hamburg (Altstadt)

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2011

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2011

Auf dem Weg von der Spitaler Straße in Richtung Binnenalster findet sich in der Straße Brandsende ein weiteres Werk des Berliner Streetart-Künstlers XOOOOX. Anders als das Stencil in der HafenCity ist dieses hier nicht an einem Schaltschrank angebracht, sondern an einem Mauervorsprung. Diese Fläche wirkt wirklich, als hätte sie nur darauf gewartet, gefüllt zu werden, weil sie so klar umrissen ist und den Eindruck einer gerahmten Leinwand macht. Google Street View gibt Aufschluss darüber, woher diese Umrisse stammen. Mindestens bis zum September 2008 hing ebendort offenbar eine Werbevitrine.

Dieses Bild hat XOOOX der Allgemeinheit geschenkt. Genauso wie seine hockende Frau in der Speicherstadt werden aber auch von der hier abgebildeten Frau weitere Exemplare mobiler Natur nicht eben zu Schnäppchenpreisen gehandelt. So bietet die New Yorker DE BUCK GALLERY drei gespiegelte Varianten an. Zwei davon auf Metallplatten (eine rostig, die andere blau lackiert mit Rost), die dritte auf zusammengefügten Brettern. Diese dritte Variante bietet die DE BUCK GALLERY auf der Online-Kunsthandelsplattform Artspace zu einem Preis von stolzen 6302 Euro an. Sie trägt den Titel „Livin Proof“, ist auf der Rückseite vom Künstler signiert und wird mit Echtheitszertifikat geliefert. Ein „lebendiger Beweis“ dafür, dass die Kommerzialisierung bei XOOOOX in vollem Gange ist. Von irgendetwas muss man schließlich leben. Gleichzeitig vernachlässigt XOOOOX aber die Straße nicht, so dass diejenigen, die gerade keine mittlere vierstellige Summe flüssig haben, auch etwas davon haben.

Allenthalben liest man, dass XOOOOX seine Kunst einerseits als Hommage an die Kunst und Ästhetik traditioneller Haute Couture verstanden wissen will und andererseits als Kritik an der Überindustrialisierung und Uniformität global agierender Massenmodemarken wie beispielsweise H&M.

So verfremdete XOOOOX dessen Logo während der Berliner Fashion Week im Sommer 2008 in einer vermeintlichen Werbung auf einer Plakatwand zum HIV-Schriftzug, um seiner Auffassung Ausdruck zu verleihen, dass solche Massenmarken mit ihrer Gleichmacherei die Welt wie ein Virus befallen.

XOOOOX arbeitet mit den Mitteln der Rekontextualisierung und Verfremdung. Seine weiblichen Models befinden sich eben nicht in bunten Hochglanzmagazinen, sondern auf alten, schäbigen Wänden und auf grauen Verteilerkästen. Diese Rekontextualisierung kontrastiert Schönheit und Perfektion mit Vergänglichkeit und Unvollkommenheit. Das macht die dargestellten Personen nahbarer und menschlicher und wirft einen Schatten auf den schönen Schein der Modeindustrie.

Außerdem verfremdet und rekontextualisiert XOOOOX auch die Logos von Luxus-Modelabels wie Chanel und Hermès sowie die Signets von Luxus-Uhrenmarken wie Breitling und Patek Philippe. Dabei bleibt der bildliche Teil des Logos unangetastet und nur der jeweilige Originalschriftzug wird durch  „XOOOOX“ ersetzt. Die im Logo von Hermès und Patek Philippe vorkommenden Herkunftsbezeichnungen (Paris und Genève) bleiben dagegen erhalten.

Auch ein mopsartiger Hund taucht hin und wieder auf einer öffentlichen Wand auf. So gut wie allen dargestellten Lebewesen ist gemein, dass sie mit einer Art Denkblase versehen sind. Diese besteht nicht wie typischerweise aus umrissenen Wölkchen, die nach und nach zu größeren Wolken werden, und in deren größter dann die Gedanken stehen. Vielmehr bestehen sie aus einer Anhäufung der Buchstaben »X« und »O«. Klein und vom Kopf ausgehend, wächst ihre Größe mit zunehmender Entfernung vom Kopf. Diese Buchstabenwolke vermittelt den Eindruck, dass die Geschöpfe von „XOOOOX“ alle gerade an ihren Schöpfer denken. Zugleich dient diese Denkblase als Signatur.

Verwandte Artikel

Stencil von Piratoz in Hamburg (Rotherbaum)

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2011

Stencil von PIRATOZ (Bundesstraße, Hamburg, Oktober 2011)

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2011

Stencil von PIRATOZ (Bundesstraße, Hamburg, Oktober 2011)

Auf den ersten Blick einem Stencil von »Xoooox« nicht unähnlich, handelt es sich hier jedoch bei näherem Hinsehen um ein weit weniger detailreiches und ein wesentlich unsauberer gearbeitetes Stencil. Die auf dem Bauch liegende Schönheit hat auf ihrem rechten Unterarm »PIRATOZ« tätowiert. Der Name »PIRATOZ« ist bei diesem Street-Artisten Programm, fällt er doch sonst eher durch die monothematische Verbreitung von Piratensymbolik auf (siehe weitere Abbildungen unten). In einer Hafenstadt wie Hamburg bietet sich das an sich ja an. Eingedenk allerdings der Tatsache, dass diese Assoziation zuvor schon einer nicht geringen Zahl Anderer in den Sinn gekommen ist, lässt sich eine gewisse Übersättigung des Stadtbilds mit Freibeutersymbolik nicht leugnen.

Ob es sich nun um den allgegenwärtigen Jolly Roger vom FC St. Pauli handelt, der sich aufgrund massiven Merchandisings zu einem regelrechten Mainstream-Symbol gewandelt hat, so dass seine Träger ihre Absicht, eine nonkonformistische, alternative oder gar rebellische Haltung zur Schau zu tragen selbst ad absurdum führen.

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2010

Standardmotiv von PIRATOZ (Illegalerie #7 Shanghaiallee – Paste-Up, HafenCity – Juni 2010)

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2010

Paste-Up von PIRATOZ, Stresemannstraße, Juni 2010

Oder ob es sich um die gekreuzten Säbel der Sansibar auf Sylt handelt, die gefühlt jeder Zweite auf das Heck seines Autos zu kleben sich bemüßigt zu fühlen scheint. Dann gibt es noch die Brauer der Hamburger ColaRebell, die – wie sollte es anders sein – zwei sich kreuzende stilisierte Säbel im Logo hat. Seeräuberromantik und diffuses Rebellengefühl, das soll damit wohl heraufbeschworen werden und ist doch längst Teil einer bedeutungslosen Folklore.

Die Verwendung gekreuzter Schwerter und Knochen, von Dreizack, Augenklappe, Kopftuch, Holzbein und Totenkopf als Insignien wilder, unangepasster Freibeuter scheint der Hoffnung Ausdruck zu verleihen, dass sie irgendwie auf die eigene bürgerliche, angepasste Identität abfärben mögen.

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2010

Piratenpapagei mit Kopftuch, Holzbein und Säbel auf Kachel

Die Dame oben scheint eine wohltuende Abwechslung in der Masse bedeutungsleerer Hülsen von Seemannssymbolik zu sein. Aber wahrscheinlich handelt es sich doch nur um eine Seemannsbraut, womit PIRATOZ dann seinem Lieblingssujet treu geblieben wäre.

 

Verwandte Artikel

Paste-Ups von Quasikunst und Funk25

www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2010© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2010Auf der Höhe des berüchtigten Blitzers in der Stresemannstraße, der den stadteinwärts rollenden Verkehr ins Visier nimmt, findet man diese zwei Paste-Ups an der Seitenwand des Hauses mit der Nummer 78.

Das linke Exemplar stammt von »quasikunst« und stellt eine Frau dar, deren Beine kurioserweise in Elefantenfüße münden, was auf nebenstehender Abbildung nur noch teilweise zu erkennen ist, da zum Zeitpunkt der Aufnahme bereits ir­gend­je­mand der Auffassung war, Teile des Posters abreißen zu müssen. Auf früheren Aufnahmen, die sich online vereinzelt finden lassen, sind die Elefantenfüße aber gut zu erkennen. Der zierliche Oberkörper und die plumpen Beine stehen in irritierendem Kontrast zueinander.

Das rechte Poster ist mit »*//funk25« signiert und zeigt mit minimalistischen Mitteln ein ausdrucksvolles Frauenportät.

Verwandte Artikel

Stencil von XOOOOX in Hamburg (HafenCity)

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2010www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2010Diese hockende Dame ist in der Hamburger Speicherstadt anzutreffen. Aus dem Augenwinkel könnte man meinen, sie verrichte an der Ecke Auf dem Sande / Am Sandtorkai ihre Notdurft. Betrachtet man die Position des Rocks, ist dies jedoch eher unwahrscheinlich. Es handelt sich hierbei um eine posierende Fashionista des Berliner Streetart-Künstlers XOOOOX.  Das gleiche Motiv wird übrigens gespiegelt im Format 100 x 80 cm von der Londoner Galerie »StolenSpace« für stolze £7020.00 (zzgl. Versandkosten) also knapp 8500 Euro feilgeboten. Dort gibt man als Titel des Werkes »Rewind (Bio) MonSun« an. Es scheint nicht ganz abwegig, dass hier ganz im Sinne des Bangles-Songs »Manic Monday« der Wunsch zum Ausdruck gebracht wird, dass man die Zeit zurückdrehen kann.1 Auf der Galerieseite ist übrigens auch von einer hockenden Frau die Rede, die beim Urinieren überrascht werde.2 War der erste Eindruck also doch richtig?

Der Vorteil von Schaltschränken in hochwassersicherer Ausführung wie dem abgebildeten ist übrigens, dass er trotz oben befindlicher Werbefläche auf dem Sockel genug Platz für weitere Verwendungen bietet. Die historische Umgebung mit Backsteinfassade und Straßenpflaster in ihrer klaren und ruhigen Struktur lässt das Schwarz-Weiß-Stencil stark wirken.

  1. „It’s just another manic Monday / I wish it was Sunday“ []
  2. […] one figure, caught off-guard, squats to urinate […]„ []
Verwandte Artikel

Stencil von TONA in Hamburg

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2010© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2010In unmittelbarer Nähe zum Hamburger Gängeviertel an der Ecke Caffamacherreihe / Valentinskamp und schräg gegenüber dem Polizeikommissariat 14 befindet sich das abgebildete Stencil des Hamburger Streetart-Künstlers »TONA« auf der Abdeckung eines Ampelmastes.

In seiner Perfektion und Sauberkeit der Ausführung könnte man fast meinen, es handele sich bei diesem Werk um eine Auftragsarbeit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, mit dem Ziel, die Stadt bunter zu machen. Da schien es jemand trotz Polizeinähe nicht so eilig zu haben. Denkt man aber daran, an welchen – aus offizieller Perspektive wohl inakzeptablen – Stellen »TONA« seine Stencils, Paste-Ups und Kacheln sonst noch so hinterlässt und dass er es nach wie vor vorzieht, anonym zu bleiben,  ist nicht ernsthaft an eine Kooperation mit der Stadt zu glauben. Auch nicht, angesichts der Tatsache, dass der gegenwärtigen Stadtentwicklungssenatorin Hajduk immerhin der Rückkauf des Gängeviertels durch die Stadt Hamburg zu verdanken ist, womit dem von etwa 200 Künstlern besetzten historischen Quartier das drohende Schicksal eines nahezu vollständigen Abrisses und Neubebauung unter profitmaximierenden Gesichtspunkten erspart bleibt und stattdessen eine Zukunft als kulturelles Zentrum eröffnet wird.

© www.espritdescalier.de - Stefan Fix, 2010Eine Erklärung für die Perfektion der Ausführung wäre, dass die Abdeckung einfach mittels eines Dreikantschlüssels entfernt und an unbeobachteter Stelle in aller Seelenruhe verschönert wurde. Zu einem späteren Zeitpunkt hätte man sie dann in verändertem Zustand wieder schnell anschrauben könnnen. Zwei Dinge sprechen dagegen: Erstens verstößt es vielleicht gegen irgendeinen Ehrenkodex eines Streetart-Künstlers, nicht vor Ort, sondern daheim tätig zu sein. Abgesehen davon würden Kick und street credibility wohl auf diese Weise minimiert. Andererseits werden Kacheln, Sticker und Paste-Ups ja auch in Heimarbeit gefertigt und dann vor Ort nur schnell angebracht. Der zweite und triftigere Grund ist, dass sowohl die Dreikantschraube oben als auch die Schlitzschraube unten mit der gleichen Farbe beschichtet sind und haargenau ins umgebende Muster passen. Also wurde wahrscheinlich vor Ort gearbeitet – möglicherweise unter dem Schutz eines dort strategisch günstig geparkten Autos.

Verwandte Artikel

Geschützt: Sterbendes Blau

Dieser Inhalt ist passwortgeschützt. Um ihn anzuschauen, gib dein Passwort bitte unten ein:

Verwandte Artikel

Seite 1 von 12123456789101112

Bloggeramt.de Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de